Sehenswürdigkeiten in Peking

von am 16 Mrz. 2010, unter Kultur, Städte

Peking ist die Hauptstadt der Volksrepublik China. Auch ist Peking das politische und kulturelle Zentrum in China. Der Ort Peking ist die modernste Metropole in China und auch ein sehr bekanntes Reiseziel für Touristen. Es gibt in Peking viele schöne Naturwunder zu sehen, so wie das größte menschliche Bauwerk oder die Große Mauer. Auch der Kaiserpalast, die Parkanlage des Kaisers oder den Himmelstempel kann man in Peking bewundern. In dieser schönen Stadt kann man sowohl das neue als auch das alte China sehen und kennen lernen und die Naturschätze faszinieren seit langer Zeit immer sehr viele Touristen.

Die Große Mauer bei Badaling

Die große Mauer ist vor mehr als 2000 Jahren von menschlicher Hand gebaut worden . Deshalb wird die Mauer auch als das größte menschliche Bauwerk bezeichnet. Damals währende der Qin Dynastie ließ der chinesische Kaiser Qinshihuangdi viele Schutzwälle und Fürstentümer ( von Zhao, Yan und Qin) zu einer riesigen Mauer verbinden. Die Mauer sollte dazu dienen eine Invasion von den Normadenvölkern zu verhindern. Die Gesamte Länge der großen Mauer beträgt über 6000 km aber es gibt nur einen wirklich schönen Abschnitt der großen Mauer. Dieser Mauerabschnitt liegt etwa 75km nordwestlich des Ortes Badaling und wurde in der Ming Dynastie als wichtiger Schutzschwall errichtet.

Der Kaiserpalast – Die verbotene Stadt

Der Kaiserpalast wird auch „die Verbotene Stadt“ genannt denn sie ist die einzige erhaltene kaiserliche Residenz Chinas. Der Kaiserpalast war in der Geschichte Chinas der Wohnsitz von 24 Kaisern. Der Palast hat fast unglaubliche 9000 Räume und Zeremonien Hallen. In diesen Räumen wohnte die die Kaiserliche Familie und auch hier veranstaltete der Kaiser viele seiner wichtigen Zeremonien. Der Kaiserpalast trägt eine Geschichte von mehr als 500 Jahre mit sich und ist heute das größte Museum in China.

Der Himmelstempel
Im Jahr 1420 wurde der Himmelstempel während der Ming und Qing Dynastie erbaut. In dieser Zeit beteten die Kaiser im Himmelstempel für eine gute und ausreichende Ernte. Das wichtigste Gebäude ist die Halle der Ernteopfer. Es wurde in einer einzigartigen Holzbauart gefertigt. Man sieht ein vergoldetes Spitz-Gekröntes Dach aus Blauglasierten Ziegeln ohne Nägel. Diese Bauart ist architektonisch absolut einzigartig.

Der Sommerpalast

Der Sommerpalast der im chinesischen Yihe Yuan heißt wurde 1750 erbaut. Der Palast wurde 1860 von engl-franz. Invasionstruppen niedergebrannt und im Jahre 1888 wieder neue erbaut. Er war in der früheren Zeit die Sommerresidenz des Kaisers. Die Gartenanlage besteht aus einem ca. 30 km² großen Anlage die auch gleichzeitig die am größten und am besten erhaltener Garten eines Kaiser ist. Auch wenn ich ihn nicht selber besichtigen konnte  so wurde mir durch einen Freund berichtet das unzählige Pagoden und wunderschöne Gartenteiche zu bewundern sind.

Die Hutongs
Als Hutongs werden die Seitenstraßen und Gassen im Ort Peking genannt. Dort pulsiert das Leben noch im traditionellen Rhythmus. Die Hutongs wurden damals während der drei Dynastien Yuan, Ming und Qing erbaut. Heute sind die Hutongs fast wie ein Museum. Sie spiegeln die damals traditionelle Form des Wohnens in Peking wider.

Beihai-Park
Der älteste Garten der Welt ist der Beihai-Park. Der Bauarbeiten des Parks begannen im 11. Jahrhundert. Der Beihai Park liegt direkt im Zentrum von Peking und hat eine lange Geschichte die vor über 800 Jahren begann. Er besteht aus einem etwa 75 ha großen Beihai-See und einer Jadeinsel fast in der Mitte des Sees.

Der Lamatempel
Dieser Tempel in Peking ist ein berühmtes Bauwerk der Gelben Sekte des Lamaismus und wurde im Jahr 1694 gebaut. Der Tempel ist heute ein typisches Tibetanisches Kloster. Damals diente er Yongzhen als Residenz, bevor er den Kaiserthron bestieg. Im 3. Jahr der Regierungsperiode von Yongzhen wurde der Palast in “Yonghe Gong“ umbenannt. Übersetzt bedeutet es „Palast der Harmonie und des Friedens“. Als im Jahr 1723 der Prinz den Thron bestieg wurde der Palast zum einen als Kaiserpalast genutzt und die andere hälfte des Palastes wurde zu dem heutigen Lamatempel umgebaut. Der Tempel wurde während der Kulturrevolution einige Zeit geschlossen und im Jahre 1980 wieder geöffnet.

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Sun Yatsen, erster Präsident der Republik China

von am 13 Mrz. 2010, unter Geschichte, Kultur

Der „Landesvater“, so der Ehrentitel des Republikgründers, wurde 1866 in Zhongshan am Perlflussdelta geboren. Da er Medizin studiert hatte, wird er auf Englisch oft „Dr. Sun“ genannt. Einen solchen akademischen Titel besaß er jedoch nicht. Sein eigentlicher Name war Sun Wen. Die im Westen geläufige Form rührt von der kantonesischen Aussprache eines Pseudonyms. Auf Chinesisch ist er heute nur als Sun Zhongshan geläufig. Von hoher persönlicher Integrität, sah er seine Lebensaufgabe darin, die Mandschuhherrschaft zu stürzen, um China als Republik zu Wohlstand und sozialer Gerechtigkeit gelangen zu lassen. An der Revolution von 1911 hatte er jedoch keinen persönlichen Anteil. Am 1.1.1912, bei Ausrufung der Republik, wurde er deren erster Präsident, gab diesen Posten jedoch im Austausch für die Abdankung des Kindkaiser Puyi im Februar 1912 wieder ab. Die folgende Zersplitterung Chinas konnte er nicht verhindern. Die Wiederherstellung staatlicher Einheit wurde sein nächstes Ziel, das er nicht mehr erlebte. Er starb 1925 im alter von 59 Jahren, bei Verhandlungen in Peking. Als er dort im Sun Yatsen Park aufgebahrt wurde, defilierten 700.000 Menschen an seinem Sarg vorbei.
Das gewaltige Mausoleum, das ihm bis 1929 in Nanking errichtet wurde, bezeugt das erstaunliche Maß an Verehrung, das er in allen Bevölkerungsschichten genoss. Suns Erbe wird bis heute vor allem in Taiwan gepflegt, aber auch die Kommunisten sahen (und sehen) sich als legitime Wahrer seines Erbes, zumal sich Suns Witwe Song Qingling auf Maos Seite schlug.

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Sehenswürdigkeiten in Guilin

von am 10 Mrz. 2010, unter Kultur, Städte

Guilin liegt im Nordosten des Autonomen Gebiets Guangxi der Zhuang-Nationalität im Süden von China mitten in einer bizarren Karstberlandschaft. Man sagt: „die Landschaft in Guilin ist die schönste unter dem Himmel.“ Die Geschichte von Guilin lässt sich ca 2000 Jahre zurückverfolgen.
Guilin ist wegen seiner Karstberge und den vielen Grotten ein schönes Stückchen Erde und somit auch ein beliebtes Urlaubsziel. Man kann sowohl grüne Berge, klare Gewässer und auch Felsformationen in dieser Landschaft finden. Die Landschaft Guilins ist wirklich ein Land mit einer unvergleichlichen Schönheit. Unter Touristen wird Guilin als „Touristenort Nr. 1“ bezeichnet. Den Urlaubern werden deshalb viele faszinierende Sehenswürdigkeiten geboten und in jedem Jahr werden es mehr Touristen die diesen Ort besuchen.

Der Li Fluss
Dieser Fluss entspringt am Katzenberg im Kreis Xing’an im Nordosten von Guangxi und mündet in den Perle Fluß. Der Fluss durchfließt Guilin und Yangshuo und die Hauptstrecke ist etwa 83 km lang. Während einer Schifffahrt auf dem Li-Fluss bekommt man viele schöne Karstberge, klare Flüsse, einige Karsthöhlen und reizvolle Felsenaber auch Felder und Bauerhöfe zu sehen.

Der Elefantenrüsselberg
Der Elefantenrüsselberg, der am Ufer des Li-Flusses liegt, ist eine geologische Extravaganz. Der Berg sieht aus wie ein Elefant der mit seinem Rüssel Wasser aus dem Fluss trinkt und ist ein wirkliches Wahrzeichen von Guilin. Die Höhle die durch den Berg führt stellt das Auge dar. Man kann sich mit Unmengen Tauben fotografieren lassen oder mit Requisiten der Zhuang- Minderheit. Mehr Spaß macht es aber im klaren Wasser des Li zu paddeln. Anschließend kann man sich ans Ufer in die Sonne setzen und einen gebratenen Li-Fisch essen, der für wenig Geld zu haben ist.

Der Fubo Berg
Der Fobo Berg der auch „Wellenbrecher Berg“ heißt, befindet im Nordosten von Guilin. Der Berg liegt am Ufer des Li-Flusses und immer wenn der Fluss Hochwasser hat brausen einige Wellen hervor. Wenn man das beobachtet scheint es so als ob der Berg die Wellen besänftigen würde. Am Fuß des Fubo Berges befindet sich eine Höhle Namens „zurückgegebene Perle“. In der Höhle sind viele Buddhafiguren anzuschauen.

Der sieben Sterne Park
Im Osten von Guilin liegt der sieben Sterne Park. Es ist eine gepflegt Anlage mit Sieben Gipfeln, die an das Sternbild des großen Bären erinnert. Daher der Name. Die bekannten Sehenswürdigkeiten sind die Höhle der Sieben Sterne, der Wald der Gedenksteine, der Kamelberg, die Blumenbrücke und der Longyingfelsen.

Kulturpark der Minderheiten
Etwa einen Kilometer nördlich vom Sieben-Sterne-Park liegt dieser Kulturpark. Ein Rundgang vermittelt einen Einblick über das Leben der verschiedenen Völkerschaften der Provinz.

Der Dicaishan
Der Dicaishan auch „Berg der farbigen Schichten“ genannt liegt direkt am Loi Jaing im Norden der Stadt und ist 223 Meter hoch. Außerdem hat der Discaishan vier Gipfel, den Yue- und den Siwang-Berg, den Kranich-Gipfel und den Gipfel des leuchtenden Mondes. Die abwechslungsreichen Gesteinsschichten des Berges sehen wie aufgehäufte Bunte Seide aus. Somit ist auch der Name des Berges erklärbar.

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Sehenswürdigkeiten in Chengdu

von am 02 Mrz. 2010, unter Kultur, Städte

Chengdu, die Hauptstadt der bevölkerungsreichsten Provinz Sichuan hat sich trotz aller Modernisierungsmaßnahmen viel von ihrer Geschichte bewahrt. Auf dem ersten Blick zeigt sich die Stadt Chengdu die mit ihrem Einzugsgebiet etwa 12 Millionen Einwohner hat wie eine ganz normale Großstadt. Aber die Stadt und die Umgebung haben den Touristen viele der schönsten und berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes zu bieten. Neben der herrlichen Tempelarchitektur, den stimmungsvollen Teehäusern und den Großen Pandas ist die Stadt auch eine günstige Ausgangsbasis für eine Reise nach Tibet oder eine buddhistische Pilgerfahrt nach Leshan und zum Emeishan. Auch ist die Stadt Umschlagsplatz für Tee und Seide. Ganz berühmt ist die Stadt auch für ihre sehr scharfe Sichuan Küche. Alleine für diese lokalen Gerichte kommen Touristen in die Stadt.

Aufzuchtstation Großer Panda
Etwa 11 km nördlich von Chengdu befindet sich die größte Pandaaufzuchtstation der Welt. Hier wird der Fortbestand dieser Tiere auf etwa 600 Hektar Land gesichert. Die Pandas streifen hier in großen Bambushainen und Wäldern herum. Die Aufzuchtstation wurde genau an den Lebensraum der Pandas angepasst. Es wird sehr genau darauf geachtet dass immer viel frische Luft im Reservoir herrscht, denn überall gibt es dichten Bambus der viel Sauerstoff produziert. Zurzeit leben dort etwa 38, der stark vom Aussterben bedrohten Lebewesen. Am besten kann man die unter Naturschutz stehenden Tiere zur Fütterungszeit sehen. In freier Wildbahn kann man nur noch sehr wenige Pandas finden, da die Menschen den Pandas immer mehr Lebensraum nehmen und sie somit verdrängen.

Der Wuhou Tempel
Dieser Tempel steht südwestlich vom Jin-Fluss, ist einer der schönsten und ältesten Tempel in Chengdu und ist ein Baudenkmal aus der Zeit der Drei Reiche. Er wurde im 4. Jh erbaut und im Jahr 1672 komplett restauriert. Deshalb sind die einzelnen Gebäude und Skulpturen auch heute noch in so einen guten Zustand.
Hier kann man das Grab von König Liu Bei besichtigen und auch gibt es einen Lotusteich mit einigen Pavillons zu sehen. Wuho heißt so viel wie Kriegsminister, was sich auf Zhuge Liang bezieht, einen berühmten Militärstrategen jener Epoche.

Teehäuser in Chengdu
Die Stadt ist für seine Teehäuser berühmt, die chadian, wo man sich in einen Bambussessel setzt und mit Freunden plaudert. Während der Kulturrevolution wurden viele dieser Häuser als Treffpunkt der Intelligenz geschlossen. Bei dampfendem Cha kann man hier auch Karten spielen, Zeitung lesen und hitzige Debatten führen. Das Panorama des Gesellschaftslebens in China wird hier deutlich.
Dem Wenshu-Tempel ist ein Teehaus angeschlossen, und viele der Teetrinker machen von dort einen Abstecher zum Renmin Park westlich von Stadtzentrum. Eine ganze Reihe von Teehäusern säumt auch den Jin-Fluss, der sich durch die Stadt zieht.

Der Wenshu Tempel
Dieser Tempel ist eine weitläufige buddhistische Anlage im Norden von Chengdu. Zudem ist er der besterhaltenste und zugleich größte der Stadt. Berühmt ist er wegen seiner zehn eisernen Figuren buddhistischer Götter und hundert bronzenen Buddhafiguren. Die vier Himmelskönige, zwei auf jeder Seite am Eingang sind bunt bemalt. Zur Anlage gehören eine Reihe von Tempeln sowie ein großes Teehaus, wo sich die Leute treffen, um sich zu entspannen und Zeitung zu lesen. Im rückwärtigen Bereich der Anlage befindet sich ein angenehmer Garten mit mehreren verschlungenen Pfaden. Wirklich beeindruckende hier sind aber wohl die vielen Gläubigen, die zusammenkommen, um Buddha anzubeten, dies wird „baifo“ genannt. Am Wochenende lässt sich das rege Treiben am besten beobachten. Vor dem Tempel werden an Ständen alle möglichen Devotionalien angeboten.

Die Hütte des Du Fu
Die Hütte des Du Fu ist ein bedeutender Ort für die Chinesen und liegt westlich vom Qingyang Palast. Du Fu war ein konfuzianischer Dichter der Tang Zeit und gilt als der bedeutenste Lyriker Chinas, denn sein Leben war sehr leidvoll. Sein trinkfreudiger Mitstreiter Li Bai wird oft in einem Atemzug mit ihm genannt, obwohl die beiden als Person wie auch als Schriftsteller völlig unterschiedlich waren.
Sowohl seine strohgedeckte Hütte als auch andere Orte hat Du Fu in über 200 Gedichten beschrieben, die er hier verfasste. Wer der Hütte schon einen Besuch abgestattet hat, dokumentiert eine Chronik. Mao Zedong, Zhu De, Liu Shaoqi, Deng Xiaoping und der Dramatiker Cao Yu sind nur einige die schon hier waren.
Es gibt auch Modelle die zeigen wie sich das Haus im Lauf der Zeit verändert hat.

