Peking ist die Hauptstadt der Volksrepublik China. Auch ist Peking das politische und kulturelle Zentrum in China. Der Ort Peking ist die modernste Metropole in China und auch ein sehr bekanntes Reiseziel für Touristen. Es gibt in Peking viele schöne Naturwunder zu sehen, so wie das größte menschliche Bauwerk oder die Große Mauer. Auch der Kaiserpalast, die Parkanlage des Kaisers oder den Himmelstempel kann man in Peking bewundern. In dieser schönen Stadt kann man sowohl das neue als auch das alte China sehen und kennen lernen und die Naturschätze faszinieren seit langer Zeit immer sehr viele Touristen.

Die Große Mauer bei Badaling


Die große Mauer ist vor mehr als 2000 Jahren von menschlicher Hand gebaut worden . Deshalb wird die Mauer auch als das größte menschliche Bauwerk bezeichnet. Damals währende der Qin Dynastie ließ der chinesische Kaiser Qinshihuangdi viele Schutzwälle und Fürstentümer ( von Zhao, Yan und Qin) zu einer riesigen Mauer verbinden. Die Mauer sollte dazu dienen eine Invasion von den Normadenvölkern zu verhindern. Die Gesamte Länge der großen Mauer beträgt über 6000 km aber es gibt nur einen wirklich schönen Abschnitt der großen Mauer. Dieser Mauerabschnitt liegt etwa 75km nordwestlich des Ortes Badaling und wurde in der Ming Dynastie als wichtiger Schutzschwall errichtet.

Der Kaiserpalast – Die verbotene Stadt


Der Kaiserpalast wird auch „die Verbotene Stadt“ genannt denn sie ist die einzige erhaltene kaiserliche Residenz Chinas. Der Kaiserpalast war in der Geschichte Chinas der Wohnsitz von 24 Kaisern. Der Palast hat fast unglaubliche 9000 Räume und Zeremonien Hallen. In diesen Räumen wohnte die die Kaiserliche Familie und auch hier veranstaltete der Kaiser viele seiner wichtigen Zeremonien. Der Kaiserpalast trägt eine Geschichte von mehr als 500 Jahre mit sich und ist heute das größte Museum in China.

Der Himmelstempel
Im Jahr 1420 wurde der Himmelstempel während der Ming und Qing Dynastie erbaut. In dieser Zeit beteten die Kaiser im Himmelstempel für eine gute und ausreichende Ernte. Das wichtigste Gebäude ist die Halle der Ernteopfer. Es wurde in einer einzigartigen Holzbauart gefertigt. Man sieht ein vergoldetes Spitz-Gekröntes Dach aus Blauglasierten Ziegeln ohne Nägel. Diese Bauart ist architektonisch absolut einzigartig.

Der Sommerpalast

Sommerpalast
Der Sommerpalast der im chinesischen Yihe Yuan heißt wurde 1750 erbaut. Der Palast wurde 1860 von engl-franz. Invasionstruppen niedergebrannt und im Jahre 1888 wieder neue erbaut. Er war in der früheren Zeit die Sommerresidenz des Kaisers. Die Gartenanlage besteht aus einem ca. 30 km² großen Anlage die auch gleichzeitig die am größten und am besten erhaltener Garten eines Kaiser ist. Auch wenn ich ihn nicht selber besichtigen konnte  so wurde mir durch einen Freund berichtet das unzählige Pagoden und wunderschöne Gartenteiche zu bewundern sind.

Die Hutongs
Als Hutongs werden die Seitenstraßen und Gassen im Ort Peking genannt. Dort pulsiert das Leben noch im traditionellen Rhythmus. Die Hutongs wurden damals während der drei Dynastien Yuan, Ming und Qing erbaut. Heute sind die Hutongs fast wie ein Museum. Sie spiegeln die damals traditionelle Form des Wohnens in Peking wider.

Beihai-Park
Der älteste Garten der Welt ist der Beihai-Park. Der Bauarbeiten des Parks begannen im 11. Jahrhundert. Der Beihai Park liegt direkt im Zentrum von Peking und hat eine lange Geschichte die vor über 800 Jahren begann. Er besteht aus einem etwa 75 ha großen Beihai-See und einer Jadeinsel fast in der Mitte des Sees.

Der Lamatempel
Dieser Tempel in Peking ist ein berühmtes Bauwerk der Gelben Sekte des Lamaismus und wurde im Jahr 1694 gebaut. Der Tempel ist heute ein typisches Tibetanisches Kloster. Damals diente er Yongzhen als Residenz, bevor er den Kaiserthron bestieg. Im 3. Jahr der Regierungsperiode von Yongzhen wurde der Palast in “Yonghe Gong“ umbenannt. Übersetzt bedeutet es „Palast der Harmonie und des Friedens“. Als im Jahr 1723 der Prinz den Thron bestieg wurde der Palast zum einen als Kaiserpalast genutzt und die andere hälfte des Palastes wurde zu dem heutigen Lamatempel umgebaut. Der Tempel wurde während der Kulturrevolution einige Zeit geschlossen und im Jahre 1980 wieder geöffnet.

Der „Landesvater“, so der Ehrentitel des Republikgründers, wurde 1866 in Zhongshan am Perlflussdelta geboren. Da er Medizin studiert hatte, wird er auf Englisch oft „Dr. Sun“ genannt. Einen solchen akademischen Titel besaß er jedoch nicht. Sein eigentlicher Name war Sun Wen. Die im Westen geläufige Form rührt von der kantonesischen Aussprache eines Pseudonyms. Auf Chinesisch ist er heute nur als Sun Zhongshan geläufig. Von hoher persönlicher Integrität, sah er seine Lebensaufgabe darin, die Mandschuhherrschaft zu stürzen, um China als Republik zu Wohlstand und sozialer Gerechtigkeit gelangen zu lassen. An der Revolution von 1911 hatte er jedoch keinen persönlichen Anteil. Am 1.1.1912, bei Ausrufung der Republik, wurde er deren erster Präsident, gab diesen Posten jedoch im Austausch für die Abdankung des Kindkaiser Puyi im Februar 1912 wieder ab. Die folgende Zersplitterung Chinas konnte er nicht verhindern. Die Wiederherstellung staatlicher Einheit wurde sein nächstes Ziel, das er nicht mehr erlebte. Er starb 1925 im alter von 59 Jahren, bei Verhandlungen in Peking. Als er dort im Sun Yatsen Park aufgebahrt wurde, defilierten 700.000 Menschen an seinem Sarg vorbei.
Das gewaltige Mausoleum, das ihm bis 1929 in Nanking errichtet wurde, bezeugt das erstaunliche Maß an Verehrung, das er in allen Bevölkerungsschichten genoss. Suns Erbe wird bis heute vor allem in Taiwan gepflegt, aber auch die Kommunisten sahen (und sehen) sich als legitime Wahrer seines Erbes, zumal sich Suns Witwe Song Qingling auf Maos Seite schlug.

Guilin liegt im Nordosten des Autonomen Gebiets Guangxi der Zhuang-Nationalität im Süden von China mitten in einer bizarren Karstberlandschaft. Man sagt: „die Landschaft in Guilin ist die schönste unter dem Himmel.“ Die Geschichte von Guilin lässt sich ca 2000 Jahre zurückverfolgen.
Guilin ist wegen seiner Karstberge und den vielen Grotten ein schönes Stückchen Erde und somit auch ein beliebtes Urlaubsziel. Man kann sowohl grüne Berge, klare Gewässer und auch Felsformationen in dieser Landschaft finden. Die Landschaft Guilins ist wirklich ein Land mit einer unvergleichlichen Schönheit. Unter Touristen wird Guilin als „Touristenort Nr. 1“ bezeichnet. Den Urlaubern werden deshalb viele faszinierende Sehenswürdigkeiten geboten und in jedem Jahr werden es mehr Touristen die diesen Ort besuchen.

