Drei-Schluchten-Damm in China

Erneut müssen etwa 300.000 Menschen nahe dem Drei-Schluchten-Damms umgesiedelt werden, damit wären es dann knapp 1,438 Millionen Menschen die für den Damm ihre Häuser verlassen müssen. Der Staudamm welcher gleichzeitig das größte Wasserkraftwerk der Welt ist gehört zum Plan des Landes saubere und vor allem billige Energie zu erzeugen, als auch Hochwasser und Dürre zu verhindern.

Im Jahr 1992 wurde mit dem Bau des Wasserkraftwerkes begonnen und nach gut 14 Jahren im Jahr 2008 fertig gestellt, sodass es nun seid rund 2 Jahren in der Lage ist Strom zu erzeugen. In der ersten Phase der Umsiedlung wurden bereits weitgehend alle Chinesen der Provinz Hubei und Chongqing umgesiedelt heißt es in einem Regierungsbericht.

„Ein Ökogelände beziehungsweise eine Pufferzone, das neben dem Stausee gebaut werden soll, um die Wasserqualität des Jangtse-Stausees zu verbessern und die Verschmutzungen durch die in der Nähe lebenden Menschen zu reduzieren, wartet noch auf die Genehmigung“ heißt es laut dem städtischen Kongress Abgeordneten Hu Jiahai. „Darüber hinaus müssen die Menschen auch diejenigen Regionen verlassen, die von Erdrutschen bedroht sind, die auf Grund des andauernd steigenden und fallenden Wasserspiegels von 145 Meter bis 175 Meter auftreten, was bei der Stromproduktion notwendig ist.“ Heißt es weiterhin von Hu Jiahai. Neben den folgenden 300.000 Chinesen die noch umsiedeln müssen, ist es theoretisch Möglich dass nach der geologischen Untersuchung noch weitere Umsiedlungen stattfinden müssen.

Nun besteht jedoch das Problem der Überbevölkerung der Gebiete Rund um den Staudamm. Einer Untersuchung nach zufolge leben bereits jetzt etwa 2,1 Mal so viele Menschen dort als der dem Landesweiten Durchschnitt entspricht. Durch diese starke Überbevölkerung fehlt auch leider weitere Fläche zur industriellen Nutzung. Aus diesem Grund mussten bereits sehr viele Menschen erneut in andere Nachbarprovinzen umziehen.
Aber nicht nur wegen des Platzmangels für den Stausee des Wasserkraftwerkes, sondern auch wegen der steigenden Gefahr weiterer Bedrohungen durch Naturkatastrophen, alleine dafür mussten weitere 53.000 Menschen umgesiedelt werden.
Die Jiusan Gesellschaft hat auf einer Tagung des Chongqinger Komitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes vorgeschlagen einen neuen Weg zu schaffen die Gefahren zu verhindern oder mildern soll. „Dem gegenwärtigen Mechanismus fehlt es an Voraussicht und einer Zielsetzung. Er behandelt eher die Folgen, als dass er den Gefahren vorbeugt“ hieß es laut Chen Hongkai, einem Mitglied der Körperschaft.

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