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Lao She, ein moderner chinesischer Schriftsteller

von am 28 Feb. 2010, unter Geschichte, Kultur

Der als Shu Qingchun 1899 in Peking geborene Lao She wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Von 1924 bis 1929 studierte und lehrte er in London und begann dort mit dem Schreiben.1936 erschien unter dem Titel „Rikschakuli“ sein berühmter Roman. Er beschreibt das Leben (und Scheitern) eines jungen Mannes, der vom Land nach Peking kommt und es dort durch Fleiß und Sparsamkeit zu etwas bringen will. „Sperber über Peking“ ist ein weiterer seiner Romane mit Bezug auf Peking. Zu seiner Zeit politisch umstritten war sein 1957 entstandenes Schauspiel „Das Teehaus“, das im Peking der Jahre 1898, 1918 und 1948 spielt. Einige seiner Werke wurden auch ins Deutsche übersetzt. Von den Roten Garden angegriffen, beging Lao She 1966 Selbstmord.

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China reformiert 16 staatliche Krankenhäuser

von am 27 Feb. 2010, unter Allgemeines, Nachrichten

Aufgrund vieler Beschwerden aus der Öffentlichkeit wegen zu hoher medizinischer Kosten, hat China entschieden in 16 Städten ein Pilotprojekt zur Reform von Krankenhäusern vorgeschlagen. Am Dienstag wurde ein offizielles Schreiben veröffentlicht in welchem die Krankenhäuser angewiesen werden ihr Gesundheitssystem kostengünstiger, effektiver und optimaler zu gestalten, sowie die eigenen Fachkräfte zu motivieren.
Das Ziel öffentlicher Krankenhäuser müsse darin bestehen im öffentlichen Interesse zu wirken. Das oberste Ziel müsste der Schutz der Gesundheit des Volkes sein, so jedenfalls laut dem Dokument des Gesundheitsministerium und vier weiterer Ministerien.
Von den 16 Krankenhäusern welche reformiert werden sollen befinden sich sechs im Osten, vier im Westen Chinas und hier sollen die Reformen noch in diesem Jahr umgesetzt werden.
Im April 2009 wurde von der chinesischen Regierung ein Plan zur Gesundheitsvorsorgung für die kommenden Jahre veröffentlicht und damit die Reform des längst überfälligen Gesundheitssystems gestartet.
Li Ling, ein Professor am Zentrum für Wirtschaftsforschung an der Universität Peking sagte das diese Reform der staatlichen Krankenhäuser würde zu ihrer ursprünglichen Bestimmung zurück zu finden: Dem Volk dienen und nicht Geld machen.
Dies sei eine angemessene Antwort auf all die Beschwerden über zu teure Gesundheitsversorgung hieß es laut Li.
China hat die staatlichen Krankenhäuser bis 1985 gesponsort. Danach änderte die Regierung sein Konzept und die staatlichen Krankenhäuser Gewinne machen. Dadurch wuchsen die Krankenhäuser deutlich schneller und auch Gehälter konnten erhöht werden.
Durch diese Änderung hat sich das Gesundheitssystem deutlich verbessert, doch durch die Tatsache das die Krankenhäuser mit den Gewinnen aus den Gesundheitsdiensten und Arzneimitteln wirtschafteten konnten, führte dazu dass die Gesundheitskosten stark angestiegen.
Zukünftig dürfen Krankenhäuser in Zukunft keine Gewinne aus Arzneimittel Verschreibungen machen. Sie werden ihre Einkünfte stattdessen aus der Staatskasse und aus Berechnung von geleisteter medizinischer Versorgung erhalten.

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Cixi, ein einziger Affront für die konfuzianische Männergesellschaft

von am 26 Feb. 2010, unter Geschichte, Kultur

Cixi, welche 1835 geborgen wurde, war die beherrschende politische Gestalt der späten Mandschu-Ära und zugleich ein einziger Affront für die konfuzianische Männergesellschaft. Selten genug spielten Frauen, gegen alle Regeln der Etikette und der Moral in der Männerdomäne der chinesischen Politik, eine Rolle. Doch was ihr gelang, war nur mit hoher Intelligenz und äußerster Rücksichtslosigkeit möglich: Kaiserliche Macht anzueignen und diese über 45 Jahre auszuüben.
Die auf Grund ihres späteren Rangs als Mutter eines Kaisers „Kaiserinwitwe“ Genannte kam 1851 als niedrigere Konkubine an den Hof. Ihr Aufstieg begann, als sie dem Kaiser den einzigen Thronfolger gebar. Nach dem Tod des Kaisers 1861 gelang es ihr in einem Coup d`etat, die designierten Regenten zu entmachten. Als ihr Sohn 1875 starb, brachte sie entgegen den Erbfolgregeln ihren dreijährigen Neffen auf den Thron. Bei seiner Volljährigkeit 1889 zog sie sich aus dem politischen Tagesgeschäft in den Sommerpalast Yihe Yuan zurück. 1898 beendete sie die so genannte Hundert-Tage Reform mit einem erneuten Staatsstreich und stellte den Kaiser unter Hausarrest. Indem sie 1900 die aufständischen Boxer gewähren ließ, richtete sie ein Fiasko an. Bei ihrem Tod 1908 war der Untergang der Dynastie nur noch eine Frage der Zeit.

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Sehenswürdigkeiten auf der Insel Hainan

von am 25 Feb. 2010, unter Kultur, Städte

Hainan im Südchinesischen Meer ist eine große tropische Insel und die südlichste Insel Chinas. Im alten China galt diese Insel als Rand der zivilisierten Welt und als Verbannungsort für unliebsame Beamte. Heutzutage wird aus der Insel aber ein Touristen Paradies gemacht. Die Insel ist 34380 km² groß und liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Hawaii. Hainan heißt übersetzt “südlich des Meeres” ist aber besser bekannt als das „Hawaii des Ostens“. Nach Taiwan ist Hainan die zweitgrößte Insel Chinas. Im Landesinneren und 52 Prozent der Fläche Hainans ist mit dichtem Regenwald bedeckt. Das ganze Jahr über blühen überall auf der Insel farbenfrohe Blumen und es gibt viele tropische Vogelarten zu beobachten. Die durchschnittliche Temperatur liegt das ganze Jahr bei 20 bis 25 C. Auf Hainan gibt es über 300 Thermalquellen. Die meisten dieser Quellen gelten als Heilig und sind reich an Schwefel und anderen Elementen heute in Thermotherapiezentren beispielsweise gegen Rheuma, Haut- und Herzkrankheiten und Husten eingesetzt werden. Die Insel lockt aber auch Touristen an, wegen der über 50 wunderschönen, feinen Sandstränden. Es gibt hier gute Bedingungen für Taucher und für andere Wassersportarten. Ebenso werden sich Golfern hier genauso wohl fühlen wie Taucher, denn für sie gibt es Neuerdings 12 wunderschöne an Klippen und auf kleineren Inseln gelegene 18-Loch Golfplätze.

Sanya
Sanya ist Chinas südlichste Stadt und erstreckt sich in eine lange Ferienzone. Hier findet man unter großen Kokospalmen die schönsten Sandstrände Chinas. Das Stadtzentrum liegt sehr schön auf einer sichelförmigen Halbinsel zwischen dem Meer und dem hier mündenden Sanya Fluss. Hier gibt es für Touristen aber nur wenige Attraktionen. Die meisten Gäste nutzen ihren Aufenthalt hier nur als Durchgangsstation auf dem Weg zu den schönen Stränden.
Am schönsten ist die sanft geschwungene Yalong Bucht mit einem weißen Sandstrand von 6,5 km im Osten des Ortes. Hier ist man am südlichsten Punkt Chinas angelangt.
Zur Yalong Bucht kommt man über den Yalon Bucht Platz in Saya, wo ein 29 Meter hoher Totemphal steht. Die Innschrift besteht nur aus Zeichen und Symbolen für Tiere und Götter, darunter ein Drachen, Pangu und Yu der Große, der Bezwinger der Fluten.
Näher bei Sanya liegt im Süden der kleinere und überlaufenere Strand von Dandonghai. An der Halbinsel Luhuitou ziehen sich natürlich noch weitere Strände entlang. Tianya Haijiao im Westen von Sanya erreicht man in einer halben Stunde mit dem Bus. Ein mit Schriftzeichen „tainya“(Rand des Himmels) und „haijiao“ (Karte des Meeres) versehener Stein steht am Strand. Er ist eigentlich hauptsächlich deshalb erwähnenswert, weil er auch auf dem Zwei-Yuan-Geldschein abgebildet ist.

Luhuitou (galoppierender Hirsch)
Sehr nahe der Stadt Sanya befindet sich ein Korallenriff welches aussieht wie ein galoppierender Hirsch der den Kopf wendet. Daher hat dieses Riff seinen Namen. Das beste Panorama über die Stadt und das Meer hat man vom Gipfel des Hügels.

Tianyahaijiao (Ende der Welt)
Die Südspitze der Insel etwa 23 km westlich von Sanya gelegen wird von den Bewohner Hainans als „Ende der Welt“ bezeichnet, denn hier befinden sich steile Felsen in denen Schriftzeichen eingehauen sind. Diese Zeichen kommen der Bedeutung „Pfeiler am Südhimmel“ oder „Ende der Welt“ sehr nahe.

Der Tempel der 5 Beamten
Zu Ehren von 5 Staatsdienern wurde dieser Tempel erbaut. Vom Kaiser wurden diese Diener auf die Insel Hainan verbannt, denn sie hatten es gewagt die Entscheidung ihrers Kaisers in Frage zu stellen und zu widersprechen. Jedoch wurde die Meinung der Beamten von vielen Menschen geteilt und somit erbauten sie den Staatsdienern im 19. Jh diesen Tempel.

Die Mangrovenwälder
In der Nähe der Stadt Qiongshan findet man viele Mangrovenwälder die nur an tropischen Küsten wachsen, denn sie werden regelmäßig von der Flut überschwemmt. Deshalb werden sich auch „der Wald auf dem Meeresgrund“ genannt.

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Deng Xiaoping, der Vater des modernen Chinas

von am 24 Feb. 2010, unter Geschichte, Kultur

Gemessen an seiner Wirkungsgeschichte war Deng Xiaoping der erfolgsreichste chinesische Politiker des 20. Jahrhunderts. 1902 in der Provinz Sichuan geboren, studierte er in Frankreich, wo er sich der kommunistischen Bewegung anschloss. Zurück in China, nahm er am Langen Marsch teil. Nach der Gründung der Volksrepublik China erarbeitete er sich führende Positionen in Partei und Regierung. Mit dem Scheitern der Politik des Großen Sprungs profilierte er sich als Anhänger der pragmatischen Politik des Präsidenten Liu Shaoqi und wurde mit diesem in der Kulturrevolution gestürzt. 1974 kehrte er in die Politik zurück, fiel 1976 erneut in Ungnade und konnte erst zwei Jahre nach dem Tod Maos beginnen, gegen anhaltenden Widerstand im Parteiestablishment seine marktwirtschaftliche Reform durchzusetzen. Bei den Studentendemonstrationen 1989 handelte er im Sinn der Saatsräson.

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Die Wissenschaft des Fengshui und seine bedeutung in China

von am 23 Feb. 2010, unter Geschichte, Kultur

Die Geheimwissenschaft Fengshui, auf Mandarin wörtlich Wind-Wasser, ist eine alte Tradition, die bis zu den Ursprüngen der chinesischen Zivilisation zurückreicht. So ist es für manchen erstaunlich, dass Fengshui auf das moderne, technokratische Hongkong einen solchen Einfluss hatte.
Trotz aller Innovationen ist in Hongkong der Aberglauben allenthalben präsent. Die Hongkong-Chinesen scheinen dafür anfälliger zu sein als ihr Verwandten auf dem Festland. So versucht man mit allen Mitteln, die Zahl vier (sei) zu vermeiden, denn sie unterscheidet sich vom Wort für Tod (sei) nur durch die Tonhöhe.
Die Zahl acht (baat) hingegen ist günstig und wird mit Glück und Gesundheit assoziiert. Kaum ein Chinese möchte in meinem Haus mit Blick auf einen Friedhof wohnen.
Das Faible fürs Okkulate kommt auch in der Filmindustrie zum Ausdruck, in der es vor Geistern und Vampiren nur so wimmelt. Auch die Geomatik (Orakel aus Erdformationen) zeugt von diesem Hand zum Mystischen.

Was ist aber Fengshui genau?
Einfach ausgedrückt, versteht man darunter die Auffassung, das Leben und Schicksal von den physischen Gegebenheiten um einen herum bestimmt werden. Der Mensch ist mit seiner Umwelt durch das „qi“ verbunden: Energie.
Das Fengshui versucht nun, diese Energien zu harmonisieren. Die Beziehung wird auch als „dao“ (Weg) bezeichnet, und alles, was diesen Weg zu ebnen hilft, kann nur von Vorteil sein.
Fengshui kommt bei der Wahl des Ortes zum Einsatz, wo ein Haus gebaut werden soll, bei der Inneneinrichtung und bei Gräbern, die in Hongkong zum Meer hin ausgerichtet sind. Der Fengshui-Experte oder Geomatiker hält nach Stellen mit „ling“ Ausschau, mit Spiritualität. Ling ist eine Art elementare Form von „qi“. Tempel werden in der Regel mit großer Umsicht situiert und mit „ling“ erfüllt. Das „qi“ kann mit Hilfe von bestimmten Merkmalen in der Landschaft oder Umgebung beeinflusst werden, die als Energieadern fungieren. Manche Orte sind deshalb günstiger und positiver als andere, weil sie eben „qi“ kanalisieren und so unsere physische und spirituelle Existenz verbessern. Solche Stellen sind in der Regel offen, luftig, erhöht gelegen und hüglig. Sie sind grün durch Pflanzenbewuchs und befinden sich in der Nähe von Wasser, einem Fluss, See, Teich oder Wasserfall. Trotz des komplexen Vokabulars lässt sich Fengshui oft einfach mit gesundem Menschenverstand erklären.
Auf den Hügeln leben zwei mythische Tiere, der grüne Drache (im Osten) und der Weiße Tiger (im Westen), die „qi“-Energie liefern. Ein Haus sollte deshalb im Idealfall zwischen beiden liegen, nie auf einem Hügelkamm.
Dunkle, dumpfe, nasskalte Orte, wo das „qi“ größtenteils fehlt, gilt es zu meiden. Locker luftiger Boden ist steinigem vorzuziehen.
Die Harmonie ist nicht minder wichtig. Yin (das weibliche, dunkle, kalte, ruhige, schattenhafte und zum Mond gehörige Element) sollte mit Yang (männlich, leicht, warm, laut, strahlend, zur Sonne gehörig) in Einklang stehen um die optimale Energie zu erzielen. Überschuss auf der einen oder anderen Seite ist zu vermeiden.
Ein weiteres Beziehungssystem, das es zu beachten gilt, ist wu xing (fünf Elemente).
Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser schaffen und zerstören sich zyklisch gegenseitig. Welche Bewandtnis sie im Fengshui haben, lässt sich am besten an den Farben ablesen, die mit den Elementen einhergehen. Holz ist grün, Feuer rot, Erde gelb, Metall golden und Wasser schwarz. Soll ein Element betont werden, wird die jeweilige Farbe akzentuiert. Ein geübter Geomatiker kann so Disharmonien mit einem Blick feststellen.
Bei der Tempelarchitektur kommen die fünf Elemente im verwendeten Baumaterial zum Ausdruck. Der Wong-Tai-Sin-Tempel in Kowloon ist ein gutes Beispiel.
In Hongkong nimmt man Fengshui sehr ernst, schließlich ist der Erfolg eines Unternehmens von seiner Lage abhängig. Gehen die Geschäfte schlecht, kann ein Fengshui-Experte das Büro so umgestalten, dass Glück und Geld ins Haus kommen.

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Chinas Götter und Göttinnen

von am 22 Feb. 2010, unter Geschichte, Kultur

Über China wacht eine ganze Reihe von Gottheiten. Wer das Geheimnis des Pantheon lüften will und ein paar der bekanntesten Wesen erkennt, hat viel mehr von seinem Besuch in China.