Der Li Fluss
Dieser Fluss entspringt am Katzenberg im Kreis Xing’an im Nordosten von Guangxi und mündet in den Perle Fluß. Der Fluss durchfließt Guilin und Yangshuo und die Hauptstrecke ist etwa 83 km lang. Während einer Schifffahrt auf dem Li-Fluss bekommt man viele schöne Karstberge, klare Flüsse, einige Karsthöhlen und reizvolle Felsenaber auch Felder und Bauerhöfe zu sehen.

Der Elefantenrüsselberg
Der Elefantenrüsselberg, der am Ufer des Li-Flusses liegt, ist eine geologische Extravaganz. Der Berg sieht aus wie ein Elefant der mit seinem Rüssel Wasser aus dem Fluss trinkt und ist ein wirkliches Wahrzeichen von Guilin. Die Höhle die durch den Berg führt stellt das Auge dar. Man kann sich mit Unmengen Tauben fotografieren lassen oder mit Requisiten der Zhuang- Minderheit. Mehr Spaß macht es aber im klaren Wasser des Li zu paddeln. Anschließend kann man sich ans Ufer in die Sonne setzen und einen gebratenen Li-Fisch essen, der für wenig Geld zu haben ist.

Der Fubo Berg
Der Fobo Berg der auch „Wellenbrecher Berg“ heißt, befindet im Nordosten von Guilin. Der Berg liegt am Ufer des Li-Flusses und immer wenn der Fluss Hochwasser hat brausen einige Wellen hervor. Wenn man das beobachtet scheint es so als ob der Berg die Wellen besänftigen würde. Am Fuß des Fubo Berges befindet sich eine Höhle Namens „zurückgegebene Perle“. In der Höhle sind viele Buddhafiguren anzuschauen.

Der sieben Sterne Park
Im Osten von Guilin liegt der sieben Sterne Park. Es ist eine gepflegt Anlage mit Sieben Gipfeln, die an das Sternbild des großen Bären erinnert. Daher der Name. Die bekannten Sehenswürdigkeiten sind die Höhle der Sieben Sterne, der Wald der Gedenksteine, der Kamelberg, die Blumenbrücke und der Longyingfelsen.

Kulturpark der Minderheiten
Etwa einen Kilometer nördlich vom Sieben-Sterne-Park liegt dieser Kulturpark. Ein Rundgang vermittelt einen Einblick über das Leben der verschiedenen Völkerschaften der Provinz.

Der Dicaishan
Der Dicaishan auch „Berg der farbigen Schichten“ genannt liegt direkt am Loi Jaing im Norden der Stadt und ist 223 Meter hoch. Außerdem hat der Discaishan vier Gipfel, den Yue- und den Siwang-Berg, den Kranich-Gipfel und den Gipfel des leuchtenden Mondes. Die abwechslungsreichen Gesteinsschichten des Berges sehen wie aufgehäufte Bunte Seide aus. Somit ist auch der Name des Berges erklärbar.

Chengdu, die Hauptstadt der bevölkerungsreichsten Provinz Sichuan hat sich trotz aller Modernisierungsmaßnahmen viel von ihrer Geschichte bewahrt. Auf dem ersten Blick zeigt sich die Stadt Chengdu die mit ihrem Einzugsgebiet etwa 12 Millionen Einwohner hat wie eine ganz normale Großstadt. Aber die Stadt und die Umgebung haben den Touristen viele der schönsten und berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes zu bieten. Neben der herrlichen Tempelarchitektur, den stimmungsvollen Teehäusern und den Großen Pandas ist die Stadt auch eine günstige Ausgangsbasis für eine Reise nach Tibet oder eine buddhistische Pilgerfahrt nach Leshan und zum Emeishan. Auch ist die Stadt Umschlagsplatz für Tee und Seide. Ganz berühmt ist die Stadt auch für ihre sehr scharfe Sichuan Küche. Alleine für diese lokalen Gerichte kommen Touristen in die Stadt.

Aufzuchtstation Großer Panda
Etwa 11 km nördlich von Chengdu befindet sich die größte Pandaaufzuchtstation der Welt. Hier wird der Fortbestand dieser Tiere auf etwa 600 Hektar Land gesichert. Die Pandas streifen hier in großen Bambushainen und Wäldern herum. Die Aufzuchtstation wurde genau an den Lebensraum der Pandas angepasst. Es wird sehr genau darauf geachtet dass immer viel frische Luft im Reservoir herrscht, denn überall gibt es dichten Bambus der viel Sauerstoff produziert. Zurzeit leben dort etwa 38, der stark vom Aussterben bedrohten Lebewesen. Am besten kann man die unter Naturschutz stehenden Tiere zur Fütterungszeit sehen. In freier Wildbahn kann man nur noch sehr wenige Pandas finden, da die Menschen den Pandas immer mehr Lebensraum nehmen und sie somit verdrängen.

Der Wuhou Tempel
Dieser Tempel steht südwestlich vom Jin-Fluss, ist einer der schönsten und ältesten Tempel in Chengdu und ist ein Baudenkmal aus der Zeit der Drei Reiche. Er wurde im 4. Jh erbaut und im Jahr 1672 komplett restauriert. Deshalb sind die einzelnen Gebäude und Skulpturen auch heute noch in so einen guten Zustand.
Hier kann man das Grab von König Liu Bei besichtigen und auch gibt es einen Lotusteich mit einigen Pavillons zu sehen. Wuho heißt so viel wie Kriegsminister, was sich auf Zhuge Liang bezieht, einen berühmten Militärstrategen jener Epoche.

Teehäuser in Chengdu
Die Stadt ist für seine Teehäuser berühmt, die chadian, wo man sich in einen Bambussessel setzt und mit Freunden plaudert. Während der Kulturrevolution wurden viele dieser Häuser als Treffpunkt der Intelligenz geschlossen. Bei dampfendem Cha kann man hier auch Karten spielen, Zeitung lesen und hitzige Debatten führen. Das Panorama des Gesellschaftslebens in China wird hier deutlich.
Dem Wenshu-Tempel ist ein Teehaus angeschlossen, und viele der Teetrinker machen von dort einen Abstecher zum Renmin Park westlich von Stadtzentrum. Eine ganze Reihe von Teehäusern säumt auch den Jin-Fluss, der sich durch die Stadt zieht.

Der Wenshu Tempel
Dieser Tempel ist eine weitläufige buddhistische Anlage im Norden von Chengdu. Zudem ist er der besterhaltenste und zugleich größte der Stadt. Berühmt ist er wegen seiner zehn eisernen Figuren buddhistischer Götter und hundert bronzenen Buddhafiguren. Die vier Himmelskönige, zwei auf jeder Seite am Eingang sind bunt bemalt. Zur Anlage gehören eine Reihe von Tempeln sowie ein großes Teehaus, wo sich die Leute treffen, um sich zu entspannen und Zeitung zu lesen. Im rückwärtigen Bereich der Anlage befindet sich ein angenehmer Garten mit mehreren verschlungenen Pfaden. Wirklich beeindruckende hier sind aber wohl die vielen Gläubigen, die zusammenkommen, um Buddha anzubeten, dies wird „baifo“ genannt. Am Wochenende lässt sich das rege Treiben am besten beobachten. Vor dem Tempel werden an Ständen alle möglichen Devotionalien angeboten.

Die Hütte des Du Fu
Die Hütte des Du Fu ist ein bedeutender Ort für die Chinesen und liegt westlich vom Qingyang Palast. Du Fu war ein konfuzianischer Dichter der Tang Zeit und gilt als der bedeutenste Lyriker Chinas, denn sein Leben war sehr leidvoll. Sein trinkfreudiger Mitstreiter Li Bai wird oft in einem Atemzug mit ihm genannt, obwohl die beiden als Person wie auch als Schriftsteller völlig unterschiedlich waren.
Sowohl seine strohgedeckte Hütte als auch andere Orte hat Du Fu in über 200 Gedichten beschrieben, die er hier verfasste. Wer der Hütte schon einen Besuch abgestattet hat, dokumentiert eine Chronik. Mao Zedong, Zhu De, Liu Shaoqi, Deng Xiaoping und der Dramatiker Cao Yu sind nur einige die schon hier waren.
Es gibt auch Modelle die zeigen wie sich das Haus im Lauf der Zeit verändert hat.

