Flora und Fauna in China

In Chinas unterschiedlichen Lebensräumen gibt es eine enorme Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Viele Arten finden sich in den Tropenwäldern der Provinz Yunnan. Darunter befinden sich der ungewöhnlich bunte Kleideraffe, Asiatische Elefanten und der seltene Indochina-Tiger.
Auf der Insel Hainan geht der Regenwald leider stark zurück.
Im rauen Nordosten haben der Sibirische Tiger, Rentiere, Bären und andere Arten, die im Wald leben können, einen Zufluchtsort. Der Nordwesten ist eine ausgetrocknete, weite Fläche mit widerstandsfähigen Wüstenpflanzen, die hin und wieder von grünen Oasen und Kiefern bestandenen Bergen unterbrochen wird. In dieser Region sind Leoparden, Kamele, Hasen und Wildkatzen heimisch.
Die Pflanzen- und Tierwelt in China ist, bedingt durch das schnelle Wirtschaftswachstum, extrem im Schwinden begriffen. Das Vogelschutzgebiet von Mai Po in der nähe von Hongkong ist ein Beispiel für den großen Druck, unter dem die Ökosysteme heute stehen.
Ungeklärte Abwässer aus dem boomenden Shenzhen welches gleich in der nähe ist, drohen das Biotop von der Landkarte zu löschen. Auch die blinden Jangtse-Delphine im Mittellauf des Flusses haben gegen Wasserverschmutzung, Fischer und Zusammenstöße mit Frachtschiffen zu kämpfen.
Im Binnenland von China sollen neue Bestimmungen den Holzeinschlag beschränken und die Wälder damit retten helfen. Es ist jedoch zu befürchten, dass es für das keimende Umweltbewusstsein in China bereits zu spät ist. Viele Flüsse und Seen sind so verseucht, dass jegliches Leben erstickt wird. Die Industrie hat in das Land wunden geschlagen, die Umwandlung landwirtschaftlicher Nutzflächen zu Wohnraum hat Pflanzen und Tiere weiter reduziert. China muss seine Menschen ernähren doch fehlt dazu Ackerland. So werden die Wildtiere immer weiter ins Bergland und in die Wüstengebiete vertrieben.
Eine weitere Bedrohung kommt durch den Aberglauben und die chinesische Medizin. Tiger, Bären und Pangoline (Schuppentiere) werden wegen ihrer Organe, Häute und Sehnen erlegt. Weitere vom Aussterben bedrohte Arten sind der Riesensalamander, der Sibirische Tiger und der Große Panda, der im Westen der Provinz Sichuan ein Rückzugsgebiet hat. Einen der relativ freudlosen Zoos in China zu besuchen lohnt sich nicht, außer man möchte gerne einen Pandabären sehen.
Allerdings gibt es einige Naturschutzgebiete, die sich zum Beobachten von Vögeln gut eignen. Für jemanden der etwas abenteuerliche Ziele schätzt sind die Mai Po-Sümpfe bei Hongkong, das Zhalong-Naturreservat in der Provinz Heilongjiang und den See Qinghai in der gleichnamigen Provinz interessant und sehr sehenswert.

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