Buddhas und Bodhisattvas

Zukunftsbuddha (Mile Fo oder Maitreya)
Dieser fröhliche dreinblickende, oft goldene, Buddha begrüsst die Besucher am Tempeleingang. Die Buddhisten glauben, dass es Buddhas gibt, die der Vergangenheit angehören und andere, die ihrer Wiedergeburt entgegensehen.
Mile Fo ist ein Bodhisattva, der sich auf Erden manifestierten wird. In China ist Mile Fo seine dickbäuchige Inkarnation (nach dem Urbild des Mönchs Chang Dingzi).

Historischer Buddha (Shakyumuni)
Die Haupthalle eines jeden Tempels enthält eine Trinität von goldenen Buddhas, wobei die Figur in der Mitte der historische Buddha ist. Sie repräsentiert Gatama Siddharta, den Gründer des Buddhismus, vor seinem Eingang ins Nirvana. Shakyumuni wird auch oft im Lotossitz dargestellt.

Bodhisattva
Halbirdische Wesen, Anwärter künftiger Buddhaschaft, die noch nichts ins Nirvana eingegangen sind, um anderen Menschen helfen zu können. Am bekanntesten sind in China Guanyin, die Göttin der Barmherzigkeit, und Maitreya vor seiner Buddhaschaft.

Avalokiteshvara oder Guanyin als Götter der Barmherzigkeit
Avalokiteshvara blickt auf das Leid der Welt herab und wird in China oft als die Göttin Guanyin dargestellt. Als Herrscherin über die Insel Putuoshan manifestiert sie sich im Dalai Lama. In Tempelanlagen blickt sie im Haupttempel hinten oft gen Norden. Manchmal ist ihr auch ein eigener Tempel geweiht.

Wenshu (Manjushri)
Dieser Bodhisattva trägt ein Schwert und manchmal ein Buch, reitet auf einem Löwen und steht für die Weisheit. Er herrscht über den buddhistischen Berg Wutai und erscheint oft als Trinität mit Puxian und dem historischen Buddha.

Bodidharma (Damo)
Der indische Mönch wird meist mit buschigen Augenbrauen und einem dicken Bart dargestellt. Er ist der Schutzpatron des Zen-Buddhismus, sein spirituelles Zuhause ist das Kloster Shaolin.

Luohan (Arhat)
Die Luohan sind erleuchtete Mönche, die vom Kreislauf der Wiedergeburten befreit sind, sie entsprechen etwa den Jüngern im Christentum. Sie bilden meist Gruppen zu 9, 16 oder 18 (gelegentlich auch 500).

Weituo
Der Krieger verteidigt den buddhistischen Glauben und stehen oft hinter dem Zukunftsbuddhas am Tempeleingang.

Die Vier Himmelskönige
Sie treten paarweise zu beiden Seiten des Zukunftsbuddhas und von Weitu auf. Sie tragen eine Rüstung und haben ein Musikinstrument.

Taoistische Götter und Göttinen

Die Drei Reinen (San Qing)
Diese Dreiergruppe in taoistischen Tempeln besteht aus Laotse, dem Jadekaiser sowie dem gelben Kaiser, Daojun.

Laotse
Er wurde im 4. Oder 3. Jahrhundert v. Chr. Geboren und begrüsste die Philosophie des Taoismus. Oft wird er als Gott auf einem Ochsen reitend dargestellt, in der Hand ein Buch, sein Dao De Jing.

Jadekaiser (Yuhuang)
Er ist der höchste Gott des Taoismus und herrscht über Himmel und Erde. Oft wird er mit einem schwarzen Bart auf einem Drachen-Thron dargestellt.

Die Acht Unsterblichen
Sie werden oft gezeigt, wie sie das Meer in einem Boot überqueren. Im Ostmeer liegen nämlich die Inseln der Unsterblichkeit, das Gegenstück zum christlichen Paradies.

Himmelskaiserin (Tianhou)
Sie regiert vor allem an der Südküste und ist die Beschützerin der Seefahrer und Fischer. Viele Tempel in Hongkong sind ihr geweiht.

Kriegsgott (Guandi)
Er wird mit einem roten Gesicht dargestellt, trägt einem schwarzen Bart und eine Rüstung und bewahrt den Frieden.

Taoistische Türgötter
Sie sollen, wie in buddhistischen Tempeln auch, böse Geister abhalten, zum Beispiel der Grüne Drache und der Weiße Tiger.

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Interessante Orte und Plätze in Hangzhou

von am 21 Feb. 2010, unter Kultur, Städte

Die Hauptstadt der Provinz Zhejiang, etwa 180 km südlich von Shanghai an der Mündung des Qiantan Jiang gelegen, liefert China vor allem das Idealbild einer Stadt in lieblicher Landschaft. Den Westsee mit seinen Dämmen ließen die Pekinger gleich zweimal in ihren Gartenpalästen nachbauen. Hangzhou ist seit alters ein Ort mit gehobener Lebensart.
Um die Stadt rankt sich ein bedeutender Sagen- und Legendenschatz, jedoch bietet Hangzhou wenig an historischen Bauten. Aus der 150-jähringen Glanzzeit unter der südlichen Song Dynastie (1127 – 1279) blieb nichts erhalten.
Das heutige Hangzhou hat Teil am anhaltenden Boom des Shanghaier Großraums, der auch hier Hochhäuser entstehen lassen hat, die aus der Westsee-Perspektive als ärgerlich und töricht gelten müssen. Wenn man ein romantisches Ortsbild erwarten würde wäre das ein Fehler. Es gilt dennoch: Wer Hangzhou versäumt, versäumt auch ein wesentliches Stück Chinas.

Der Westsee
Für die Chinesen ist der Westsee ein himmlischer, archetypischer See, ein Prototyp und Paradebeispiel. Für jeden Chinesen ist es ein Muss einmal an diesem See gewesen zu sein.
Der im Schnitt etwa 1,5 Meter tiefe See mit etwa 15 km Umfang ist das berühmteste aller Stadtgewässer in China. Der See wird im Norden vom Weißen Damm durchschnitten, der erstmals in der Tang-Zeit angelegt wurde. Der Westsee führt von der Stadtpromenade am Nordostufer über die „Gebrochene Brücke“ zur Insel Gu Shan.
Auch wenn schon viel Schönheit des Sees duch den Tourismus zerstört wurde, sind doch noch einige Charmante Ecken verblieben. Es gibt weidenumsäumte Ufer, Promenaden, Teehäuser, Pagoden, Inseln, Lotos, alles umrahmt von sanften Hügeln.
Wer einmal den See umrunden möchte, benötigt dazu einen halben Tag. Wer sich auch den Sehenswürdigkeiten (betrachtet man am besten von einem der zu mietenden Boote aus) ausführlicher widmen möchte braucht natürlich länger.

Drachenbrunnen
Die Stadt Drachenbrunnen im Südwesten des Westsees ist für ihren exquisiten Tee bekannt. Hier heraus zu fahren ist vielleicht nicht das wahre Vergnügen, denn alles ist auf Touristen-Dollars abgestellt. Dennoch ist die Landschaft hübsch anzusehen.

Apotheke Hu Qingyu Tang
Die wohlerhaltene pharmazeutische Manufaktur( 1974 gegründet ) in der Hangzhouer Altstadt beherbergt heute ein Apothekermuseum. Das schönste Ausstellungsobjekt ist das reich mit Schnitzereien verzierte Gebäude selbst. Im prächtigen traditionell gestalteten Verkaufsraum kann man zusehen wie chinesische Medikamente gemischt werden.

Das Seidenmuseum
Hier bekommt man Mode aus zwei Jahrtausenden zu sehen. Seidenreste aus der östlichen Han-, Jacken aus der Song-Dynastie, feinster Satin und Roben aus der späteren Kaiserzeit. Prunkstück ist eine goldglänzende Hofrobe des Qianlong Kaisers. Auch über Seidenraupen, Seidenweberei und Brauchtum erfährt man hier sehr viel.

Der Yuefei Tempel
Der Tempel des Generals Yue Fei am Nordwestufer erzählt die Geschichte des tapferen Generals der Song-Dynastie, der hier begraben liegt. Der Meisterstratege, Patriot und Erfinder einer Variante der chinesischen Kampfkunst, wurde ins Gefängnis geworfen und trotz seiner erfolgreichen Aktionen gegen die Übergriffe der Nördlichen Jurchen hingerichtet. Er wurde posthum rehabilitiert und später in den Status eines Helden und Halbgottes erhoben. Auch die Kommunisten würdigten ihn als beispielhaften Patrioten.
In der Tempelanlage gibt es die Statuen des knienden Qin Hui zu sehen, der Mann der den Verrat an Yue Fei beging, seiner Frau und zwei verräterischer Beamten.

Quelle des laufenden Tigers
Diese Quelle ist ebenso mysteriös wie berühmt und befindet sich nur etwas außerhalb von Hangzhou. Ihr Name entstand dadurch das der Entdecker dieser Quelle einem Tigerpaar in den Wald gefolgt ist und dabei auf den Teich mit seinem klaren Wasser aufmerksam wurde. Unerklärlicherweise hat das Wasser hier eine besonders hohe Oberflächenspannung. Wer Feingefühl und Geduld hat dem wird es gelingen eine Geldmünze auf dem Wasser schwimmen zu lassen.

Die Sechs Harmonien Pagode
Am Stadtrand von Hangzhou befindet sich eine 60 Meter hohe Pagode. Sie steht direkt am Ufer des Qiantang und wurde im Jahr 970 gebaut. Damals diente sie als Leuchtturm und sollte die Bewohner der Stadt vor den jährlichen Fluten schützen.
Die Pagode wurde aber bei einer Springflut im 12. Jh zerstört aber umgehend wieder neu aufgebaut. Heute trägt die Pagode eine schöne Holzverkleidung aus dem Jahr 1900. Bis heute ist es für Touristen möglich sieben Stockwerke der Pagode über eine Wendeltreppe zu besichtigen. Die Pagode wurde übrigens nach den sechs Paramitas des Buddhismus zum Erreichen der Buddhanatur benannt.

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Khubilai Khan der erste Kaiser der Yuan Dynastie

von am 17 Feb. 2010, unter Geschichte, Kultur

Der Enkel Dschingis Khan machte Peking erstmals zum Zentrum eines ganz China umfassenden Großreichs. Er selbst wurde der erste Kaiser der von ihm ausgerufenen mongolischen Yuan Dynastie. Im Jahr 1280 vollendete er die Eroberung Chinas, nachdem er die Südliche Song Dynastie vernichtet hatte. Zweimal scheiterte er mit dem Versuch, auch Japan zu erobern. Unter Khubilai herrschte in weiten Teilen Asien Frieden, so dass Handelsbeziehungen über die Seidenstraße gediehen, vor allem mit Persien. Mehrfach kamen auch italienische Kaufleute, darunter als junger Mann Marco Polo. Khubilai Khan zeigte Toleranz gegenüber dem Buddhismus und dem Christentum. In seine Zeit fällt die Ankunft des Johannes von Montecorvino, des ersten katholischen Erzbischofs von Peking. Khubilai Khan starb ebendort im Jahr 1295.

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Chinesische Regierung plant neue Gesetze für Online Shops

von am 15 Feb. 2010, unter Internet, Nachrichten

Nachdem Online Shops bei den Chinesen immer beliebter werden, erwägt die chinesische Regierung strengere Regelungen für Online Shops zu erlassen. Voraussichtlich nächsten Monat wird die Staatliche Verwaltung für Industrie und Handel (SAIC) die neuen Gesetze und Regelungen für den so genannten Customer2Customer Online Handel (Onlinehandel zwischen Konsumenten (Ebay Geschäfte oder auch Handel von virtuellen Gegenständen für Computerspiele)), veröffentlichen.
Die vorläufigen Berichte besagen das größere C2C Verkäufer eine Business Lizenz beantragen müssen, wodurch dann auch Steuern fällig werden. Kleine Verkäufer soll dies allerdings nicht betreffen.
Aktuell werden jedoch diese Regelungen erst noch geprüft, erforscht und analysiert, weiteres hierzu ist leider nicht bekannt.
Laut Hu Chau, einem solchen Online Shop Betreiber würden etwa 50 Prozent aller aktuell tätigen Online Shops ihren Betrieb einstellen, sobald diese dann auch Steuern zahlen müssten.
Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der Online Shopper bereits um rund 45 Prozent angestiegen. Zahlen des Internet Network Information Center in China zeigen das im Jahr 2009 insgesamt 108 Millionen Transaktionen über Intenet Shops getätigt wurden. So belief sich das Volumen der Onlinegeschäfte im Jahr 2009 auf etwa 268 Milliarden Yuan, (umgerechnet 27 Milliarden Euro). Die Hochrechnungen der China IntelliConsulting Corporation sagen bereits, dass dieses Jahr dieses Gesamtvolumen auf 464 Milliarden Yuan steigen wird.
Entgegen Hu Chau’s Meinung sieht der Analyst Zhang Yanping der iResearch Consulting Group, einer renomierten Organisation welche sich auf das Internet spezialisiert hat, die Zukunft etwas anders. Seiner Meinung nach wolle die chinesische Regierung einzelnen C2C Verkäufern keine weiteren Steuern auferlegen. Vielmehr suche man nach verschiedenen Lösungen für die unterschiedlichen Gruppen von Verkäufern.
Allgemein werden die Online Geschäfte in zwei Modelle unterteilt: Zum einen in die Business Verkäufer welche bereits jetzt Steuern zahlen und eine Geschäftslizenz besitzen und die Konsumenten Verkäufer. Diese betreiben normalerweise alleine oder vielleicht mal zu zweit einen Onlineshop von einer größeren Online Shopping Website, diese brauchen dann keine Steuern zahlen da keine Lizenz notwendig ist.
Einen der größten Vorteile scheint man sich wohl darin zu erhoffen, dass wenn man größeren C2C Verkäufern Steuern auferlege, gefälschte Produkte vom Markt verdrängt werden können. Durch die Business Lizenz sei man dazu gezwungen, Nachweise für die gelieferte Waren vorzulegen. Illegale Verkäufer und Lieferanten können solche Belege jedoch nicht vorweisen.
Zhang von der iResearch will vorerst keine Bewertung über diese Regelungen abgeben, da diese im Moment noch nicht offiziell veröffentlicht sind und es daher schwierig sei deren Einfluss abzusehen. Allgemein sei abzuwarten was genau alles passieren wird, schließlich ist das elektronische Handelsbusiness in China noch immer im Aufbau.

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Sehenswürdigkeiten in Dali

von am 14 Feb. 2010, unter Kultur, Städte

Dali ist einer der wenigen Orte Chinas, die es einem Reisenden schwer machen, überhaupt wieder weg zufahren. Dali liegt in der südwestlichen Provinz Yunnan, ca 370km von deren Hauptstadt Kunming entfernt und ist eine sehr alte Stadt. Im Jahr 1382 wurde die Stadt auf einer Ruine einer älteren Stadt errichtet. Das typische Schachbrettmuster des damaligen Städtebaus ist aber heute auch noch erhalten. Auch die Stadtmauer und das Nord- und Südtor der Stadt sind in gutem Zustand.
Dali war einst die Hauptstadt des Reiches Nanzhao. Die Region geriet dann im 13. Jh unter die Herrschaft der Mongolen. Die größte ethnische Minderheit sind die Bai, die eine tibeto-burmesische Sprache sprechen. Ihre traditionellen Häuser, die mit meist grünen Dachziegeln gedeckt sind, kann man in Xizhou, im Norden der Stadt sehen.
Dali ist für seinen Marmor bekannt und in der Haupteinkaufsstraße gibt es viele Marmorbilder zu kaufen. Auch das Museum von Dali hat schöne Exemplare zu zeigen. Des Weiteren hat Dali noch viele traditionelle Werkstätten und Geschäfte, Tempel und Klöster zu bieten, die noch heute für Touristen zugänglich sind.