Der als Shu Qingchun 1899 in Peking geborene Lao She wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Von 1924 bis 1929 studierte und lehrte er in London und begann dort mit dem Schreiben.1936 erschien unter dem Titel „Rikschakuli“ sein berühmter Roman. Er beschreibt das Leben (und Scheitern) eines jungen Mannes, der vom Land nach Peking kommt und es dort durch Fleiß und Sparsamkeit zu etwas bringen will. „Sperber über Peking“ ist ein weiterer seiner Romane mit Bezug auf Peking. Zu seiner Zeit politisch umstritten war sein 1957 entstandenes Schauspiel „Das Teehaus“, das im Peking der Jahre 1898, 1918 und 1948 spielt. Einige seiner Werke wurden auch ins Deutsche übersetzt. Von den Roten Garden angegriffen, beging Lao She 1966 Selbstmord.

Cixi, welche 1835 geborgen wurde, war die beherrschende politische Gestalt der späten Mandschu-Ära und zugleich ein einziger Affront für die konfuzianische Männergesellschaft. Selten genug spielten Frauen, gegen alle Regeln der Etikette und der Moral in der Männerdomäne der chinesischen Politik, eine Rolle. Doch was ihr gelang, war nur mit hoher Intelligenz und äußerster Rücksichtslosigkeit möglich: Kaiserliche Macht anzueignen und diese über 45 Jahre auszuüben.
Die auf Grund ihres späteren Rangs als Mutter eines Kaisers „Kaiserinwitwe“ Genannte kam 1851 als niedrigere Konkubine an den Hof. Ihr Aufstieg begann, als sie dem Kaiser den einzigen Thronfolger gebar. Nach dem Tod des Kaisers 1861 gelang es ihr in einem Coup d`etat, die designierten Regenten zu entmachten. Als ihr Sohn 1875 starb, brachte sie entgegen den Erbfolgregeln ihren dreijährigen Neffen auf den Thron. Bei seiner Volljährigkeit 1889 zog sie sich aus dem politischen Tagesgeschäft in den Sommerpalast Yihe Yuan zurück. 1898 beendete sie die so genannte Hundert-Tage Reform mit einem erneuten Staatsstreich und stellte den Kaiser unter Hausarrest. Indem sie 1900 die aufständischen Boxer gewähren ließ, richtete sie ein Fiasko an. Bei ihrem Tod 1908 war der Untergang der Dynastie nur noch eine Frage der Zeit.

Hainan im Südchinesischen Meer ist eine große tropische Insel und die südlichste Insel Chinas. Im alten China galt diese Insel als Rand der zivilisierten Welt und als Verbannungsort für unliebsame Beamte. Heutzutage wird aus der Insel aber ein Touristen Paradies gemacht. Die Insel ist 34380 km² groß und liegt auf dem gleichen Breitengrad wie Hawaii. Hainan heißt übersetzt „südlich des Meeres“ ist aber besser bekannt als das „Hawaii des Ostens“. Nach Taiwan ist Hainan die zweitgrößte Insel Chinas. Im Landesinneren und 52 Prozent der Fläche Hainans ist mit dichtem Regenwald bedeckt. Das ganze Jahr über blühen überall auf der Insel farbenfrohe Blumen und es gibt viele tropische Vogelarten zu beobachten. Die durchschnittliche Temperatur liegt das ganze Jahr bei 20 bis 25 C. Auf Hainan gibt es über 300 Thermalquellen. Die meisten dieser Quellen gelten als Heilig und sind reich an Schwefel und anderen Elementen heute in Thermotherapiezentren beispielsweise gegen Rheuma, Haut- und Herzkrankheiten und Husten eingesetzt werden. Die Insel lockt aber auch Touristen an, wegen der über 50 wunderschönen, feinen Sandstränden. Es gibt hier gute Bedingungen für Taucher und für andere Wassersportarten. Ebenso werden sich Golfern hier genauso wohl fühlen wie Taucher, denn für sie gibt es Neuerdings 12 wunderschöne an Klippen und auf kleineren Inseln gelegene 18-Loch Golfplätze.

Sanya
Sanya ist Chinas südlichste Stadt und erstreckt sich in eine lange Ferienzone. Hier findet man unter großen Kokospalmen die schönsten Sandstrände Chinas. Das Stadtzentrum liegt sehr schön auf einer sichelförmigen Halbinsel zwischen dem Meer und dem hier mündenden Sanya Fluss. Hier gibt es für Touristen aber nur wenige Attraktionen. Die meisten Gäste nutzen ihren Aufenthalt hier nur als Durchgangsstation auf dem Weg zu den schönen Stränden.
Am schönsten ist die sanft geschwungene Yalong Bucht mit einem weißen Sandstrand von 6,5 km im Osten des Ortes. Hier ist man am südlichsten Punkt Chinas angelangt.
Zur Yalong Bucht kommt man über den Yalon Bucht Platz in Saya, wo ein 29 Meter hoher Totemphal steht. Die Innschrift besteht nur aus Zeichen und Symbolen für Tiere und Götter, darunter ein Drachen, Pangu und Yu der Große, der Bezwinger der Fluten.
Näher bei Sanya liegt im Süden der kleinere und überlaufenere Strand von Dandonghai. An der Halbinsel Luhuitou ziehen sich natürlich noch weitere Strände entlang. Tianya Haijiao im Westen von Sanya erreicht man in einer halben Stunde mit dem Bus. Ein mit Schriftzeichen „tainya“(Rand des Himmels) und „haijiao“ (Karte des Meeres) versehener Stein steht am Strand. Er ist eigentlich hauptsächlich deshalb erwähnenswert, weil er auch auf dem Zwei-Yuan-Geldschein abgebildet ist.

Luhuitou (galoppierender Hirsch)
Sehr nahe der Stadt Sanya befindet sich ein Korallenriff welches aussieht wie ein galoppierender Hirsch der den Kopf wendet. Daher hat dieses Riff seinen Namen. Das beste Panorama über die Stadt und das Meer hat man vom Gipfel des Hügels.

Tianyahaijiao (Ende der Welt)
Die Südspitze der Insel etwa 23 km westlich von Sanya gelegen wird von den Bewohner Hainans als „Ende der Welt“ bezeichnet, denn hier befinden sich steile Felsen in denen Schriftzeichen eingehauen sind. Diese Zeichen kommen der Bedeutung „Pfeiler am Südhimmel“ oder „Ende der Welt“ sehr nahe.

Der Tempel der 5 Beamten
Zu Ehren von 5 Staatsdienern wurde dieser Tempel erbaut. Vom Kaiser wurden diese Diener auf die Insel Hainan verbannt, denn sie hatten es gewagt die Entscheidung ihrers Kaisers in Frage zu stellen und zu widersprechen. Jedoch wurde die Meinung der Beamten von vielen Menschen geteilt und somit erbauten sie den Staatsdienern im 19. Jh diesen Tempel.

Die Mangrovenwälder
In der Nähe der Stadt Qiongshan findet man viele Mangrovenwälder die nur an tropischen Küsten wachsen, denn sie werden regelmäßig von der Flut überschwemmt. Deshalb werden sich auch „der Wald auf dem Meeresgrund“ genannt.

