Chinesische Regierung plant neue Gesetze für Online Shops

Nachdem Online Shops bei den Chinesen immer beliebter werden, erwägt die chinesische Regierung strengere Regelungen für Online Shops zu erlassen. Voraussichtlich nächsten Monat wird die Staatliche Verwaltung für Industrie und Handel (SAIC) die neuen Gesetze und Regelungen für den so genannten Customer2Customer Online Handel (Onlinehandel zwischen Konsumenten (Ebay Geschäfte oder auch Handel von virtuellen Gegenständen für Computerspiele)), veröffentlichen.
Die vorläufigen Berichte besagen das größere C2C Verkäufer eine Business Lizenz beantragen müssen, wodurch dann auch Steuern fällig werden. Kleine Verkäufer soll dies allerdings nicht betreffen.
Aktuell werden jedoch diese Regelungen erst noch geprüft, erforscht und analysiert, weiteres hierzu ist leider nicht bekannt.
Laut Hu Chau, einem solchen Online Shop Betreiber würden etwa 50 Prozent aller aktuell tätigen Online Shops ihren Betrieb einstellen, sobald diese dann auch Steuern zahlen müssten.
Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der Online Shopper bereits um rund 45 Prozent angestiegen. Zahlen des Internet Network Information Center in China zeigen das im Jahr 2009 insgesamt 108 Millionen Transaktionen über Intenet Shops getätigt wurden. So belief sich das Volumen der Onlinegeschäfte im Jahr 2009 auf etwa 268 Milliarden Yuan, (umgerechnet 27 Milliarden Euro). Die Hochrechnungen der China IntelliConsulting Corporation sagen bereits, dass dieses Jahr dieses Gesamtvolumen auf 464 Milliarden Yuan steigen wird.
Entgegen Hu Chau’s Meinung sieht der Analyst Zhang Yanping der iResearch Consulting Group, einer renomierten Organisation welche sich auf das Internet spezialisiert hat, die Zukunft etwas anders. Seiner Meinung nach wolle die chinesische Regierung einzelnen C2C Verkäufern keine weiteren Steuern auferlegen. Vielmehr suche man nach verschiedenen Lösungen für die unterschiedlichen Gruppen von Verkäufern.
Allgemein werden die Online Geschäfte in zwei Modelle unterteilt: Zum einen in die Business Verkäufer welche bereits jetzt Steuern zahlen und eine Geschäftslizenz besitzen und die Konsumenten Verkäufer. Diese betreiben normalerweise alleine oder vielleicht mal zu zweit einen Onlineshop von einer größeren Online Shopping Website, diese brauchen dann keine Steuern zahlen da keine Lizenz notwendig ist.
Einen der größten Vorteile scheint man sich wohl darin zu erhoffen, dass wenn man größeren C2C Verkäufern Steuern auferlege, gefälschte Produkte vom Markt verdrängt werden können. Durch die Business Lizenz sei man dazu gezwungen, Nachweise für die gelieferte Waren vorzulegen. Illegale Verkäufer und Lieferanten können solche Belege jedoch nicht vorweisen.
Zhang von der iResearch will vorerst keine Bewertung über diese Regelungen abgeben, da diese im Moment noch nicht offiziell veröffentlicht sind und es daher schwierig sei deren Einfluss abzusehen. Allgemein sei abzuwarten was genau alles passieren wird, schließlich ist das elektronische Handelsbusiness in China noch immer im Aufbau.

5 comments

  1. Ich wollte dir bloß einmal danke sagen für deine tollen Berichte. Mach bitte weiter so.Es macht mir immer viel Spaß in deinem Blog zu lesen.

  2. Eigentlich sind diese Gesetze nicht wirklich Toll und was dort in Deutschland gerade an Sicherheits gestzen fabriziert wird ist ja auch nicht wirklich toll.

  3. Habe heute das erste Mal dein Blog besucht und es wird nicht mein letzter Besuch sein! Sehr informativ. LG Soul

  4. Das wird ein schwiegiges unterfangen, da China das Internet im Lande zensiert. Abzuwarten bleibt es ob kleinere Onlineshops für´s www freigeschaltet werden um dem Markenmissbrach nicht öffentlich zu machen.

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