Die drei weißen Pagoden
Das wahrscheinlich berühmteste Fotomotiv von Dali sind die drei weißen Backsteinpagoden des Chongshen Klosters, am Fuße des Zhonghe Berges. Sie sind das Wahrzeichen der Stadt und landesweit berühmt. Die mittlere Pagode, mit 16 Dächern ist im Grundriss quadratisch und 69 m hoch und stammt aus dem 9. Jh.
Die zwei anderen sind achteckig und nur 42 m hoch und auch 100 bis 200 Jahre jünger.
Die Pagoden stehen auf dem Gelände eines im Stil der Tang Zeit rekonstruierten Tempels, in dem über die Geschichte informiert wird und ein Teil jener gut 680 Reliquien ausgestellt ist, die bei einer Restaurierung der Türme 1978 bis 1980 im Fundament und in der Spitze der großen Pagode entdeckt wurden.

Erhai See
Etwa zehn Minuten mit dem Fahrrad von Dali entfernt liegt der Erhai See. Die beste Sicht auf den See hat man vom Zhonge Tempel aus.
Kormoran Fischen ist hier sehr beliebt und die Hotels in der Umgebung organisieren solche Ausflüge gerne für Touristen. Der See fungiert auch als Wasserstrasse nach Wase, einem traditionellen Dorf am Ostufer mit lebhaftem Markt an jedem 5., 10., 15., 20., 25., und 30., eines Monats.
Auf der Insel Putuo mit einem Tempel namens Guanyin lebt eine kleine Gemeinde. Man kann sich in der Ausländerstraße erkundigen, ob eine Gruppe gemeinsam hinüberfahren möchte. Ansonsten kann man ein Boot nehmen, etwa fünf Kilometer östlich von Dali an der Anlegestelle Caicun.

Der Zhonge Tempel und Umgebung
Die Landschaft rund um Dali ist herrlich. Hier gibt es faszinierende Tempel und das eine oder andere Dorf mit original Bai-Architektur zu sehen. Ein Stück außerhalb von Dali auf einem Berg liegt der Zhonge Tempel. Von hier aus hat man einen guten Ausgangspunkt umd die Umgebung zu erkunden. Ein Weg schlängelt sich bergauf aber man kann auch 20 Minuten mit der Bergbahn fahren und dabei die herrliche Sicht über den Erhai-See genießen. Die Bahn fährt an vielen Gräbern vorbei, an verfallenen Häusern und an Bächen. Oben angekommen steht man dann am Eingangstor zum Tempel, der buddhistische und taoistische Elemente aufweist. Führer bieten einen Ausritt mit einem Pony an, in die Wälder und weiter zu Quellen, Wasserfällen und Flüsschen. Alles zu finden in den Cangshan Bergen die das Hinterland von Dali bilden.

Guanyin Tempel
Etwa 5 km südlich von Dali befindet sich ein hübscher kleiner Guanyin Tempel. In der kleinen Halle vor dem Haupttempel steht die Göttin und wird von 18 Luohan verehrt. Die Luohan sind in kleinen in den Fels gehauenen Nischen untergebracht und haben einen lebhaften Gesichtsausdruck. Einer hat einen besonderen langen Arm, der nach dem Mond in den Wolken zu greifen scheint. Ein anderer zieht seine Hose Hoch, unter der dürre Beine zum Vorschein kommen. Links von ihm steht ein berauschter, schwankender Luohan. Wieder ein anderer reitet auf einem Tiger, während ein weiterer sich seinen Bauch aufreißt, der einen Buddha sehen lässt. Man sollte auch nach den Luohan mit den überlangen Augenbrauen Ausschau halten.
Die Tempelanlage ist ein Nonnenkloster, das bewohnt ist. Der große Tempel hinten beherbergt eine Sammlung von Buddhastatuen. Im Innenhof steht ein rechteckiger Tempel in einem Teich mit Brücke auf einem Findling. Der Felsen wurde offensichtlich von der Göttin in diese Position gerollt, um eine Armee am weiteren Vorrücken zu hindern.
Die beiden goldenen Schriftzeichen an der Tür rechts beim Eingang bedeuten Rad des Gesetzes.

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Die Tang Dynastie

von am 13 Feb. 2010, unter Geschichte

Für die Chinesen ist die Tang Dynastie am ruhmreichsten. Li Yuan gelang es nämlich, China wieder seinen Einfluss in Korea und Zentralasien zu sichern. Der Beamtenapparat entwickelte sich unter der Schutzherrschaft des Neo Konfuzianismus, einer Philosophie, die durch Taoismus und Buddhismus ausgelöscht worden war. So wurde das klassische konfuzianische Prüfungswesen zur Berufung von Staatsdienern wieder eingeführt.
Um Fehler der früheren Dynastien zu vermeiden, bezog man die Bauern durch ein System der Landverteilung in die Politik ein. Unter der früheren Tang kam es zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich günstig auf das Gewerbe und die Handelsbeziehungen mit dem Ausland auswirkte. Die Dynastie übte auch großen Einfluss auf Zentralasien aus und baute die Kontakte zu Tibet aus. Die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu Japan führten dazu, dass die Japaner schließlich die chinesischen Schriftzeichen übernahmen.
Fruchtbare Kontakte mit anderen Kulturen an der Seidenstraße wurden durch eine tolerante Politik gegenüber Ausländern begünstigt, was eine kosmopolitische Einstellung entstehen ließ. Mehrere Religionen, darunter das Neorianische Christentum, Manichäismus und der Islam, hielten in China Einzug, doch keine kam zu solcher Blüte wie der Buddhismus.
Die berüchtigtste Kaiserin der chinesischen Geschichte, Wu Zetian (auch Wu Hou) regierte in dieser Dynastie. Sie war zunächst nur die Geliebte des Kaisers, kam durch Lug und Trug 698 jedoch an die Macht, bis man sie dann 705 zum Abdanken zwang.
Unter ihrer Herrschaft erblühte der Buddhismus, vor allem wohl wegen ihres Faibles für buddhistische Mönche. Die Geschichte dieser Frau ist faszinierend.
Ein Wahrsager am Hof warnte den Kaiser, keine Dame namens Wu in den Palast zu lassen, denn sie würde die Tang Dynastie zerstören. Wu Zetian war über den Versuch, sie auszuschalten, außer sich, schließlich gelang es ihr aber doch, auf den Thron zu kommen.
Die Regentschaft von Xuangzong (712 – 756) wird oft als das goldene Zeitalter der Tang bezeichnet. Die Dynastie war allerdings durch eine Niederlage in der Schlacht gegen die Araber im Jahr 751 geschwächt sowie durch die Revolte von An Lushan, einem türkischen General.
Der Aufstand wurde zwar erfolgreich niedergeschlagen, ging aber trotzdem auf Kosten der staatlichen Kontrolle.
Die Tang Dynastie geriet dann unter den Einfluss von Eunuchen, mehrere Kaiser wurden vergiftet.
Der Buddhismus erlebte eine Zeit der Unterdrückung, die Wirtschaft lag am Boden und die absolut ausgebeuteten Bauern probten wieder den Aufstand. Die Tang Dynastie wurde durch Rebellionen geschwächt, und China fiel in die Hände von Kriegsherren.
Die Tang Kultur stellt in der chinesischen Geschichte einen Höhepunkt dar, besonders während der Herrschaft von Xuangzong. Seine Poesie blieb unübertroffen; auch die Dichter Li Bai und Du Fu erlangten Ruhm. Han Yu ist vor allem für seine hervorragende Prosa bekannt. Der Buchdruck in China reichte in die Zeit der Tang Dynastie zurück. Damals entstand auch das erste gedruckte Buch der Welt, das Diamant Sutra, das in den Grotten von Dunhuang entdeckt wurde. In dieser Epoche erreichte die buddhistische Kunst ihren Höhepunkt, allerdings wurden viele Werke  durch antibuddhistische Repressionen zerstört. Eine Auswahl an Statuen ist in den Dunhuang  und Longmen Grotten jedoch erhalten geblieben.
Auch die Malerei entwickelte sich und ebnete so der erfolgreichen Song Dynastie den Weg.

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Konfuzius, Philosoph zur Zeit der Östlichen Zhou Dynastie

von am 11 Feb. 2010, unter Geschichte, Kultur

Die in China am höchsten verehrte historische Person stammt aus Qufu, der Provinz Shandong, und führte die meiste Zeit des Lebens eines wandernden Fürstenberaters. Sein eigentlicher Name war Kong Qiu, doch wurde er meist als Kong Zi oder Kong Fuzi „Meister Kong“ bezeichnet, daraus schufen die Jesuiten den latinisierten Namen. Über sein Leben ist wenig Verlässliches bekannt. Seine Lebensdaten, sind vor allem hinsichtlich des Geburtsjahres, nicht gesichert, vielmehr sind Leben und Werk von Legenden umrankt. Auch hinterließ Konfuzius keine eigenen Schriften. Am nächsten kommt man seiner Person und Lehre in den „Gesprächen“ die postum von seinen Schülern aufgezeichnet wurden. Demnach versuchte er in einer Zeit der Kriege und sozialer Umwälzungen einen neuen Ordnungsentwurf, der sich auf ein idealisiertes Verständnis des Altertums stützte. Die von ihm begründete Philosophenschule war anfangs nur eine unter vielen und stieg erst zur Hang-Zeit zur Staatsideologie auf.

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Sehenswürdigkeiten in Shanghai

von am 10 Feb. 2010, unter Kultur, Städte

Shanghai ist eine der größten Städte dieser Welt und gehört zur wichtigsten Industrie und Handelsmetropole in China. Die 13 Millionen Einwohner Stadt war damals als „Paris des Orients“ bekannt. Außerdem ist Shanghai auch die berühmte kulturhistorischste Stadt in China und gleichzeitig beliebtes Reiseziel für Touristen. Shanghai hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten wie beispielsweise den Bund, den Jadebuddha Tempel und den Yu Yuan Garten. Für europäische Touristen ist Shanghai ein ideales Reiseziel. Entlang den Bund kann man viele Bauwerke in verschiedenen Baustilen sehen. Die Bauwerke wirken wie eine internationals Architekturausstellung.
Auch gilt Shanghai als Einkaufsparadies denn in den Geschäften kann man die verschiedenartigsten Waren kaufen.

Der Bund
Wenn man Shanghai besucht sollte man auf jeden Fall den Bund vesichtigen. Der Bund wird als eine große internationale Architekturausstellung bezeichnet. Dort hat man die Möglichkeit viele verschiedenartige Bauwerke in den unterschiedlichsten Baustilen zu sehen. Hier kann man noch viele alte Gebäude entdecken wie beispielsweise das Zollgebäude (1927), das Peace Hotel (1930) oder die Bank of China (1921). Hier erinnert noch vieles an die Kolonialzeit. Früh am morgen versammeln sich an diesem Ort viele einheimische um Sport zu treiben denn die  Uferpromenade gilt als Wahrzeichen in Shanghai.

Der Oriental  Pearl Tower
Der Oriental Pearl Tower kann man im Stadtteil Pudong besichtigen. Er hat eine Höhe von 468 m und ist somit das höchste Bauwerk Shanghais. Der Oriental Pearl Tower ist der höchste Fernsehturm in ganz Asien und auch der dritthöchste in der Welt. Von hier aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf den Bund und er gilt somit als idealer Blick über Shanghai.

Der Yu Yuan Garten
In der nähe der Altstadt liegt der Yu Yuan Garten. Dieser wurde von Pan Yunduan mit seinen gesamten Ersparnissen erbaut. Während der Tangzeit im Jahre 1559 begann die Bauzeit. Fertig gestellt wurde alles erst im Jahre 1577. Im Jahr 1842 wurde die Parkanlage während des Optimumkrieges komplett zerstört. Ende der 1950er Jahre wurde der Park von der Lokalregierung restauriert und 1961 für die Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Seit dem Jahr 1982 steht die Parkanlage auf der Liste der „Denkmäler der Volksrepublik China“.

Die „Avenue of Stars“
Die Avenue of Stars ist das chinesische Gegenstück zum berühmten „Walk of Fame“ in den U.S.A. Hier kann man in den Boden eingelassene „Sterne“ mit den Handabdrücken berühmter chinesischer Filmstars entdecken. Stars wie Jackie Chan oder Jet Li sind hier mit ihren Handabdrücken verewigt. Die „Avenue der Stars“ ist eine nur für Fußgänger zugängliche Straße und liegt direkt gegenüber von Hongkong Downtown. Von hier aus hat man die beste Aussicht auf die beeindruckende Skyline von Hongkong. Gegen 20 Uhr bietet sich die beste Zeit für einen Spaziergang an, denn dann beginnt eine faszinierende Lichtshow an den Fassaden und auf den Dächern der Wolkenkratzer.

Der Jade Buddha Tempel
Dieser Tempel wurde 1911 gebaut und hat seinen Namen wegen zwei kostenbaren Buddha Statuen aus Jade erhalten. Diese Statuen waren im Jahr 1882 ein Geschenk aus Burma an China. Die Größte dieser Statuen ist 1000kg schwer und über 1,90 Meter hoch. Jeden Tag besuchen diesen Tempel tausende von Touristen und auch Anhänger besuchen diesen für sie heiligen Ort.

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Kulinarische Spezialitäten in China

von am 09 Feb. 2010, unter Allgemeines, Kultur

Keine andere Nation hat sich so sehr der Koch- und Esskultur verschrieben wie die chinesische. Extravaganzen wie Haifischflossen und Schwalbennester gehören ebenso dazu wie die einfache, aber schmackhafte Nudelsuppe.

Esskultur und Sitten beim Essen
In China gilt die Gastfreundschaft als hohe Pflicht und Tugend. Die Chinesen leben sehr sparsam aber für Gäste würden sie ihr letztes Huhn schlachten oder auch ihren letzten Reis opfern. Wenn in China gegessen wird tun Chinesen das nie alleine. Je mehr Leute miteinander essen, desto größer ist dann auch die Auswahl der Gerichte von denen sich dann jeder bedienen kann. Wenn sich Chinesen untereinander besuchen, oder sich mit Verwandten, Freunden oder Bekannten verabredet schließt dies immer eine Bewirtung mit Essen und Trinken ein. Wenn das Essen mit Verwandten oder Freunden zu Hause stattfindet, kommen die Gäste meistens schon frühzeitig um noch bei den Essensvorbereitungen zu helfen.
Beim Essen lassen sich die Chinesen zeit, plaudern zwischen den zwei Gängen oder rauchen, denn das gemeinsame Essen dient auch dem reinen Vergnügen. Ein Essen findet nie in schweigsamer Runde statt. Je nach dem Anlass wird in der fröhlichen Runde geplaudert, gelacht oder auch mal diskutiert. Auch finden wichtige Besprechungen immer beim Essen statt, denn es heißt die besten Geschäfte würden nicht in einem Konferenzraum sondern am Esstisch entstehen. In China gilt ein gemeinsames Essen als verführerisches Mittel um Beziehen zu knüpfen, zu pflegen oder auch zu verbessern.
Ein traditionelles Festmahl in China kann beispielsweise aus 4 Vorspeisen, 6 Hauptgängen und einer Suppe bestehen. Die Suppe soll am ende des Mahls die Lücken im Magen auffüllen. In China wird die Suppe geschlürft, was keineswegs als unmanierlich gilt, sondern gehört in China zu der gut bewahrten Esskultur.

In China sitzt man nicht gerne an langen, unübersichtlichen Tafeln. Man sitzt in China mit Vorliebe Auge in Auge gerne um einen runden Esstisch herum. Das ist so üblich und man sitzt auch in größeren Gesellschaften mit bis zu fünfzehn Personen um solch einen Tisch. In der Mitte dieses Tisches steht eine runde Drehplatte, die sogenannte „faule Susanne“. Auf ihr werden alle Speisen sichtbar und somit leicht zugänglich angerichtet. Durch drehen dieser Platte kann sich jeder Gast von jedem Gericht bedienen.
Ehrengäste sitzen immer links und rechts neben dem Gastgeber. Dieser ist immer bemüht, mehr Essen anzubieten, als die Gäste verspeisen können. Wenn die Gäste die gesamten Speisen aufessen würden, wäre dies ein Symbol dafür, dass der Gastgeber zu wenig Essen aufgeboten hätte, was zu einem Gesichtsverlust des Gastgebers führt. Das bedeutet das er seinen Ruf verliert.
Aber nicht nur das Essen ist in China wichtig, sondern auch der gleichzeitige Genuss von Alkohol. Teil der Kultur ist es sein Glas in einem Zug zu leeren.