Gemessen an seiner Wirkungsgeschichte war Deng Xiaoping der erfolgsreichste chinesische Politiker des 20. Jahrhunderts. 1902 in der Provinz Sichuan geboren, studierte er in Frankreich, wo er sich der kommunistischen Bewegung anschloss. Zurück in China, nahm er am Langen Marsch teil. Nach der Gründung der Volksrepublik China erarbeitete er sich führende Positionen in Partei und Regierung. Mit dem Scheitern der Politik des Großen Sprungs profilierte er sich als Anhänger der pragmatischen Politik des Präsidenten Liu Shaoqi und wurde mit diesem in der Kulturrevolution gestürzt. 1974 kehrte er in die Politik zurück, fiel 1976 erneut in Ungnade und konnte erst zwei Jahre nach dem Tod Maos beginnen, gegen anhaltenden Widerstand im Parteiestablishment seine marktwirtschaftliche Reform durchzusetzen. Bei den Studentendemonstrationen 1989 handelte er im Sinn der Saatsräson.

Die Geheimwissenschaft Fengshui, auf Mandarin wörtlich Wind-Wasser, ist eine alte Tradition, die bis zu den Ursprüngen der chinesischen Zivilisation zurückreicht. So ist es für manchen erstaunlich, dass Fengshui auf das moderne, technokratische Hongkong einen solchen Einfluss hatte.
Trotz aller Innovationen ist in Hongkong der Aberglauben allenthalben präsent. Die Hongkong-Chinesen scheinen dafür anfälliger zu sein als ihr Verwandten auf dem Festland. So versucht man mit allen Mitteln, die Zahl vier (sei) zu vermeiden, denn sie unterscheidet sich vom Wort für Tod (sei) nur durch die Tonhöhe.
Die Zahl acht (baat) hingegen ist günstig und wird mit Glück und Gesundheit assoziiert. Kaum ein Chinese möchte in meinem Haus mit Blick auf einen Friedhof wohnen.
Das Faible fürs Okkulate kommt auch in der Filmindustrie zum Ausdruck, in der es vor Geistern und Vampiren nur so wimmelt. Auch die Geomatik (Orakel aus Erdformationen) zeugt von diesem Hand zum Mystischen.

Was ist aber Fengshui genau?
Einfach ausgedrückt, versteht man darunter die Auffassung, das Leben und Schicksal von den physischen Gegebenheiten um einen herum bestimmt werden. Der Mensch ist mit seiner Umwelt durch das „qi“ verbunden: Energie.
Das Fengshui versucht nun, diese Energien zu harmonisieren. Die Beziehung wird auch als „dao“ (Weg) bezeichnet, und alles, was diesen Weg zu ebnen hilft, kann nur von Vorteil sein.
Fengshui kommt bei der Wahl des Ortes zum Einsatz, wo ein Haus gebaut werden soll, bei der Inneneinrichtung und bei Gräbern, die in Hongkong zum Meer hin ausgerichtet sind. Der Fengshui-Experte oder Geomatiker hält nach Stellen mit „ling“ Ausschau, mit Spiritualität. Ling ist eine Art elementare Form von „qi“. Tempel werden in der Regel mit großer Umsicht situiert und mit „ling“ erfüllt. Das „qi“ kann mit Hilfe von bestimmten Merkmalen in der Landschaft oder Umgebung beeinflusst werden, die als Energieadern fungieren. Manche Orte sind deshalb günstiger und positiver als andere, weil sie eben „qi“ kanalisieren und so unsere physische und spirituelle Existenz verbessern. Solche Stellen sind in der Regel offen, luftig, erhöht gelegen und hüglig. Sie sind grün durch Pflanzenbewuchs und befinden sich in der Nähe von Wasser, einem Fluss, See, Teich oder Wasserfall. Trotz des komplexen Vokabulars lässt sich Fengshui oft einfach mit gesundem Menschenverstand erklären.
Auf den Hügeln leben zwei mythische Tiere, der grüne Drache (im Osten) und der Weiße Tiger (im Westen), die „qi“-Energie liefern. Ein Haus sollte deshalb im Idealfall zwischen beiden liegen, nie auf einem Hügelkamm.
Dunkle, dumpfe, nasskalte Orte, wo das „qi“ größtenteils fehlt, gilt es zu meiden. Locker luftiger Boden ist steinigem vorzuziehen.
Die Harmonie ist nicht minder wichtig. Yin (das weibliche, dunkle, kalte, ruhige, schattenhafte und zum Mond gehörige Element) sollte mit Yang (männlich, leicht, warm, laut, strahlend, zur Sonne gehörig) in Einklang stehen um die optimale Energie zu erzielen. Überschuss auf der einen oder anderen Seite ist zu vermeiden.
Ein weiteres Beziehungssystem, das es zu beachten gilt, ist wu xing (fünf Elemente).
Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser schaffen und zerstören sich zyklisch gegenseitig. Welche Bewandtnis sie im Fengshui haben, lässt sich am besten an den Farben ablesen, die mit den Elementen einhergehen. Holz ist grün, Feuer rot, Erde gelb, Metall golden und Wasser schwarz. Soll ein Element betont werden, wird die jeweilige Farbe akzentuiert. Ein geübter Geomatiker kann so Disharmonien mit einem Blick feststellen.
Bei der Tempelarchitektur kommen die fünf Elemente im verwendeten Baumaterial zum Ausdruck. Der Wong-Tai-Sin-Tempel in Kowloon ist ein gutes Beispiel.
In Hongkong nimmt man Fengshui sehr ernst, schließlich ist der Erfolg eines Unternehmens von seiner Lage abhängig. Gehen die Geschäfte schlecht, kann ein Fengshui-Experte das Büro so umgestalten, dass Glück und Geld ins Haus kommen.

Über China wacht eine ganze Reihe von Gottheiten. Wer das Geheimnis des Pantheon lüften will und ein paar der bekanntesten Wesen erkennt, hat viel mehr von seinem Besuch in China.

Buddhas und Bodhisattvas

Zukunftsbuddha (Mile Fo oder Maitreya)
Dieser fröhliche dreinblickende, oft goldene, Buddha begrüsst die Besucher am Tempeleingang. Die Buddhisten glauben, dass es Buddhas gibt, die der Vergangenheit angehören und andere, die ihrer Wiedergeburt entgegensehen.
Mile Fo ist ein Bodhisattva, der sich auf Erden manifestierten wird. In China ist Mile Fo seine dickbäuchige Inkarnation (nach dem Urbild des Mönchs Chang Dingzi).

Historischer Buddha (Shakyumuni)
Die Haupthalle eines jeden Tempels enthält eine Trinität von goldenen Buddhas, wobei die Figur in der Mitte der historische Buddha ist. Sie repräsentiert Gatama Siddharta, den Gründer des Buddhismus, vor seinem Eingang ins Nirvana. Shakyumuni wird auch oft im Lotossitz dargestellt.

Bodhisattva
Halbirdische Wesen, Anwärter künftiger Buddhaschaft, die noch nichts ins Nirvana eingegangen sind, um anderen Menschen helfen zu können. Am bekanntesten sind in China Guanyin, die Göttin der Barmherzigkeit, und Maitreya vor seiner Buddhaschaft.

Avalokiteshvara oder Guanyin als Götter der Barmherzigkeit
Avalokiteshvara blickt auf das Leid der Welt herab und wird in China oft als die Göttin Guanyin dargestellt. Als Herrscherin über die Insel Putuoshan manifestiert sie sich im Dalai Lama. In Tempelanlagen blickt sie im Haupttempel hinten oft gen Norden. Manchmal ist ihr auch ein eigener Tempel geweiht.

Wenshu (Manjushri)
Dieser Bodhisattva trägt ein Schwert und manchmal ein Buch, reitet auf einem Löwen und steht für die Weisheit. Er herrscht über den buddhistischen Berg Wutai und erscheint oft als Trinität mit Puxian und dem historischen Buddha.