Das Essen in China
Kulinarisch teilt sich China in vier Regionen auf:
Norden, Osten, Süden und Westen

Die Stadt Peking und Schantung sind dabei typisch für die Küche des Nordens, die salzig ist und auf Weizenprodukten basiert.
Mit Schweinefleisch gefüllte Bällchen werden in Soja und Reisessig getaucht. Sehr beliebt sind auch Nudeln und gedämpftes Brot aber am bekanntesten ist die Pekingente: Entenfleisch, Pflaumensoße und Zwiebeln werden in hauchdünne Pfannkuchen gerollt.

Die Kantonküche im Süden zeichnet sich durch Gebratenes, Gekochtes und Gedämpftes aus. In Restaurants wird in Wägelchen „dim sum“ herumgefahren. Das sind gefüllte Teigtaschen, die man in verschiedene Soßen eintunkt.  Die Küche von Chaozhou ist eher süss und es werden viele Meeresfrüchte verwendet.

Im Osten wird das Essen von Shanghai geprägt, wo man in Suppen und Meeresfrüchten schwelgt. Die Gerichte sind oft sehr ölig. Hier wird beispielsweise „siulong bao“ gegessen. Das sind gekochte Fleischstückchen im Teig.

Sichuan ist das Zentrum der westchinesischen Küche, die Unmengen an scharfen Gerichten zu bieten hat. Von einem Kraut namens „chuancai“ wird einem sogar der Mund taub. Zu den bekannten Gerichten gehören hier „suancai yu“, eine Suppe mit einegelegtem Gemüse und Fisch, oder „shuizhu roupian“, Schweinefleischstücke die in einem Meer aus Chili und Kohlblättern gekocht werden.
Auch das Essen aus Henan und Hubei ist für seine Schärfe bekannt.

Getränke in China
Zum Essen trinken die Chinesen Wein, Bier oder auch einen starken, klaren Schnaps namens „baijiu“. Wörtlich übersetzt bedeutet das „Weißwein“. Der bekannteste dieser Schnäpse stammt aus Maotai. Der Stärkste Schnaps heißt „Erguotou“ und hat 65 Prozent.
Tee wird dagegen überall in China getrunken und vor allem auch zum essen. In China gibt es viele Teesorten wie beispielsweise den Chrysanthemen-Tee, den westlichen Tee, den grünen Tee, und den herrlichen Acht-Schätze-Tee, eine Mischung aus Blumenblüten und Knospen, der mit Kandiszucker gesüßt wird.
Kaffee hat in China keine Tradition. In den meisten Restaurants steht er zwar auf der Speisekarte, aber meist wird einem dann nur ein Instantkaffee vorgesetzt. Die Chinesen nehmen auch gerne eine Schale kochend heißes Wasser.
Fruchtsäfte sind in China weit verbreitet und Mineralwasser bekommt man überall im ganzen Land.

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Lohnunterschied der Chinesen deutlich niedriger als erwartet

von am 08 Feb. 2010, unter Nachrichten

Dem neuen Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, kurz OECD, nach zu folge sollten die Bemühungen der chinesischen Regierung deutlich mehr gewürdigt werden. Der Einkommensunterschied zwischen den Armen und Reichen des Landes verkleinerte sich in den vergangenen Jahren deutlich stärker als angenommen.

Im Bericht wird einerseits angedeutet, dass die Bemühungen um eines der schwierigsten sozialen Probleme, die Armut, weltweit immer mehr anerkannt würde. Dennoch stellen einige Experten den Bericht in Frage. Nach deren Meinung müsste die Regierung noch weit mehr an dem Problem arbeiten, um den Unterschied zwischen Arm und Reich zu reduzieren.

Weiter heißt es in dem Bericht, dass die steigenden Sozialinvestitionen für die Einwohner in eher ländlichen Gebieten und Provinzen, sowie die steigende Abwanderung der Bürger in die Städte dazu beisteuerten, die Ungleichheit im Land zu mindern. Dadurch das immer mehr Bewohner ländlicher Gebiete zur Arbeitssuche in die Stadt abwandern würde, sich ihr Einkommen dramatisch erhöht.

Ein Lehrbeauftragter am Institut für Bevölkerungs- und Arbeitwirtschaft erklärte wie es möglich war das man in der Vergangenheit kaum möglich war den Abfall der Ungleichheit in China der vergangenen Jahre zu messen. Der Einkommensunterschied ist sowohl von internationalen Organisationen als auch Regierungsforschern schlichtweg unterschätzt worden, weil man die Bewohner der ländlichen Gegenden, welche in die Städte gezogen sind, nicht mit einberechnet habe.

Seit dem Jahr 2004 gibt es in den Städten eine deutliche Knappheit an Arbeitskräften. Durch diese Knappheit hat sich der Lohn von rund 30 – 60 Euro auf immerhin 120 – 150 Euro gesteigert. Durch diesen Wandel hat China zweifellos einen gewaltigen Schritt in den vergangenen Jahren gemacht um den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen und sie aus der Armut zu holen. Wobei es keine Ebene der sozialen Schicht geben wird, die dabei benachteiligt wird, oder nicht an den Erfolgen dieser Entwicklung teilhaben kann.

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Die berühmte chinesische Terrakotta Armee

von am 07 Feb. 2010, unter Geschichte, Kultur

Als Bauern im Jahr 1974 in dem Dorf Xijang einen Brunnen gruben fanden sie nicht etwa Wasser sondern Terrakottascherben. Kurze Zeit später stießen sie auf die 2000 Jahre alte Terrakotta Armee die ein großes Erbe der Menschheit darstellt. Die Terrakotta Armee dokumentiert die Kunstfertigkeit und die Macht des Reiches auf eine faszinierende Weise.
Die Terrakotta Armee ist die Grabanlage des ersten Kaisers von China, Qin Shihuang. Da dieser Fund so unglaublich und wertvoll war wurde die Terrakotta Armee im Jahr 1987 von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.
Bis heute ist auch etwa nur ein viertel der Anlage komplett freigelegt.

Entdeckung der Terrakotta Armee
Im März des Jahres 1974 wurden die mittlerweile berühmten Tonfiguren von sechs Bauern aus dem Dorf Xijang entdeckt. Die Bauern versuchten wegen der großen Trockenheit einen Brunnen zu bohren und stießen am 29. März auf eine verbrannte und harte Erdschicht. Es kamen in etwa 4 Metern Tiefe einige Tonstücke zu tage. Darauf folgten ein mit Ziegelsteinen ausgelegter Boden, bronzene Armbrustmechanismen und bronzene Pfeilspitzen. Bis in die Kreisstadt Lintong verbreitete sich diese Nachricht sehr schnell. Der zuständige Beamte Zhao Kangmin, der für den Schutz alter Kulturgegenstände zuständig ist, reiste sofort mit einigen Sachverständigen an die Fundstelle. Bei den vielen Untersuchungen der lebensgroßen zerbrochenen Figuren ist festgestellt worden, dass die Fundstücke sehr wertvoll sind und aus der Qing Dynastie stammen. Im Kulturhaus der Stadt Lintong wurden die Figuren aufwendig restauriert und die Information über diesen Fund wurde erstmal unter Verschluss gehalten. Als ein Journalist der Zeitung Xinhua jedoch diesen Fund entdeckte schrieb er einen Bericht und somit konnte die Entdeckung vor der Bevölkerung Chinas nicht weiter verheimlicht werden. Eine Gruppe Archäologen reiste einige Monate später zu der Grabanlage und begann mit der genauen Untersuchung der Fundstelle. Unter dem Boden wurde in der Grabanlage des Kaisers eine Tonarmee mit vielen tausende Figuren entdeckt. Da die gebrannten Tonfiguren eine lange Zeit unter der Erde vergraben waren und dann Kontakt mit der Luft bekamen verloren sie in ganz kurzer Zeit ihren ursprünglichen Farbüberzug. Einigen Experten des Terrakottamuseums und auch einigen Experten aus Bayern gelang es erst Mitte des Jahres 2004 ein Verfahren zu entwickeln der zum Schutz diese Farbüberzugs dient.

Die Armee
Kaiser Qinshi Huangdi einte China erstmals unter der Qin Dynastie und nahm eine ganze Reihe gewaltiger Bauvorhaben in Angriff, darunter auch die Große Mauer. Von seinem Vorhaben wohl am besten erhalten ist die Terrakotta Armee, die ihm etwa 1 km östlich seines Grabhügels mit in die Ewigkeit gegeben wurde. Über ihre Existenz bestanden keine historischen Aufzeichnungen, sodass ihre Entdeckung auch aus diesem Grund als eine der größten archäologischen Sensationen des 20. Jahrhunderts gilt. In der Geschichte Chinas nimmt sie zweifellos eine Sonderstellung ein.
In drei Schächten in sechs Metern Tiefe unter dem heutigen Bodenniveau wird eine Armee von etwa 7000 lebensgroßen Soldaten, 600 Pferden und von 100 hölzernen Kriegswagen vermutet, von der ein Teil bereits freigelegt wurde und der im Museumskomplex besichtigt werden kann. Alle Krieger der Terrakotta Armee sind zwischen 1,80 und 2 Meter groß. Alle waren ursprünglich mit funktionstüchtigen Waffen ausgestattet: Lanzen, Dolchäxte, Streitkolben oder Schwerter aus Bronze oder Eisen und Armbrüste aus Holz. Die Soldaten und Pferde wurden aus gelbem Ton geformt und nach dem Brennen bemalt. Leider sind die lebhaften und farbenprächtigen Malereien alle verblichen.

Der Schacht I
Die Hauptarmee, 7000 Soldaten und einige Quadrigen (Viergespann), stehen in Schacht I. Die einzelnen Reihen mit Figuren sind durch Wände getrennt, die an die zweieinhalb Meter dick sind. Höher gelegte Wege führen zwischen den Mauern hindurch, sodass man von oben auf die Soldaten hinunterschaut. Das Fotografieren ist hier verboten.
Die Soldaten blicken nach Osten, also vom Grab des Kaisers weg. Einige Terrakotta Pferde hatten früher ein Geschirr mit Messingbeschlägen und zogen vermutlich Karossen, die aus Holz gewesen sein müssen und natürlich schon lange nicht mehr existieren. Im hinteren Bereich des Schachts sieht man Bruchstücke weiterer Figuren. Die Archäologen bemühen sich nun, wie in einem Puzzlespiel aus den Einzelteilen die passenden Stücke zu ergänzen. Betrachtet man die einzelnen Soldaten genauer, stellt man fest, dass jeder einen individuellen Gesichtsausdruck hat. Die Figuren sind von den Beinen aufwärts hohl. Die Hände und der Kopf müssen jeweils separat modelliert und dann mit dem Körper verbunden worden sind.

Der Schacht II
Aufgestellt sind hier Streitwagen, Kavallerie und Figuren der Infanterie, doch sieht man auch die ursprüngliche Dachkonstruktion die aus Deckenbalken und Flechtmatten bestehen. Die Ausgrabungsarbeiten hier dauern an, die meisten Schätze sind noch im Boden verborgen.

Der Schacht III
Im vollständig freigelegten Schacht 3 stehen 68 Soldaten und eine Quadriga (Viergespann). Bei den Figuren handelt es sich offensichtlich um Offiziere höheren Rangs, weil sie aufwändiger gekleidet sind als das Fußvolk in Schacht I. Vermutlich handelt es sich um den Kommandostab dieser Armee des Jenseits.
An den Wänden sind ferner exzellente und interessante Fotos zu sehen, die während der Ausgrabungsarbeiten in den 70er Jahren aufgenommen wurden.

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Der Shaolin Tempel, ein Synonym für das chinesische Kung Fu

von am 06 Feb. 2010, unter Kampfsport, Kultur

Die kämpfenden Mönche des Shaolin Tempels sind ein Synonym für das chinesische „gongfu“. Von morgens bis abends sind die Mönche hier mit der buddhistischen Lehre und dem Kampfgeist beschäftigt. Die Spiritualität hier hat schon die Phantasie vieler angeregt und auch den Stoff für so manchen Film geliefert.

Der Shaolin Tempel liegt im Songshan Gebirge zwischen Luoyang und Zhengzhou und wurde im 5. Jh von einem Mönch mit dem Namen Ba Tuo gegründet, einem Experten in Sachen Kampfkunst. Einer seiner beiden Schüler, Seng Chou, konnte mit einem einzigen Satz auf das Dach des Hauses springen.

Hodhidharma, der indische Mönch auf den die buddhistische Zen (Chan) –Sekte zurückgeht, kam 527 zu Besuch. Er entwickelte für die Mönche eine Reihe von Körperübungen, die sie nach den langen Sitzperioden der Meditation ausführen sollten. Der Grundstein für „wushu“, die Kampfkunst, war gelegt.

Im Gegensatz zu Karate, Teakwondo oder Kickboxen vermittelt die Variante hier Spiritualität und einen Lebensstil.

Der Tempel zeigte sich künstlerischen und etwas extravaganten Mönchen gegenüber offen, die in anderen Klöstern abgelehnt wurden.

Er avancierte auch zum Zufluchtsort für Hunderte von Soldaten. Militärs und Banditen die oft in Kampfsportarten ausgebildet waren. Sie alle trugen dazu bei, den Tempel vor drohenden Überfällen zu schützen. Gleichzeitig stieg er in der kaiserlichen Gunst und gelangte zu Wohlstand.

Die Mönche des Shaolin Klosters wurden oft gebeten, für den Hof zu kämpfen und es wurde eine Armee von Mönchsoldaten ins Leben gerufen. Während der Ming Dynastie hatten die Mönche ihren großen Ruhm erreicht, unter der Qing Dynastie ging es dann bergab. Der Tempel wurde zigmal geplündert und niedergebrannt, auch von den Roten Garden in den 70er Jahren.

Heute kommen Tausende von Möchtegern Mönchen ins Kloster, um dort einen Schnellkurs in Selbstverteidigung zu besuchen. Der Verwaltung war bald klar, dass man damit gut Geld machen konnte und der Tempel öffnete sich den Massen.

Und so hat so mancher Bodyguard hier diese todbringende Kunst studiert.

Rund um den Tempel sind die Kampfsportschulen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Viele Fremde machen einen Kurs in der Hoffnung, zum zweiten David Carradine zu werden, dem Star der Fernsehserie Kung Fu.

Jedes Jahr pilgern Tausende von „gongfu Fans“ zum Shaolin Tempel. Einige erweisen Bodhidharma ihre Ehre, andere lassen sich eher von Bruce Lee oder Jet Li leiten und wieder andere sind einfach nur neugierig. Hinter dem Blitzlichtgewitter der Fotoapparate  und den Souvenirläden steht jedoch ein herrliches Bauwerk. Und bis heute ist der Shaolin Tempel die Heimat fernöstlicher Kampfkunst.

Der Tempel

Im Haupthof wimmelt es nur so vor Stellen, die alle vom weltweiten Einfluss des Shaolin Tempels zeugen. Im Haupttempel sind drei goldene Buddhas sowie ein Bildnis von Damo zu sehen. Damo war zwar ein bisschen durch einen Samtvorhang rechts verdeckt, doch kann man ihn an seinem Bart und den indischen Zügen erkennen.

Im hinteren Bereich des Klosters liegt der „Im Schnee stehende Pavillon“, wo sich der Mönch Huihe den Arm abgeschnitten hat, um besser mit dem Wesen des Chan bzw Zen Buddhismus in Kommunikation treten zu können. In der „Wenshu Halle“ daneben ist ein Stein untergebracht, dessen Oberfläche die Gestalt eines Bodhisattvas (nach höchster Erkenntnis strebende Wesen aus dem Mahayana Buddhismus) hat.

Der „Pilu Pavillon“ dahinter weist viele Wandmalereien auf. Beeindruckender sind jedoch die Fußabdrücke, welche die Legionen kämpfender Mönche hinterlassen haben.

Der „Guanyin Tempel“ rechts lässt die berühmten Fresken mit Mönchen beim Kampfsport sehen.

In der „Chuipu Halle“ sind Figuren in verschiedenen Meditationshaltung und Kampfesposen ausgestellt. Verschiedene Kampfsportarten werden gezeigt, darunter die martialische „Luohan Faust“ benannt nach dem bekannten Luohan aus der buddhistischen Mythologie.

Leider betteln heute manche Mönche die Touristen an, der Großteil pflegt allerdings weiter diszipliniert die asketische Kampfeskunst, selbst wenn der Kommerz im Tempel blüht.