Bodidharma (Damo)
Der indische Mönch wird meist mit buschigen Augenbrauen und einem dicken Bart dargestellt. Er ist der Schutzpatron des Zen-Buddhismus, sein spirituelles Zuhause ist das Kloster Shaolin.

Luohan (Arhat)
Die Luohan sind erleuchtete Mönche, die vom Kreislauf der Wiedergeburten befreit sind, sie entsprechen etwa den Jüngern im Christentum. Sie bilden meist Gruppen zu 9, 16 oder 18 (gelegentlich auch 500).

Weituo
Der Krieger verteidigt den buddhistischen Glauben und stehen oft hinter dem Zukunftsbuddhas am Tempeleingang.

Die Vier Himmelskönige
Sie treten paarweise zu beiden Seiten des Zukunftsbuddhas und von Weitu auf. Sie tragen eine Rüstung und haben ein Musikinstrument.

Taoistische Götter und Göttinen

Die Drei Reinen (San Qing)
Diese Dreiergruppe in taoistischen Tempeln besteht aus Laotse, dem Jadekaiser sowie dem gelben Kaiser, Daojun.

Laotse
Er wurde im 4. Oder 3. Jahrhundert v. Chr. Geboren und begrüsste die Philosophie des Taoismus. Oft wird er als Gott auf einem Ochsen reitend dargestellt, in der Hand ein Buch, sein Dao De Jing.

Jadekaiser (Yuhuang)
Er ist der höchste Gott des Taoismus und herrscht über Himmel und Erde. Oft wird er mit einem schwarzen Bart auf einem Drachen-Thron dargestellt.

Die Acht Unsterblichen
Sie werden oft gezeigt, wie sie das Meer in einem Boot überqueren. Im Ostmeer liegen nämlich die Inseln der Unsterblichkeit, das Gegenstück zum christlichen Paradies.

Himmelskaiserin (Tianhou)
Sie regiert vor allem an der Südküste und ist die Beschützerin der Seefahrer und Fischer. Viele Tempel in Hongkong sind ihr geweiht.

Kriegsgott (Guandi)
Er wird mit einem roten Gesicht dargestellt, trägt einem schwarzen Bart und eine Rüstung und bewahrt den Frieden.

Taoistische Türgötter
Sie sollen, wie in buddhistischen Tempeln auch, böse Geister abhalten, zum Beispiel der Grüne Drache und der Weiße Tiger.

Die Hauptstadt der Provinz Zhejiang, etwa 180 km südlich von Shanghai an der Mündung des Qiantan Jiang gelegen, liefert China vor allem das Idealbild einer Stadt in lieblicher Landschaft. Den Westsee mit seinen Dämmen ließen die Pekinger gleich zweimal in ihren Gartenpalästen nachbauen. Hangzhou ist seit alters ein Ort mit gehobener Lebensart.
Um die Stadt rankt sich ein bedeutender Sagen- und Legendenschatz, jedoch bietet Hangzhou wenig an historischen Bauten. Aus der 150-jähringen Glanzzeit unter der südlichen Song Dynastie (1127 – 1279) blieb nichts erhalten.
Das heutige Hangzhou hat Teil am anhaltenden Boom des Shanghaier Großraums, der auch hier Hochhäuser entstehen lassen hat, die aus der Westsee-Perspektive als ärgerlich und töricht gelten müssen. Wenn man ein romantisches Ortsbild erwarten würde wäre das ein Fehler. Es gilt dennoch: Wer Hangzhou versäumt, versäumt auch ein wesentliches Stück Chinas.

Der Westsee
Für die Chinesen ist der Westsee ein himmlischer, archetypischer See, ein Prototyp und Paradebeispiel. Für jeden Chinesen ist es ein Muss einmal an diesem See gewesen zu sein.
Der im Schnitt etwa 1,5 Meter tiefe See mit etwa 15 km Umfang ist das berühmteste aller Stadtgewässer in China. Der See wird im Norden vom Weißen Damm durchschnitten, der erstmals in der Tang-Zeit angelegt wurde. Der Westsee führt von der Stadtpromenade am Nordostufer über die „Gebrochene Brücke“ zur Insel Gu Shan.
Auch wenn schon viel Schönheit des Sees duch den Tourismus zerstört wurde, sind doch noch einige Charmante Ecken verblieben. Es gibt weidenumsäumte Ufer, Promenaden, Teehäuser, Pagoden, Inseln, Lotos, alles umrahmt von sanften Hügeln.
Wer einmal den See umrunden möchte, benötigt dazu einen halben Tag. Wer sich auch den Sehenswürdigkeiten (betrachtet man am besten von einem der zu mietenden Boote aus) ausführlicher widmen möchte braucht natürlich länger.

Drachenbrunnen
Die Stadt Drachenbrunnen im Südwesten des Westsees ist für ihren exquisiten Tee bekannt. Hier heraus zu fahren ist vielleicht nicht das wahre Vergnügen, denn alles ist auf Touristen-Dollars abgestellt. Dennoch ist die Landschaft hübsch anzusehen.

Apotheke Hu Qingyu Tang
Die wohlerhaltene pharmazeutische Manufaktur( 1974 gegründet ) in der Hangzhouer Altstadt beherbergt heute ein Apothekermuseum. Das schönste Ausstellungsobjekt ist das reich mit Schnitzereien verzierte Gebäude selbst. Im prächtigen traditionell gestalteten Verkaufsraum kann man zusehen wie chinesische Medikamente gemischt werden.

Das Seidenmuseum
Hier bekommt man Mode aus zwei Jahrtausenden zu sehen. Seidenreste aus der östlichen Han-, Jacken aus der Song-Dynastie, feinster Satin und Roben aus der späteren Kaiserzeit. Prunkstück ist eine goldglänzende Hofrobe des Qianlong Kaisers. Auch über Seidenraupen, Seidenweberei und Brauchtum erfährt man hier sehr viel.

Der Yuefei Tempel
Der Tempel des Generals Yue Fei am Nordwestufer erzählt die Geschichte des tapferen Generals der Song-Dynastie, der hier begraben liegt. Der Meisterstratege, Patriot und Erfinder einer Variante der chinesischen Kampfkunst, wurde ins Gefängnis geworfen und trotz seiner erfolgreichen Aktionen gegen die Übergriffe der Nördlichen Jurchen hingerichtet. Er wurde posthum rehabilitiert und später in den Status eines Helden und Halbgottes erhoben. Auch die Kommunisten würdigten ihn als beispielhaften Patrioten.
In der Tempelanlage gibt es die Statuen des knienden Qin Hui zu sehen, der Mann der den Verrat an Yue Fei beging, seiner Frau und zwei verräterischer Beamten.

Quelle des laufenden Tigers
Diese Quelle ist ebenso mysteriös wie berühmt und befindet sich nur etwas außerhalb von Hangzhou. Ihr Name entstand dadurch das der Entdecker dieser Quelle einem Tigerpaar in den Wald gefolgt ist und dabei auf den Teich mit seinem klaren Wasser aufmerksam wurde. Unerklärlicherweise hat das Wasser hier eine besonders hohe Oberflächenspannung. Wer Feingefühl und Geduld hat dem wird es gelingen eine Geldmünze auf dem Wasser schwimmen zu lassen.

Die Sechs Harmonien Pagode
Am Stadtrand von Hangzhou befindet sich eine 60 Meter hohe Pagode. Sie steht direkt am Ufer des Qiantang und wurde im Jahr 970 gebaut. Damals diente sie als Leuchtturm und sollte die Bewohner der Stadt vor den jährlichen Fluten schützen.
Die Pagode wurde aber bei einer Springflut im 12. Jh zerstört aber umgehend wieder neu aufgebaut. Heute trägt die Pagode eine schöne Holzverkleidung aus dem Jahr 1900. Bis heute ist es für Touristen möglich sieben Stockwerke der Pagode über eine Wendeltreppe zu besichtigen. Die Pagode wurde übrigens nach den sechs Paramitas des Buddhismus zum Erreichen der Buddhanatur benannt.

Der Enkel Dschingis Khan machte Peking erstmals zum Zentrum eines ganz China umfassenden Großreichs. Er selbst wurde der erste Kaiser der von ihm ausgerufenen mongolischen Yuan Dynastie. Im Jahr 1280 vollendete er die Eroberung Chinas, nachdem er die Südliche Song Dynastie vernichtet hatte. Zweimal scheiterte er mit dem Versuch, auch Japan zu erobern. Unter Khubilai herrschte in weiten Teilen Asien Frieden, so dass Handelsbeziehungen über die Seidenstraße gediehen, vor allem mit Persien. Mehrfach kamen auch italienische Kaufleute, darunter als junger Mann Marco Polo. Khubilai Khan zeigte Toleranz gegenüber dem Buddhismus und dem Christentum. In seine Zeit fällt die Ankunft des Johannes von Montecorvino, des ersten katholischen Erzbischofs von Peking. Khubilai Khan starb ebendort im Jahr 1295.

Dali ist einer der wenigen Orte Chinas, die es einem Reisenden schwer machen, überhaupt wieder weg zufahren. Dali liegt in der südwestlichen Provinz Yunnan, ca 370km von deren Hauptstadt Kunming entfernt und ist eine sehr alte Stadt. Im Jahr 1382 wurde die Stadt auf einer Ruine einer älteren Stadt errichtet. Das typische Schachbrettmuster des damaligen Städtebaus ist aber heute auch noch erhalten. Auch die Stadtmauer und das Nord- und Südtor der Stadt sind in gutem Zustand.
Dali war einst die Hauptstadt des Reiches Nanzhao. Die Region geriet dann im 13. Jh unter die Herrschaft der Mongolen. Die größte ethnische Minderheit sind die Bai, die eine tibeto-burmesische Sprache sprechen. Ihre traditionellen Häuser, die mit meist grünen Dachziegeln gedeckt sind, kann man in Xizhou, im Norden der Stadt sehen.
Dali ist für seinen Marmor bekannt und in der Haupteinkaufsstraße gibt es viele Marmorbilder zu kaufen. Auch das Museum von Dali hat schöne Exemplare zu zeigen. Des Weiteren hat Dali noch viele traditionelle Werkstätten und Geschäfte, Tempel und Klöster zu bieten, die noch heute für Touristen zugänglich sind.

Die drei weißen Pagoden
Das wahrscheinlich berühmteste Fotomotiv von Dali sind die drei weißen Backsteinpagoden des Chongshen Klosters, am Fuße des Zhonghe Berges. Sie sind das Wahrzeichen der Stadt und landesweit berühmt. Die mittlere Pagode, mit 16 Dächern ist im Grundriss quadratisch und 69 m hoch und stammt aus dem 9. Jh.
Die zwei anderen sind achteckig und nur 42 m hoch und auch 100 bis 200 Jahre jünger.
Die Pagoden stehen auf dem Gelände eines im Stil der Tang Zeit rekonstruierten Tempels, in dem über die Geschichte informiert wird und ein Teil jener gut 680 Reliquien ausgestellt ist, die bei einer Restaurierung der Türme 1978 bis 1980 im Fundament und in der Spitze der großen Pagode entdeckt wurden.

Erhai See
Etwa zehn Minuten mit dem Fahrrad von Dali entfernt liegt der Erhai See. Die beste Sicht auf den See hat man vom Zhonge Tempel aus.
Kormoran Fischen ist hier sehr beliebt und die Hotels in der Umgebung organisieren solche Ausflüge gerne für Touristen. Der See fungiert auch als Wasserstrasse nach Wase, einem traditionellen Dorf am Ostufer mit lebhaftem Markt an jedem 5., 10., 15., 20., 25., und 30., eines Monats.
Auf der Insel Putuo mit einem Tempel namens Guanyin lebt eine kleine Gemeinde. Man kann sich in der Ausländerstraße erkundigen, ob eine Gruppe gemeinsam hinüberfahren möchte. Ansonsten kann man ein Boot nehmen, etwa fünf Kilometer östlich von Dali an der Anlegestelle Caicun.

Der Zhonge Tempel und Umgebung
Die Landschaft rund um Dali ist herrlich. Hier gibt es faszinierende Tempel und das eine oder andere Dorf mit original Bai-Architektur zu sehen. Ein Stück außerhalb von Dali auf einem Berg liegt der Zhonge Tempel. Von hier aus hat man einen guten Ausgangspunkt umd die Umgebung zu erkunden. Ein Weg schlängelt sich bergauf aber man kann auch 20 Minuten mit der Bergbahn fahren und dabei die herrliche Sicht über den Erhai-See genießen. Die Bahn fährt an vielen Gräbern vorbei, an verfallenen Häusern und an Bächen. Oben angekommen steht man dann am Eingangstor zum Tempel, der buddhistische und taoistische Elemente aufweist. Führer bieten einen Ausritt mit einem Pony an, in die Wälder und weiter zu Quellen, Wasserfällen und Flüsschen. Alles zu finden in den Cangshan Bergen die das Hinterland von Dali bilden.

Guanyin Tempel
Etwa 5 km südlich von Dali befindet sich ein hübscher kleiner Guanyin Tempel. In der kleinen Halle vor dem Haupttempel steht die Göttin und wird von 18 Luohan verehrt. Die Luohan sind in kleinen in den Fels gehauenen Nischen untergebracht und haben einen lebhaften Gesichtsausdruck. Einer hat einen besonderen langen Arm, der nach dem Mond in den Wolken zu greifen scheint. Ein anderer zieht seine Hose Hoch, unter der dürre Beine zum Vorschein kommen. Links von ihm steht ein berauschter, schwankender Luohan. Wieder ein anderer reitet auf einem Tiger, während ein weiterer sich seinen Bauch aufreißt, der einen Buddha sehen lässt. Man sollte auch nach den Luohan mit den überlangen Augenbrauen Ausschau halten.
Die Tempelanlage ist ein Nonnenkloster, das bewohnt ist. Der große Tempel hinten beherbergt eine Sammlung von Buddhastatuen. Im Innenhof steht ein rechteckiger Tempel in einem Teich mit Brücke auf einem Findling. Der Felsen wurde offensichtlich von der Göttin in diese Position gerollt, um eine Armee am weiteren Vorrücken zu hindern.
Die beiden goldenen Schriftzeichen an der Tür rechts beim Eingang bedeuten Rad des Gesetzes.

Die in China am höchsten verehrte historische Person stammt aus Qufu, der Provinz Shandong, und führte die meiste Zeit des Lebens eines wandernden Fürstenberaters. Sein eigentlicher Name war Kong Qiu, doch wurde er meist als Kong Zi oder Kong Fuzi „Meister Kong“ bezeichnet, daraus schufen die Jesuiten den latinisierten Namen. Über sein Leben ist wenig Verlässliches bekannt. Seine Lebensdaten, sind vor allem hinsichtlich des Geburtsjahres, nicht gesichert, vielmehr sind Leben und Werk von Legenden umrankt. Auch hinterließ Konfuzius keine eigenen Schriften. Am nächsten kommt man seiner Person und Lehre in den „Gesprächen“ die postum von seinen Schülern aufgezeichnet wurden. Demnach versuchte er in einer Zeit der Kriege und sozialer Umwälzungen einen neuen Ordnungsentwurf, der sich auf ein idealisiertes Verständnis des Altertums stützte. Die von ihm begründete Philosophenschule war anfangs nur eine unter vielen und stieg erst zur Hang-Zeit zur Staatsideologie auf.