Der berühmte Pagodenwald (Ta Lin) befindet sich 200 Meter den Berg hinauf, auf der Eintrittskarte ist ein Lageplan. Jede der kleinen Pagoden erinnert an einen der ehrenswerten Mönche, die hier beerdigt sind.

Da es am Wochenende im Shaolin Kloster extrem voll ist, empfiehlt es sich an einem Wochentag zu kommen.

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Li Bai schaffte mit seiner Poesie Maßstäbe für Jahrhunderte

von am 05 Feb. 2010, unter Geschichte, Kultur

Der größte „Dichterfürst“ der Tang Zeit setzte mit seinem Schaffen Maßstäbe für Jahrhunderte. Seine wundervolle Poesie wird bis heute auswendig gelernt. Li Bai wurde im Jahr 699, zur Zeit der größten Westausdehnung Chinas, vermutlich im heutigen Kirgistan als Sohn eines Chinesischen Kaufmanns geboren, wuchs jedoch in Sichuan auf. 742 kam er wegen seines unerhörten Talents an den Kaiserhof, wo er aber nicht lange blieb. Die meiste Zeit führte er das unstete Wanderleben eines genialen Bohemiens. 762 starb er, angeblich als er stockbetrunken das Spiegelbild des Mondes im Wasser umarmen wollte. Se non è vero, è ben trovato. (“Wenn man dem Esel den Kopf wäscht, vergeudet man Zeit und Seife.”)

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Um 2040 wird China ein mittelentwickeltes Land sein

von am 04 Feb. 2010, unter Nachrichten

Bei dem aktuellen Tempo mit welchem sich China immer mehr weiterentwickelt und modernisiert, wird es aller voraussichten nach spätestens im sich Jahr 2040 mit den westlichen Standards messen können.
Die Akademie der Wissenschaften in Peking veröffentlichte zu Ende Januar einen Bericht namens „China Modernization Report 2010“. Aus diesem ergibt sich das China in den Jahren zwischen 1990 – 2005 mit einem durchschnittlichen zweiten chinesischen Modernisierungsindex von 3,5 Prozent schneller in der Modernisierung voranschreitet wie der Rest der Welt. Wenn die Werte auch in den folgenden Jahren gleich bleiben, so zeigen die Hochrechnungen das China im Jahr 2040 bereits ein mittelentwickeltes Land sein wird.

Um ein mittelentwickeltes Land zu werden müssen folgende Kriterien erfüllt sein:
Das jährliche Durchschnittseinkommen der Einwohner muss über einem Wert von 20.000 US-$ liegen (ca. 14.000 Euro), ebenso sollten die Schlüsselwirtschaftsindikatoren unter den 40 bestplatzierten der Welt liegen. Die Soziale Versorgung (Alters- und Gesundheitsversorgung) sollte 100% der Einwohner abdecken, etwa 80% der Bevölkerung müsse in Städten leben und mit diesen Voraussetzungen sollte auch die Lebenserwartung bei mehr als 80 Jahren liegen. Der Human Development Index (kurz HDI) sollte sich unter den ersten 20 Plätzen der am größten entwickelten Ländern einsortieren. Das Wachstum der Wirtschaft wird der Umwelt nicht weiter schaden und die Lebensqualität der Bevölkerung ist mit den großen weit entwickelten Ländern gleichzusetzen.

He Chuanqi, der Chef des Zentrums für Modernisierungsforschung, erklärte bereits, dass die Modernisierung des Landes bereits in der Mitte des 19. Jahrhundert begonnen hätten. Nun nach über 100 Jahren entwickele sich China von einem Entwicklungsland zu einem Schwellenland. Dabei sei auch festzuhalten das China bereits vier Fünftel der ersten Modernisierungsphase vollendet hat; Hongkong, Peking, Macao und Taiwan erreichen bereits sogar die zweite Modernisierungsphase. Manche der Indikatoren von Peking und Shanghai sind sogar mit denen Italiens zu vergleichen, existieren hier bereits beide Entwicklungsphasen, so sind sie aber noch ungleich verteilt. Die Modernisierung der Volksrepublik China sei einer der wichtigsten Teile der globalen Modernisierung, da es sich bei der Modernisierung des Landes gleichzeitig auch um den größten Teil der Menschheit handle.

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Die Sehenswürdigkeiten von Tibet und der Stadt Lhasa

von am 02 Feb. 2010, unter Kultur, Städte

Die Stadt Lhasa ist Hauptstadt der Autonomen Region Tibet (ART) und ebenfalls das kulturelle und religiöse Zentrum der Provinz. Lhasa wird auch „das Dach der Welt“ genannt, da die Stadt auf einer Höhe von über 3500 Metern, auf dem fruchtbarsten Landstrich des Hochplateaus von Tibet, liegt. In Lhasa findet man weder Industriegebiete noch übervolle Strassen oder mit Musik lärmende Geschäfte, obwohl es etwa 150.000 Einwohner in Lhasa gibt. Somit ist die Stadt die bevölkerungsreichste der Provinz und auch größtenteils noch unverändert geblieben so wie noch vor vielen Jahrzehnten.
Der Potala Palast blickt auf die Stadt herab, die von den Han-Chinesen gestürmt, jedoch nicht geplündert werden konnte. Auch die zauberhaften Tore und unzähligen Tempel von Lhasa, allem voran der legendäre Jokhangtempel führen ins geheimnisvolle Reich des tibetischen Buddhismus.

Der Potala Palast
Das wirklich auffälligste und prächtigste Bauwerk in Tibet ist wohl der Potala Palast. Wie eine gewaltige Burg thront der Palast auf dem Roten Berg und beherrscht so das Stadtbild von Lhasa. Einst war er mal die Winterresidenz des Dalai Lama und gilt heute als das Symbol für Lhasa.
Seinen Namen hat der Palast vom Berg Potalaka, dem heiligen Zuhause des Bodhisattvas der Gnade, Avalokiteshvara, der in China als Göttin Guanyin verehrt wird.
Der Potala-Palast besteht aus zwei Teilen, dem Weißen Palast (1645 – 1653 erbaut) und dem Roten Palast (1690 – 1693 erbaut).
Der äußere, weitläufigere Teil, der Weiße Palast, diente dem Dalai Lama als Residenz im Winter sowie als Regierungssitz.
Der Rote Palast im Innern ist ein herrliches Reich aus Tempeln und spirituellen Gebäuden.
Die gewaltigen Mauern, die den labyrinthartigen Palast mit seinen tausend Räumen umgeben, sind an den Südecken mit Wachtürmen bewehrt.
Der Grundstein zum Palast wurde im 7. Jh gelegt, doch sind aus diesem Tagen nur noch wenige Strukturen erhalten. Unter dem 5. Dalai Lama erfuhr das Gebäude im 17.Jh einige bedeutende Umbauten, in der Zeit nämlich, als  Lhasa wieder die Hauptstadt von Tibet wurde. Im 18. Jh wurde die Anlage erweitert und im 20. Jh grundlegend renoviert. Die Wirren der Kulturrevolution überstand der Palast dann weitgehend unbeschadet.

Der Jokhangtempel
Eines der ältesten Gebäude in Lhasa ist der labyrinthartige Jokhangtempel, der heiligste in Tibet. Der Tempel entstand 647 nach den strengen Prinzipien der Geomatik und wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach verschönt und restauriert.
Die Kulturrevolution fügte ihm größten Schaden zu. Heute quillt der von Kerzen erhellte Tempel vor Kunstwerken beinahe über.
Er gliedert sich in ein inneres und ein äußeres Heiligtum. Den rechteckigen inneren Jokhang umgibt ein heiliger Ritualweg, Nangkor, mit Gebetsrädern. Der innere Jokhang selbst besteht aus Kapellen und Hallen, es gibt überaus wertvolle Schriften in mehreren Stockwerken. Seine goldenen Dächer kann man besichtigen.

Sichuan, Tibet Plateau und Barkhor
Weitere Kapellen und Hallen umgeben den äußeren Jokhang. Am Rand der Barkhor, ein heiliger Umwandlungsweg für Pilger, liegt hier, die den Tempel im Uhrzeigersinn umrunden. Man findet hier auch viele Marktbuden, wo man ein Gebetsrad oder einen doppelten „dorje“, eine Art Zepter, erstehen kann und natürlich die üblichen Händler und Schlepper sind hier auch zu finden.

Der Norbulingka Palast
Dieser Palast und sein Park war die ehemalige Sommerresidenz des Dalai Lama. Der Palast liegt in der westlichen Vorstadt von Lhasa und etwa 1,5 km vom Potala Palast entfernt. Norbulingka bedeutet auf Tibetisch „der Schatzgarten“. Der Park hat eine Fläche von mehr als 350.000 m². Auf dem Gelände des Parks befinden sich mehrere Paläste, eine Oper, heilende Quellen, viele Pavillons, Regierungsgebäude und ein Zoo. Genau wie auch der Potala Palast wurde er im Laufe der Zeit erweitert.

Der Ramoche Tempel
Das zweitwichtigste religiöse Gebäude in Tibet ist der Ramoche Tempel und ist in der Altstadt von Lhasa zu finden. Der Tempel war damals der Aufenthaltsort der Jowo Shakayamuni. Jokhang und Ramoche tauschten damals aus Sicherheitsgründen ihre heiligsten Statuen. Somit sieht man heute im Ramoche Tempel die „Jowo Mikyö Dorje“ (vergoldete Bronzestatue). Es gibt aber noch viele weitere und sehr wertvolle Statuen und Figuren im Tempel zu sehen.
Als der Tempel damals abbrannte, wurde er wieder neu aufgebaut, von den Mongolen wieder zerstört. In den 80er Jahren wurde der Ramoche Tempel komplett renoviert und ist bis heute noch im sehr guten Zustand.

Das Drepung Kloster
Im 15. Jh wurde das Drepung Kloster etwa 8 km nördlich von Lhasa gegründet.
Einst lebten in diesem größten Kloster der Welt 10.000 Mönche. Die Anlage überstand die Flammen des Bürgerkriegs, Mongoleneinfälle und die Kulturrevolution. Heute sind hier allerdings nur noch etwa 500 Mönche zu Hause. Die Anlage besteht aus vielen Hallen und Kapellen, darunter die Versammlungshalle mit einem goldenen Dach. Am heiligsten ist der Jampa Tongdroi Lhakhang mit einem 15 Meter großen Maitreya-Buddha.
Erbaut hatten die Anlage die Anhänger der Gelbmützensekte im typisch tibetischen Stil. Es war das Zentrum der Sekte.

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Chiang Kaishek, der einst mächtigste Mann Chinas

von am 31 Jan. 2010, unter Geschichte, Kultur

Der für ein Vierteljahrhundert mächtigste Mann Chinas ist im Westen, ähnlich wie sein Mentor Sun Yatsen, mit der kantonesischen Form eines seiner Beinamen bekannt. Chiang (eigentlich Jiang Jieshi) wurde 1887 nahe Ningbo (Provinz Zhejiang) in eine Kaufmannsfamilie geboren. Er schlug die Soldatenlaufbahn ein, studierte in Japan und schloss sich 1911 der republikanischen Revolution an. 1923 avancierte er zum Generalchef der Nationalpartei Guomindang und bald darauf zum Leiter der Militärakademie Whampoa, die die militärische Wiedervereinigung Chinas vorbereiten sollte. Nach dem Tod Sun Yatsens wurde er dessen Nachfolger. Tatsächlich gelang es Chiang 1927/28, China weitgehend wieder zu einem, doch scheiterte er mit seinen blutigen Versuchen, die kommunistische Bewegung auszumerzen. Gegenüber Japans militärischer Aggression reagiert er konzeptionslos. In der Kriegshauptstadt Chongqing überstand er den Zweiten Weltkrieg nur dank amerikanischer Unterstützung, und dank der Ehe mit Meiling Song, die aus einer der reichsten Familien Chinas stammte. Ihre Schwester Qingling Song war ab 1915 mit dem 30 Jahre älteren Präsidenten Sun Yatsen verheiratet. Nach 1945 verspielte Chiang die neue Macht durch die extreme Korruption in seiner Regierung. Nach der Flucht nach Taiwan (1949) etablierte er dort eine stabile Entwicklungsdiktatur. Chiang starb 1975 in Taipei.

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Chinas zerstörtes Kulturerbe in Dujiangyan wird restauriert

von am 30 Jan. 2010, unter Kultur, Nachrichten

Die durch das Sichuan Erdbeben beschädigten Gebäude in der Stadt Dujiangyan werden repariert! Bis spätestens September 2010 sollen alle arbeiten abgeschlossen sein. Die Regierung hat für den wiederaufbau der Stadt 950.000.000 Yuan bereitgestellt. Aus ganz China helfen unzählige Wissenschaftler und Arbeiter beim wiederaufbau.
Die im Nordwesten der Stadt Chengdu liegende Stadt Dujiangyan liegt etwa 17,5 Meilen entfernt vom damaligen Epizentrum des Erdbebens, welches am 12. Mai 2008 die verheerenden Zerstörungen anrichtete.
Dujiangyan ist aufgrund seines Dujiangyan Damms welcher aus der Qin Dynastie stammt, sowie den Erwang Tempel und Fulong Tempel sehr bekannt und kann damit auf eine über 2000 Jahre zurückreichende Geschichte blicken.
Bereits 6 Tage nach dem Erdbeben konnten Wissenschaftler einen Bericht vorlegen welcher die Schäden dokumentierte und bereits im Juni begann das Wiederherstellungsprojekt.
Geschätzte 400 Mitarbeiter aus dem Amt für den Schutz des kulturellen Erbes von China aus den Provinzen Fujian und Guangxi nahmen an den Maßnahmen teil. Die Bauleiter kommen aus dem Cultural Heritage Protection Research Center des Pekinger Tsinghua Urban Planning and Design Institutes.
In der ersten Phase des Bauprojektes werden alle Fundamente der bereits existierenden Gebäude verstärkt. In der zweiten Phase werden dann alle eingestürzten Gebäude wieder repariert werden. Der Erwang Tempel wurde zur Hälfte wieder hergestellt, wohingegen der Fulong Tempel bereits komplett restauriert wurde.
Um die Stadt gemäß ihrem Ursprung zu restaurieren werden weitestgehend nur Natürliche und Originalmaterialien genutzt. So wurde der Anstrich der Gebäude nicht mit normaler Chemischer Farbe gemacht, sondern es wurde ein kostspieligerer Anstrich aus den einheimischen Bäumen genutzt, der zudem auch schwieriger war anzubringen. Dafür aber wird der Glanz der Gebäude für längere Zeit erhalten bleiben.

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Allgemeine Informationen über China

von am 29 Jan. 2010, unter Allgemeines

Einreise nach China
Einreisen ist in China nur mit einem durch in China ausgestelltes Visum möglich. Zusätzlich ist ein Merkblatt das in den Chinesischen Botschaften angefordert werden kann von Nöten. Beantragte Visa brauchen im normal Fall ca. 2-3 Wochen Bearbeitungszeit. Wobei es helfen soll wenn man einen frankierten Umschlag beilegt. Einfacher ist es bei Gruppenreise wo dies vom Veranstalter übernommen wird. Aber auch hier neige ich dazu es einmal selber zu überprüfen damit es keine Überraschungen bei der Einreise in China gibt.

Sprache in China
Die Amtssprache in China ist Mandarin. Außerdem wird neben zahlreichen regionalen Dialekten Kantonesisch (Yue), Fukienesisch, Xiamenhua sowie Hakka gesprochen. Die autonomen Regionen Chinas sprechen eigenen Sprachen (beispielsweise Tibetisch oder Mongolisch). Geschäftsleute und Reiseleiter in China sprechen auch sehr gutes Englisch. Somit dürfte ein Verständigungsproblem entfallen.

Staatsform in China
China ist eine sozialistische Volksrepublik. Die Verfassung stammt aus dem Jahr 1982 und die letzte Änderung wurde im Jahr 1999 vorgenommen. Das Parlament besteht aus einer Kammer, dem Nationalen Volkskongress (Quanguo Renmin Daibiao Dahui) mit 2.987 Mitgliedern, die alle 5 Jahre von Provinzparlamenten, autonomen Gebieten sowie Städten und der Volksbefreiungsarmee gewählt werden. Die bestimmende politische Macht in China ist die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) mit dem Ständigen Ausschuss des Politbüros, dem Partei-Generalsekretär und weiteren sechs Mitgliedern als oberstes Entscheidungsgremium.