Shanghai ist eine der größten Städte dieser Welt und gehört zur wichtigsten Industrie und Handelsmetropole in China. Die 13 Millionen Einwohner Stadt war damals als „Paris des Orients“ bekannt. Außerdem ist Shanghai auch die berühmte kulturhistorischste Stadt in China und gleichzeitig beliebtes Reiseziel für Touristen. Shanghai hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten wie beispielsweise den Bund, den Jadebuddha Tempel und den Yu Yuan Garten. Für europäische Touristen ist Shanghai ein ideales Reiseziel. Entlang den Bund kann man viele Bauwerke in verschiedenen Baustilen sehen. Die Bauwerke wirken wie eine internationals Architekturausstellung.
Auch gilt Shanghai als Einkaufsparadies denn in den Geschäften kann man die verschiedenartigsten Waren kaufen.

Der Bund
Wenn man Shanghai besucht sollte man auf jeden Fall den Bund vesichtigen. Der Bund wird als eine große internationale Architekturausstellung bezeichnet. Dort hat man die Möglichkeit viele verschiedenartige Bauwerke in den unterschiedlichsten Baustilen zu sehen. Hier kann man noch viele alte Gebäude entdecken wie beispielsweise das Zollgebäude (1927), das Peace Hotel (1930) oder die Bank of China (1921). Hier erinnert noch vieles an die Kolonialzeit. Früh am morgen versammeln sich an diesem Ort viele einheimische um Sport zu treiben denn die  Uferpromenade gilt als Wahrzeichen in Shanghai.

Der Oriental  Pearl Tower
Der Oriental Pearl Tower kann man im Stadtteil Pudong besichtigen. Er hat eine Höhe von 468 m und ist somit das höchste Bauwerk Shanghais. Der Oriental Pearl Tower ist der höchste Fernsehturm in ganz Asien und auch der dritthöchste in der Welt. Von hier aus hat man eine wunderschöne Aussicht auf den Bund und er gilt somit als idealer Blick über Shanghai.

Der Yu Yuan Garten
In der nähe der Altstadt liegt der Yu Yuan Garten. Dieser wurde von Pan Yunduan mit seinen gesamten Ersparnissen erbaut. Während der Tangzeit im Jahre 1559 begann die Bauzeit. Fertig gestellt wurde alles erst im Jahre 1577. Im Jahr 1842 wurde die Parkanlage während des Optimumkrieges komplett zerstört. Ende der 1950er Jahre wurde der Park von der Lokalregierung restauriert und 1961 für die Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Seit dem Jahr 1982 steht die Parkanlage auf der Liste der „Denkmäler der Volksrepublik China“.

Die „Avenue of Stars“
Die Avenue of Stars ist das chinesische Gegenstück zum berühmten „Walk of Fame“ in den U.S.A. Hier kann man in den Boden eingelassene „Sterne“ mit den Handabdrücken berühmter chinesischer Filmstars entdecken. Stars wie Jackie Chan oder Jet Li sind hier mit ihren Handabdrücken verewigt. Die „Avenue der Stars“ ist eine nur für Fußgänger zugängliche Straße und liegt direkt gegenüber von Hongkong Downtown. Von hier aus hat man die beste Aussicht auf die beeindruckende Skyline von Hongkong. Gegen 20 Uhr bietet sich die beste Zeit für einen Spaziergang an, denn dann beginnt eine faszinierende Lichtshow an den Fassaden und auf den Dächern der Wolkenkratzer.

Der Jade Buddha Tempel
Dieser Tempel wurde 1911 gebaut und hat seinen Namen wegen zwei kostenbaren Buddha Statuen aus Jade erhalten. Diese Statuen waren im Jahr 1882 ein Geschenk aus Burma an China. Die Größte dieser Statuen ist 1000kg schwer und über 1,90 Meter hoch. Jeden Tag besuchen diesen Tempel tausende von Touristen und auch Anhänger besuchen diesen für sie heiligen Ort.

Keine andere Nation hat sich so sehr der Koch- und Esskultur verschrieben wie die chinesische. Extravaganzen wie Haifischflossen und Schwalbennester gehören ebenso dazu wie die einfache, aber schmackhafte Nudelsuppe.

Esskultur und Sitten beim Essen
In China gilt die Gastfreundschaft als hohe Pflicht und Tugend. Die Chinesen leben sehr sparsam aber für Gäste würden sie ihr letztes Huhn schlachten oder auch ihren letzten Reis opfern. Wenn in China gegessen wird tun Chinesen das nie alleine. Je mehr Leute miteinander essen, desto größer ist dann auch die Auswahl der Gerichte von denen sich dann jeder bedienen kann. Wenn sich Chinesen untereinander besuchen, oder sich mit Verwandten, Freunden oder Bekannten verabredet schließt dies immer eine Bewirtung mit Essen und Trinken ein. Wenn das Essen mit Verwandten oder Freunden zu Hause stattfindet, kommen die Gäste meistens schon frühzeitig um noch bei den Essensvorbereitungen zu helfen.
Beim Essen lassen sich die Chinesen zeit, plaudern zwischen den zwei Gängen oder rauchen, denn das gemeinsame Essen dient auch dem reinen Vergnügen. Ein Essen findet nie in schweigsamer Runde statt. Je nach dem Anlass wird in der fröhlichen Runde geplaudert, gelacht oder auch mal diskutiert. Auch finden wichtige Besprechungen immer beim Essen statt, denn es heißt die besten Geschäfte würden nicht in einem Konferenzraum sondern am Esstisch entstehen. In China gilt ein gemeinsames Essen als verführerisches Mittel um Beziehen zu knüpfen, zu pflegen oder auch zu verbessern.
Ein traditionelles Festmahl in China kann beispielsweise aus 4 Vorspeisen, 6 Hauptgängen und einer Suppe bestehen. Die Suppe soll am ende des Mahls die Lücken im Magen auffüllen. In China wird die Suppe geschlürft, was keineswegs als unmanierlich gilt, sondern gehört in China zu der gut bewahrten Esskultur.

In China sitzt man nicht gerne an langen, unübersichtlichen Tafeln. Man sitzt in China mit Vorliebe Auge in Auge gerne um einen runden Esstisch herum. Das ist so üblich und man sitzt auch in größeren Gesellschaften mit bis zu fünfzehn Personen um solch einen Tisch. In der Mitte dieses Tisches steht eine runde Drehplatte, die sogenannte „faule Susanne“. Auf ihr werden alle Speisen sichtbar und somit leicht zugänglich angerichtet. Durch drehen dieser Platte kann sich jeder Gast von jedem Gericht bedienen.
Ehrengäste sitzen immer links und rechts neben dem Gastgeber. Dieser ist immer bemüht, mehr Essen anzubieten, als die Gäste verspeisen können. Wenn die Gäste die gesamten Speisen aufessen würden, wäre dies ein Symbol dafür, dass der Gastgeber zu wenig Essen aufgeboten hätte, was zu einem Gesichtsverlust des Gastgebers führt. Das bedeutet das er seinen Ruf verliert.
Aber nicht nur das Essen ist in China wichtig, sondern auch der gleichzeitige Genuss von Alkohol. Teil der Kultur ist es sein Glas in einem Zug zu leeren.

Das Essen in China
Kulinarisch teilt sich China in vier Regionen auf:
Norden, Osten, Süden und Westen

Die Stadt Peking und Schantung sind dabei typisch für die Küche des Nordens, die salzig ist und auf Weizenprodukten basiert.
Mit Schweinefleisch gefüllte Bällchen werden in Soja und Reisessig getaucht. Sehr beliebt sind auch Nudeln und gedämpftes Brot aber am bekanntesten ist die Pekingente: Entenfleisch, Pflaumensoße und Zwiebeln werden in hauchdünne Pfannkuchen gerollt.

Die Kantonküche im Süden zeichnet sich durch Gebratenes, Gekochtes und Gedämpftes aus. In Restaurants wird in Wägelchen „dim sum“ herumgefahren. Das sind gefüllte Teigtaschen, die man in verschiedene Soßen eintunkt.  Die Küche von Chaozhou ist eher süss und es werden viele Meeresfrüchte verwendet.