Verwaltungsgliederung in China
Es gibt 23 Provinzen (sheng): Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guizhou, Hainan, Hebei, Heilongjiang, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Jilin, Liaoning, Qinghai, Shaanxi, Shandong, Shanxi, Sichuan, Yunnan, Zhejiang sowie Taiwan (das von China als 23. Provinz beansprucht wird).

Es gibt 5 autonome Regionen (zizhiqu)
Guangxi, Nei Mongol, Ningxia, Xinjiang Uygur, Xizang (Tibet)

Es gibt 4 regierungsunmittelbare Städte (shi)
Peking, Chongqing, Shanghai, Tianjin

Es gibt 2 Sonderverwaltungszonen
Hongkong und Macao

Währung in China
Die Währung in China ist der Renminbi. Die Einheit ist der Yuan, der sich in 10 Jiao und 100 Fen unterteilen lässt.
Noten und Münzen in der Landeswährung (Renminbi ¥uan) dürfen bei der Ein- und Ausreise bis zum Betrag von 6000 Yuan mitgeführt werden.

Zeitverschiebung
In China gilt: MEZ + 7 Std. Da ab etwa Mitte April bis ca. Mitte September in China ebenfalls Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitunterschied erhalten, nur während der kurzen Zeit gilt MEZ + 6 Std.

Klimazonen in China
Durch die Größe des Landes bedingt, gibt es verschiedene Klimazonen:
Im Nordosten im Gebiet Shenyang/Harbin liegt die Durchschnittstemperatur im Januar bei -12 bzw. -19 Grad, im Sommer bei 21-25 bzw. 20-23 Grad.

In Peking liegen im Januar und Februar die Durchschnittstemperaturen bei -4,6/-2,2 Grad. Sogar Schneefall ist bis März möglich. Im Mai bis August liegen die Temperaturen bei 20 bis etwa 26 Grad im Durchschnitt. Heiße Sommer und hohe Luftfeuchtigkeit gibt es dann. Der Frühling und Herbst sind hier die beste Reisezeit. Im Juli und August gibt es starke Regenfälle.

Die Städte Chongqing, Nanjing und Wuhan am Gelben Fluss sind im Sommer sehr heiß und es gibt dort starke Regenfälle.

In Shanghai gibt es ganzjährig hohe Luftfeuchtigkeit. Der heißeste Monat ist der August mit Temperaturen um 35 Grad. Von Dezember bis März ist es verhältnismäßig kühl (im Schnitt 4-8 Grand). Mit Regen kann man hier immer rechnen.

Im Süden des Landes (ab Xiamen, in Guilin, Guangzhou) ist das Klima fast subtropisch. Die Temperaturen während der Wintermonate liegen nie unter 10 Grad und im Sommer ist es sehr heiß (ca. 30 Grad) Ganzjährig herrscht hier eine hohe Luftfeuchtigkeit. Der wenigste Regen fällt von Dezember bist Januar.

Hotels
Hotels gibt es in China in Hülle und Fülle und auf jeden Fall für jeden Geldbeutel. Die Hotels lassen sich in verschiedenen Kategorien unterteilt. Es gibt die Superior Hotels, die Deluxe Hotels und die Super Deluxe Hotels von internationalem Niveau. In Großstädten finden sich die Hotels mit hohem internationalem Standard. In ländlichen Gebieten und Touristisch wenig erschlossenen Orten müssen einfache Unterkünfte akzeptiert werden

Sprachen und Schriften
Chinesisch (im Westen als Mandarin bekannt) ist die in ganz China verwendete Sprache. Die chinesische Schrift hat eine Geschichte von mehr als 6.000 Jahren.
Neben Chinesisch existieren viele Dialekte, die von den 55 Minderheiten verwendet werden und in Autonomen Gebieten auch als Amtssprache zugelassen sind.
Die Geschäftleute in China sprechen flüssiges Englisch, denn Englisch gilt in China auch als Geschäftssprache. Außerhalb der Geschäftswelt und in den Touristenzentren muss man aber mit keinen oder nur sehr geringen Englischkenntnissen rechnen.

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Behörden in Peking stellen wieder mehr Visa aus

von am 28 Jan. 2010, unter Allgemeines, Nachrichten

Aller vorhersagen nach zu Urteilen werden die Pekinger Behörden in diesem Jahr eine neue Rekordzahl an neuen Visa Anträgen und Erneuerungen genehmigen. Das sagte zumindest das Immigrationsbüro für öffentliche Sicherheit. Voraussichtlich werden die Genehmigungen um etwa 10% den bisherigen Rekord des Jahres 2007 übertreffen, in welchem rund 210.000 Visa ausgestellt wurden. Aufgrund der Militärparade und Olympia wurden in der jüngsten Vergangenheit die Restriktionen deutlich schärfer behandelt.

Laut einem Sprecher des Immigrationsbüros im Pekinger Amt für öffentliche Sicherheit heißt es das der Anstieg auf die stark wachsende Wirtschaft zurück zu führen sei. Durch diese würden mehr Menschen eine Anstellung in Peking suchen.

Die Vorhersagen schätzen das mindestens 200.000 neue Visa beantragt werden, wobei davon auch ein sehr großer Teil den ausländischen Studenten zuzuschreiben ist, welche in China einen Studienplatz erhoffen. Dies gilt jedoch auch für Businessvisa und Reisevisa.
Die zurückliegende Verschärfung der Richtlinien sei Ziel und Teil einer Landesweiten Kampagne gewesen um die Sicherheit während der Militärparade und den Olympischen Spielen zu gewähren. Die meisten der Ablehnungen wurden laut Aussage eines Sprechers nur wegen fehlerhafter oder gar falscher Identifikation ausgesprochen, oder aber wegen Verstößen gegen spezifische Reglungen der Regierung. Dieses Jahr hingegen werden die Mehrheit aller Anträge jedoch wieder akzeptiert.

Der Leiter der ausländischen Beratungsfirma „Cross Search International“ lebt aufgrund einer Vollzeitanstellung seid 2007 in China. Um ein neues Visum zu erhalten nutzt er ein auf Visa spezialisiertes Unternehmen. Zwar habe er keinerlei Probleme bisher gehabt ein Visum zu erhalten, doch berichtet er davon dass es nicht leichter wird, sonder vielmehr immer schwieriger ein Visum zu erhalten.
Aktuell leben weit mehr als 110.000 Ausländer längerfristig in Peking. Von diesen Ausländern kommen die meisten aus Südkorea und den USA laut einer neusten Studie. Täglich besuchen weit mehr als 10.000 die chinesische Hauptstadt.

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Sehenswürdigkeiten in Xian

von am 25 Jan. 2010, unter Kultur, Städte

In der Chinesische Geschichte und auch heutzutage noch ist die Stadt Xian eine der wichtigsten Städte in China. Die Ehrwürdige, ewige Stadt Xian zählt zum Besten, was China zu bieten hat, und kann auf mythologische Ursprünge zurückblicken. Einige Wissenschaftler behaupten sogar, dass die Stadt schon blühte, als die chinesische Zivilisation gerade begonnen hatte. Die Seidenstrasse nahm hier ihren Anfang, und so brachten Abgesandte aus dem Ausland einen Hauch vom Islam ins Land.
Während der Tang Dynastie war die Stadt die wichtigste Station der Seidenstrasse und über mehr als 1000 Jahr lang war Xian sogar die Hauptstadt für 12 Dynastien.
Wegen dieser langen Geschichte gibt es in Xian heute noch viele Kunstdenkmäler, alte Ruinen und Tempel, kaiserliche Mausoleen und Gartenanlagen. Auch kann man viele Türme und Lauben, Pavillons, Gedenkbögen und Steingravuren in Xian besichtigen. Heute ist Xian die Hauptstadt der Provinz Shanxi und eines der wichtigsten Industrie- und Wissenschaftszentren Chinas.

Die Stadtmauer
Eines der ältesten militärischen Befestigungen der Welt ist die Stadtmauer. Sie ist mit 12 km die vollständigste erhaltene Stadtmauer Chinas und wurde während der Ming Dynastie (1368 – 1644) erbaut. Der Baubeginn war im Jahre 1370, dem 3. Jahr der Regierungsperiode Hongwus. Das Bauende war im Jahr 1378. Die Stadtmauer ist etwa 12 meter hoch, 5-12 Meter breit und umschließt die Stadt Xian rechteckig. Die Basis der Mauer ist sogar 15 bis 18 Meter breit.

Die Terrakottaarmee
Die größte archäologische Entdeckung und somit auch das kulturhistorischste Relikt des 20. Jh. ist die Terrakottaarmee. Diese Armee war vor 2200 Jahren eine Grabbeigabe des Ersten Chinesischen Kaisers Qin Shihuangdi. Schon in den anfängen seiner Herrschaft ließ er sich eine gigantische Grabanlage schaffen, die von einer Armee aus Tonsoldaten für alle Zeit bewacht werden sollte. In dieser unterirdischen Anlage können Touristen etwa 8000 lebensgroße Soldaten aus Terrakotta, mehr als 500 Tonpferde, über 150 aus holz gefertigte Kriegswagen und Waffen aus Bronze bestaunen. Im Jahr 1974 wurden diese Figuren aus Ton von eine Bauern entdeckt und werden als das 8. Weltwunder bezeichnet.

Die große Wildganspagode
Dieser Tempel stellt einen markanten Meilenstein in Xian dar und liegt südlich der Stadt. Die Pagode wurde ursprüngliche vom Kaiser Gao Zong im Jahr 648 v. Chr zu Ehren seiner Mutter, der Kaiserin Wende, gebaut. In der Tang Dynastie war dieser Tempel in Changan (so hieß Xian damals) der berühmteste Tempel. Im Haupttempel kann man sehen wie drei Buddhastatuen von 18 Luohan (erleuchtete Mönche) flankiert.
Der berühmte Mönch Xuan Zang (602-664) der Schriften aus Indien sammelte stand dem Tempel vor. Die große Wildganspagode wurde errichtet, um die Hunderte von buddhistischen Schiffen aufzubewahren und zum Schutz für die 657 Bände buddhistischer Schriften. In der Tang Zeit wurde sie unter der Regierung der Kaisering Wu Zetian der damaligen Mode entsprechend als viereckige Steinpagode umgebaut und hat sieben Stockwerke.

Die kleine Wildganspagode
In dieser kleinen Wildganspagode, an der Youyi Yil, ein Stück südlich der Stadtmauer, gibt es weniger zu sehen. Sie wurde im 8. Jh gegründet. Ursprünglich hatte die Pagode 15 Stockwerke. Die beiden oberen fielen aber einem Erdbeben zum Opfer und auch ein Stück vom Dach des eleganten Gebäudes stürzte dabei ein. Man kann auf die Pagode hinaufsteigen um einen tollen Blick über die Stadt zu genießen. Aber Achtung… sie ist über 40 Meter hoch!

Das Banpo Museum
Im Jahr 1953 wurden am östlichen Stadtrand die Spuren eines Dorfes der neolithischen Yangshao-Kultur entdeckt. Das ist eine Vorstufe der chinesischen Kultur. Auf einer Fläche von über 4000 qm großen und zum größtenteils überdachten Stätte kann man die Grundrisse von etwa 100 Wohnhäusern und Töpferwerkstätten zu sehen.

Huaqing Chi / Thermalquellen
Etwa 30 km östlich von Xian gelegen, in einem großen Park am nördlichen Fuß des Huanshan Gebirges findet man das Huaging Bad. Diese Thermalquellen enthalten viele Mineralien und seltene Elemente die heilend bei vielen Krankheiten wirken. Es war schon damals im Altertum ein besonders beliebtes Ausflugsziel für die chinesischen Kaiser. Besonders der Kaiser Xuan Zhong ging im Winter oft mit seiner Konkubine Yang hier her. Auch heute noch kann man in dem 43 °C heißen Mineralwasser baden.

Der Glocken/Trommelturm
Eines der bekanntesten und besterhaltensten Türme in China ist der Glockenturm.
Er wurde 1384 im Yingxiang Tempel gebaut. Glocken und Trommel verkündeten damals die Tages- und Nachtzeiten. Seit dem Jahr 1582 steht der Glockenturm im Zentrum der Stadt. Die Hauptstrassen führen von den Stadttoren auf ihn zu. Auf dem Turm oben hängt noch die große Glocke und an jedem Tag gibt es dort mehrmals täglich klassische chinesische Musikkonzert. Am Westlichen Ende eines neu angelegten Platzes steht der älter Trommelturm.

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Drei-Schluchten-Damm in China

von am 24 Jan. 2010, unter Nachrichten

Erneut müssen etwa 300.000 Menschen nahe dem Drei-Schluchten-Damms umgesiedelt werden, damit wären es dann knapp 1,438 Millionen Menschen die für den Damm ihre Häuser verlassen müssen. Der Staudamm welcher gleichzeitig das größte Wasserkraftwerk der Welt ist gehört zum Plan des Landes saubere und vor allem billige Energie zu erzeugen, als auch Hochwasser und Dürre zu verhindern.

Im Jahr 1992 wurde mit dem Bau des Wasserkraftwerkes begonnen und nach gut 14 Jahren im Jahr 2008 fertig gestellt, sodass es nun seid rund 2 Jahren in der Lage ist Strom zu erzeugen. In der ersten Phase der Umsiedlung wurden bereits weitgehend alle Chinesen der Provinz Hubei und Chongqing umgesiedelt heißt es in einem Regierungsbericht.

“Ein Ökogelände beziehungsweise eine Pufferzone, das neben dem Stausee gebaut werden soll, um die Wasserqualität des Jangtse-Stausees zu verbessern und die Verschmutzungen durch die in der Nähe lebenden Menschen zu reduzieren, wartet noch auf die Genehmigung” heißt es laut dem städtischen Kongress Abgeordneten Hu Jiahai. “Darüber hinaus müssen die Menschen auch diejenigen Regionen verlassen, die von Erdrutschen bedroht sind, die auf Grund des andauernd steigenden und fallenden Wasserspiegels von 145 Meter bis 175 Meter auftreten, was bei der Stromproduktion notwendig ist.” Heißt es weiterhin von Hu Jiahai. Neben den folgenden 300.000 Chinesen die noch umsiedeln müssen, ist es theoretisch Möglich dass nach der geologischen Untersuchung noch weitere Umsiedlungen stattfinden müssen.

Nun besteht jedoch das Problem der Überbevölkerung der Gebiete Rund um den Staudamm. Einer Untersuchung nach zufolge leben bereits jetzt etwa 2,1 Mal so viele Menschen dort als der dem Landesweiten Durchschnitt entspricht. Durch diese starke Überbevölkerung fehlt auch leider weitere Fläche zur industriellen Nutzung. Aus diesem Grund mussten bereits sehr viele Menschen erneut in andere Nachbarprovinzen umziehen.
Aber nicht nur wegen des Platzmangels für den Stausee des Wasserkraftwerkes, sondern auch wegen der steigenden Gefahr weiterer Bedrohungen durch Naturkatastrophen, alleine dafür mussten weitere 53.000 Menschen umgesiedelt werden.
Die Jiusan Gesellschaft hat auf einer Tagung des Chongqinger Komitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes vorgeschlagen einen neuen Weg zu schaffen die Gefahren zu verhindern oder mildern soll. “Dem gegenwärtigen Mechanismus fehlt es an Voraussicht und einer Zielsetzung. Er behandelt eher die Folgen, als dass er den Gefahren vorbeugt” hieß es laut Chen Hongkai, einem Mitglied der Körperschaft.

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Flora und Fauna in China

von am 23 Jan. 2010, unter Allgemeines

In Chinas unterschiedlichen Lebensräumen gibt es eine enorme Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Viele Arten finden sich in den Tropenwäldern der Provinz Yunnan. Darunter befinden sich der ungewöhnlich bunte Kleideraffe, Asiatische Elefanten und der seltene Indochina-Tiger.
Auf der Insel Hainan geht der Regenwald leider stark zurück.
Im rauen Nordosten haben der Sibirische Tiger, Rentiere, Bären und andere Arten, die im Wald leben können, einen Zufluchtsort. Der Nordwesten ist eine ausgetrocknete, weite Fläche mit widerstandsfähigen Wüstenpflanzen, die hin und wieder von grünen Oasen und Kiefern bestandenen Bergen unterbrochen wird. In dieser Region sind Leoparden, Kamele, Hasen und Wildkatzen heimisch.
Die Pflanzen- und Tierwelt in China ist, bedingt durch das schnelle Wirtschaftswachstum, extrem im Schwinden begriffen. Das Vogelschutzgebiet von Mai Po in der nähe von Hongkong ist ein Beispiel für den großen Druck, unter dem die Ökosysteme heute stehen.
Ungeklärte Abwässer aus dem boomenden Shenzhen welches gleich in der nähe ist, drohen das Biotop von der Landkarte zu löschen. Auch die blinden Jangtse-Delphine im Mittellauf des Flusses haben gegen Wasserverschmutzung, Fischer und Zusammenstöße mit Frachtschiffen zu kämpfen.
Im Binnenland von China sollen neue Bestimmungen den Holzeinschlag beschränken und die Wälder damit retten helfen. Es ist jedoch zu befürchten, dass es für das keimende Umweltbewusstsein in China bereits zu spät ist. Viele Flüsse und Seen sind so verseucht, dass jegliches Leben erstickt wird. Die Industrie hat in das Land wunden geschlagen, die Umwandlung landwirtschaftlicher Nutzflächen zu Wohnraum hat Pflanzen und Tiere weiter reduziert. China muss seine Menschen ernähren doch fehlt dazu Ackerland. So werden die Wildtiere immer weiter ins Bergland und in die Wüstengebiete vertrieben.
Eine weitere Bedrohung kommt durch den Aberglauben und die chinesische Medizin. Tiger, Bären und Pangoline (Schuppentiere) werden wegen ihrer Organe, Häute und Sehnen erlegt. Weitere vom Aussterben bedrohte Arten sind der Riesensalamander, der Sibirische Tiger und der Große Panda, der im Westen der Provinz Sichuan ein Rückzugsgebiet hat. Einen der relativ freudlosen Zoos in China zu besuchen lohnt sich nicht, außer man möchte gerne einen Pandabären sehen.
Allerdings gibt es einige Naturschutzgebiete, die sich zum Beobachten von Vögeln gut eignen. Für jemanden der etwas abenteuerliche Ziele schätzt sind die Mai Po-Sümpfe bei Hongkong, das Zhalong-Naturreservat in der Provinz Heilongjiang und den See Qinghai in der gleichnamigen Provinz interessant und sehr sehenswert.

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Traditionelle Feste in China

von am 22 Jan. 2010, unter Kultur

Die Feiertage in China richten sich nach dem chinesischen Mondkalender, der zwölf Monate mit jeweils 29 oder 30 Tagen hat. Somit ist am 15. eines Monats stets Vollmond. Die fehlenden Tage werden durch einen Schaltmonat ausgeglichen und der Jahresanfang ist immer der Tag des Neumondes zwischen dem 21. Januar und dem 19. Februar.

Frühlingsfest
Das Frühlingsfest, welches auch als chinesisches Neujahrsfest bezeichnet wird, ist ein Familienfest und wird als der wichtigste chinesische Feiertag in China erachtet. Dieses Neujahrsfest leitet nach dem chinesischen Kalender das neue Jahr ein. Gefeiert wird dieses Fest vor allem in Ostasien und auch in Gebieten mit großen Bevölkerungsteilen ethnischer Chinesen. Zu diesem Fest gibt es eine Woche frei und alle Restaurants und Geschäfte bleiben geschlossen. Auch die Taxistände sind dann leer. Vor und nach dem Fest sind alle Verkehrsmittel voller als sonst. Die nächsten Neujahrsfeste sind am 14. Feb. 2010 und am 3. Feb. 2011.

Laternenfest
Das Fest findet am 15. Tag des 1. Monats, nach dem traditionellen chinesischen Kalender, also nach dem chinesischen Neujahrsfest, statt. Nach dem westlichen Kalender ist das nächste Laternenfest am 28.02.2010 und am 17.02.2011.
Gärten und Parks werden mit farbenfrohen Laternen in vielen verschiedenen Formen und Größen geschmückt und bieten einen prächtigen Anblick. Diese Laternen werden jedes Jahr aufs Neue angefertigt und auf die Herstellung dieser Laternen wird große Sorgfalt verwendet. An diesem Tag ist es Sitte Tangyuan zu essen. Das sind Klößchen aus klebrigem Reismehl mit süßer Füllung. Auch gilt dieses Fest als Tag der Ehestiftung und Brautschau.

Totengedenktag
Diese Fest wird auch Qingming oder Helles Licht-Fest genannt. Dieses Fest ist ein wichtiges Opferfest in China. An diesem Tag, immer 106 Tage nach der Wintersonnenwende, besuchen die Chinesen die Gräber ihrer Verstorbenen, fegen und reinigen die Grabstätten und bringen Opfergaben dar. Die Jahreszeit zudem das Fest stattfindet gehört zu den angenehmsten des Jahres. Deshalb wird es von vielen Familien auch dazu genutzt Ausflüge ins Grüne zu machen.

Drachenbootfest
Ein Drachenboot ist eine langes und offenes Paddelboot das ursprünglich aus China kommt. Die Boote sind meistens bunt bemalt und haben einen durch Schnitzereien einen dekorativen Drachenkopf vorne am Boot.
Auf den Seen und Flüssen Südchinas finden zur Erinnerung an den ertrunkenen Dichter und Nationalhelden Qu Yuan (332 bis296 v. Chr), der aus Protest gegen soziale Missstände ins Wasser ging, Rennen mit statt. Auch gibt es traditionelles Essen an diesem Feiertag namens zongzi. Das sind gedämpfte Bambusblätterwickel mit Klebereisfüllung. Das nächst Drachenbootfest findet am 16.06.2010 statt.

Mittherbstfest
Dieses Mittherbstfest wird auch Mondfest genannt und markiert den Beginn der herbstlichen und schönsten Jahreszeit in China. Die Chinesen verbringen diesen Tag am liebsten mit einem Picknick im Mondlicht. Traditionell werden an diesem Fest Mondkuchen mit verschiedenen Füllungen, beispielsweise süße, salzige, mit Fleisch oder auch vegetarische Füllungen, gegessen. Das nächste Mondfest findet am 22. September 2010 statt. Nach dem chinesischen Kalender ist das der 15. Tag des 8. Mondmonats.

Doppel-Neun-Fest
Das Doppel-Neun-Fest auch als Chongyang-Fest bezeichnet, wird nach dem chinesischen Mondkalender jedes Jahr am 9. Tag des 9. Monats gefeiert. Am Chongyang-Fest muss man Chongyang-Kuchen essen, denn Kuchen und Höhe sind im Chinesischen gleichlautend. Auch besteigt man normalerweise an diesem Tag einen Berg oder eine Pagode. Deshalb sieht man jedes Jahr am Chongyang-Fest viele Bergsteiger. Die Kuchen die man an diesem Tag isst, haben neun Schichten und sehen wie eine Pagode aus.
Das Chongyang-Fest findet im Herbst statt, dann wenn die Chrysanthemen aufblühen. An diesem Tag trinkt man noch aus Chrysanthemen gebrauten Wein. Im Altertum haben sich die Frauen am Chongyang-Fest Chrysanthemen in die Haare gesteckt oder hängten sie an die Tür oder das Fenster, um sich vor Seuchen zu schützen.

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Sehenswürdigkeiten in Hongkong

von am 21 Jan. 2010, unter Kultur, Reiseberichte, Städte

Die drittgrößte Stadt Chinas ist eine ehemalige englische Kolonie und in der heutigen Zeit eine wichtige Handelsmetropole. Hongkong ist eine der modernsten und lebhaftesten Städte der Welt und beliebtes Reiseziel mit vielen Sehenswürdigkeiten auf geringem Raum. Die vielen Tempel, Klöster und kolonialen Bauten sind genauso sehenswert wie die langen Strände, Freizeitparks oder die Berglandschaften. Außerdem hat die Stadt unendlich viele Einkaufs- und auch Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten und die Skyline Hongkongs ist eine absolute Sehenswürdigkeit.

Repulse Bay
Etwa eine halbe Stunde mit dem Bus vom Zentrum entfernt, liegt auf der südlichen Seite der Insel dieser lange und sehr saubere Badestrand. Der Strand ist umgeben von Bergen und nur wenigen dafür aber absolut modernen Hotels. Hier kann man sich das ganze Jahr über sonnen oder auch schwimmen gehen. Tagsüber wird der der Strand überwacht und es wurde zur Sicherheit sogar en Hainetz vor der Bucht gespannt. Wer hier her kommt dem ist Entspannung versprochen.

Der Hongkong Peak und die Peak-Tram
Die Peak Tram ist eine 1365 Meter lange Seilbahn die bis auf dem 552 Meter hohen Victoria Peak führt. Im Jahr 1888 wurde die Seilbahn eröffnet und noch von einer Dampfmaschine angetrieben. Eine Fahrt auf den Gipfel dauert etwa acht Minuten.
Als Hongkong Peak wird der schöne Aussichtspunkt auf dem Viktoria Peak von Hongkong Island bezeichnet. Dieser Aussichtspunkt ist gleichzeitig die höchste Erhebung von Hongkong Island. Von hier aus hat man einen grandiosen Blick über die Hochhäuser der Stadt. Der Blick reicht weit bis ins Festland hinein und bei einer Reise nach Hongkong sollte man sich diesen Ausblick nicht entgehen lassen. Wenn man den Rundgang um den Gipfel des Berges macht kann man fast jeden Ort der Insel sehen. Man sieht das Geschäftsviertel im Norden und das Festland im Süden. Man kann Strände, Berge und sogar Golfplätze während des Rundgangs sehen. Aber gerade nachts wird die Aussicht atemberaubend.

Star Ferry
Diese grün-weißen und kübelförmigen Fähren sind ein echtes Symbol für Hongkong. Sie bringen Passagiere über den Victoria Harbour und gehören seit dem Jahr 1888 fest zum Leben Hongkongs. Pro Tag werden mit den Fähren etwa 70.000 Menschen befördert. Von diesen Fähren hat man sowohl nachts und auch tagsüber die besten Ausblicke auf die Hafenviertel Hongkongs und man kann während der Überfahrt schöne Fotos der Skyline machen.

Disneyland
Das Disneyland Hongkongs befindet sich auf der Insel Lantau. Es ist etwa 30 Minuten von der Innenstadt entfernt. Das Disneyland hat neben einem Themenpark Namen „Magic Kingdom“ auch zwei große Hotels mit etwa 1000 Betten.

Tempel Street Night Market
Wenn man Nachts auf einem Markt einkaufen will kann man das genau hier tun. Der Night Market ist ein beliebter Zeitvertreib für Hongkong Besucher. Uhren, Taschen, Klamotten, hier gibt es alles was das Herz begehrt. Es schieben sich oft Menschenmassen durch die Tempel Street. Etwa gegen 19 Uhr geht es hier los bis um Mitternacht. Sehr beliebt ist der Nachtmarkt auch zum Essen. Es gibt dort zahlreiche Garküchen die hier aufgebaut werden und man kann die unterschiedlichsten Gerichte auf dem Markt genießen und ausprobieren.

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Peking, die Hauptstadt der Volksrepublik China

von am 16 Jan. 2010, unter Städte

Die Geschichte Pekings ist überaus interessant und reicht über dreitausend Jahre zurück. Der Name Peking bedeutet „nördliche Hauptstadt“. Peking ist derzeit der Zentralregierung unterstellt. Die Stadt gleicht einer Provinz oder einem autonomen Gebiet.

In Peking selber leben etwa 7,6 Millionen Menschen. Das gesamte Verwaltungsgebiet Pekings hat 15,5 Millionen Einwohner. Etwa 77% dieser Bewohner haben ihren festen Wohnsitz in Peking und Umgebung. Die regierungsunmittelbare Stadt liegt 63 Meter über Normalnull und weist eine Fläche von 16.807,8 km² auf. Die Bevölkerungsdichte der Stadt beläuft sich auf 906 Einwohner gemessen pro km². Peking ist keine zusammenhängende Stadt, vielmehr eine Siedlungsstruktur. Die Stadt Peking ist in 16 Stadtbezirke und 2 Kreise eingeteilt. Es gibt 125 Straßenviertel und 119 Großgemeinden. Weiterhin findet man in Peking 5 Nationalitäten Gemeinden. Peking ist eine weltweit anerkannte Kulturstadt und zugleich das Zentrum Chinas.

In und um Peking gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die insbesondere für den Tourismus von großem Interesse sind. Beispielsweise ist Peking mit einer Vielzahl von Theatern und Museen ausgestattet. Bekannt ist vor allem die Peking Oper. Von großem Interesse vieler Touristen ist auch das Naturhistorische Museum.

Die “Verbotene Stadt” ist weiterhin ein beliebtes Ziel vieler Touristen. Diese befindet sich im Zentrum Pekings. Die Verbotene Stadt galt als Machtsymbol des Kaisers. Hier waren viele Paläste und prunkvolle Gebäude zu finden. Besonderheit der Verbotenen Stadt war, dass das höchste Gebäude der Stadt diesem Komplex angehören musste. Kein einziges Gebäude in und um Peking durfte höher gebaut sein als die Verbotene Stadt. Die chinesische Wasseruhr ist beispielsweise eine der größten Attraktionen, die es in diesem Zusammenhang zu entdecken gibt. Die Verbotene Stadt, die auch von einer großen Mauer umgeben ist, zählt seit 1987 zum UNESCO Weltkulturerbe. In der Geschichte Pekings residierten dort 24 verschiedene Kaiser. Derzeit beherbergt die Verbotene Stadt unter anderem das Palastmuseum Pekings.

Sowohl der Tiananmen Platz als auch der Himmelstempel sind sehr bekannt. Auch die “Große Halle des Volkes”, die derzeit ein Museum zur chinesischen Geschichte vorweist, kann besichtigt werden.

Weiterhin ist die Chinesische Mauer von großer Bedeutung. Der bekannteste Mauerabschnitt, der erhalten ist, ist 70 Kilometer in nordwestlicher Richtung zu finden. Der Abschnitt der Chinesischen Mauer ist komplett restauriert. Die mit Wachtürmen ausgestattete Mauer ist an dieser Stelle 6 Meter hoch.

Für Touristen am interessantesten ist vor allem die Gegend des Sommerpalastes. Riesige, zum Teil neu angelegte Parkanlagen dienen der Erholung und der Entspannung. Einen typischen chinesischen garten kann man im Nordmeer-Park finden. Zudem bietet Peking den Jingshanpark sowie den Ditan-Park. Wer Tiere liebt, ist in Peking ebenfalls gut aufgehoben: Nicht nur wegen seines großen und eindrucksvollen Aquariums ist der Zoo von Peking eine ganz besondere Sehenswürdigkeit. Auch große Panda Bären kann man hier entdecken. Wer kulinarische Spezialitäten liebt, kann in Peking sowohl die weltweit bekannte Pekingente als auch einen mongolischen Feuertopf bestellen. Einheimisches Essen ist sehr günstig, so dass viele Touristen darauf zurückgreifen.

Die Region in und um Peking ist sowohl mit Bahnverbindungen als auch mit Bus- und Trolleybuslinien ausgestattet. Mehrere Flughäfen sind vorhanden, so dass die Einreise kein Problem darstellt. Nur 20km entfernt vom Stadtzentrum ist der größte Flughafen, der “Flughafen Peking” zu finden. Ein fünffacher Stadtring vereinfacht die Erkundung mit dem Auto. Das Autobahnnetz wird stets erweitert und verbessert. Es empfiehlt sich dennoch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Sowohl auf Buslinien als auch auf eine U-Bahn, die bereits vor knappen 40 Jahren eröffnet wurde, kann man zurückgreifen. Da in Peking zahlreiche Menschen leben, und die Stadt als Ziel vieler Touristen gilt, ist sie jedoch oftmals überfüllt, so dass mit langen Staus zu rechnen ist.

Peking ist eine moderne Stadt, die sowohl kulturell als auch historisch Einiges zu bieten hat. Für die Freizeitgestaltung und Verpflegung ist gesorgt. Verkehrmittel sind zahlreich vorhanden.

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