Im Osten wird das Essen von Shanghai geprägt, wo man in Suppen und Meeresfrüchten schwelgt. Die Gerichte sind oft sehr ölig. Hier wird beispielsweise „siulong bao“ gegessen. Das sind gekochte Fleischstückchen im Teig.

Sichuan ist das Zentrum der westchinesischen Küche, die Unmengen an scharfen Gerichten zu bieten hat. Von einem Kraut namens „chuancai“ wird einem sogar der Mund taub. Zu den bekannten Gerichten gehören hier „suancai yu“, eine Suppe mit einegelegtem Gemüse und Fisch, oder „shuizhu roupian“, Schweinefleischstücke die in einem Meer aus Chili und Kohlblättern gekocht werden.
Auch das Essen aus Henan und Hubei ist für seine Schärfe bekannt.

Getränke in China
Zum Essen trinken die Chinesen Wein, Bier oder auch einen starken, klaren Schnaps namens „baijiu“. Wörtlich übersetzt bedeutet das „Weißwein“. Der bekannteste dieser Schnäpse stammt aus Maotai. Der Stärkste Schnaps heißt „Erguotou“ und hat 65 Prozent.
Tee wird dagegen überall in China getrunken und vor allem auch zum essen. In China gibt es viele Teesorten wie beispielsweise den Chrysanthemen-Tee, den westlichen Tee, den grünen Tee, und den herrlichen Acht-Schätze-Tee, eine Mischung aus Blumenblüten und Knospen, der mit Kandiszucker gesüßt wird.
Kaffee hat in China keine Tradition. In den meisten Restaurants steht er zwar auf der Speisekarte, aber meist wird einem dann nur ein Instantkaffee vorgesetzt. Die Chinesen nehmen auch gerne eine Schale kochend heißes Wasser.
Fruchtsäfte sind in China weit verbreitet und Mineralwasser bekommt man überall im ganzen Land.

Als Bauern im Jahr 1974 in dem Dorf Xijang einen Brunnen gruben fanden sie nicht etwa Wasser sondern Terrakottascherben. Kurze Zeit später stießen sie auf die 2000 Jahre alte Terrakotta Armee die ein großes Erbe der Menschheit darstellt. Die Terrakotta Armee dokumentiert die Kunstfertigkeit und die Macht des Reiches auf eine faszinierende Weise.
Die Terrakotta Armee ist die Grabanlage des ersten Kaisers von China, Qin Shihuang. Da dieser Fund so unglaublich und wertvoll war wurde die Terrakotta Armee im Jahr 1987 von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.
Bis heute ist auch etwa nur ein viertel der Anlage komplett freigelegt.

Entdeckung der Terrakotta Armee
Im März des Jahres 1974 wurden die mittlerweile berühmten Tonfiguren von sechs Bauern aus dem Dorf Xijang entdeckt. Die Bauern versuchten wegen der großen Trockenheit einen Brunnen zu bohren und stießen am 29. März auf eine verbrannte und harte Erdschicht. Es kamen in etwa 4 Metern Tiefe einige Tonstücke zu tage. Darauf folgten ein mit Ziegelsteinen ausgelegter Boden, bronzene Armbrustmechanismen und bronzene Pfeilspitzen. Bis in die Kreisstadt Lintong verbreitete sich diese Nachricht sehr schnell. Der zuständige Beamte Zhao Kangmin, der für den Schutz alter Kulturgegenstände zuständig ist, reiste sofort mit einigen Sachverständigen an die Fundstelle. Bei den vielen Untersuchungen der lebensgroßen zerbrochenen Figuren ist festgestellt worden, dass die Fundstücke sehr wertvoll sind und aus der Qing Dynastie stammen. Im Kulturhaus der Stadt Lintong wurden die Figuren aufwendig restauriert und die Information über diesen Fund wurde erstmal unter Verschluss gehalten. Als ein Journalist der Zeitung Xinhua jedoch diesen Fund entdeckte schrieb er einen Bericht und somit konnte die Entdeckung vor der Bevölkerung Chinas nicht weiter verheimlicht werden. Eine Gruppe Archäologen reiste einige Monate später zu der Grabanlage und begann mit der genauen Untersuchung der Fundstelle. Unter dem Boden wurde in der Grabanlage des Kaisers eine Tonarmee mit vielen tausende Figuren entdeckt. Da die gebrannten Tonfiguren eine lange Zeit unter der Erde vergraben waren und dann Kontakt mit der Luft bekamen verloren sie in ganz kurzer Zeit ihren ursprünglichen Farbüberzug. Einigen Experten des Terrakottamuseums und auch einigen Experten aus Bayern gelang es erst Mitte des Jahres 2004 ein Verfahren zu entwickeln der zum Schutz diese Farbüberzugs dient.

Die Armee
Kaiser Qinshi Huangdi einte China erstmals unter der Qin Dynastie und nahm eine ganze Reihe gewaltiger Bauvorhaben in Angriff, darunter auch die Große Mauer. Von seinem Vorhaben wohl am besten erhalten ist die Terrakotta Armee, die ihm etwa 1 km östlich seines Grabhügels mit in die Ewigkeit gegeben wurde. Über ihre Existenz bestanden keine historischen Aufzeichnungen, sodass ihre Entdeckung auch aus diesem Grund als eine der größten archäologischen Sensationen des 20. Jahrhunderts gilt. In der Geschichte Chinas nimmt sie zweifellos eine Sonderstellung ein.
In drei Schächten in sechs Metern Tiefe unter dem heutigen Bodenniveau wird eine Armee von etwa 7000 lebensgroßen Soldaten, 600 Pferden und von 100 hölzernen Kriegswagen vermutet, von der ein Teil bereits freigelegt wurde und der im Museumskomplex besichtigt werden kann. Alle Krieger der Terrakotta Armee sind zwischen 1,80 und 2 Meter groß. Alle waren ursprünglich mit funktionstüchtigen Waffen ausgestattet: Lanzen, Dolchäxte, Streitkolben oder Schwerter aus Bronze oder Eisen und Armbrüste aus Holz. Die Soldaten und Pferde wurden aus gelbem Ton geformt und nach dem Brennen bemalt. Leider sind die lebhaften und farbenprächtigen Malereien alle verblichen.

Terrakotta Armee

Der Schacht I
Die Hauptarmee, 7000 Soldaten und einige Quadrigen (Viergespann), stehen in Schacht I. Die einzelnen Reihen mit Figuren sind durch Wände getrennt, die an die zweieinhalb Meter dick sind. Höher gelegte Wege führen zwischen den Mauern hindurch, sodass man von oben auf die Soldaten hinunterschaut. Das Fotografieren ist hier verboten.
Die Soldaten blicken nach Osten, also vom Grab des Kaisers weg. Einige Terrakotta Pferde hatten früher ein Geschirr mit Messingbeschlägen und zogen vermutlich Karossen, die aus Holz gewesen sein müssen und natürlich schon lange nicht mehr existieren. Im hinteren Bereich des Schachts sieht man Bruchstücke weiterer Figuren. Die Archäologen bemühen sich nun, wie in einem Puzzlespiel aus den Einzelteilen die passenden Stücke zu ergänzen. Betrachtet man die einzelnen Soldaten genauer, stellt man fest, dass jeder einen individuellen Gesichtsausdruck hat. Die Figuren sind von den Beinen aufwärts hohl. Die Hände und der Kopf müssen jeweils separat modelliert und dann mit dem Körper verbunden worden sind.

Der Schacht II
Aufgestellt sind hier Streitwagen, Kavallerie und Figuren der Infanterie, doch sieht man auch die ursprüngliche Dachkonstruktion die aus Deckenbalken und Flechtmatten bestehen. Die Ausgrabungsarbeiten hier dauern an, die meisten Schätze sind noch im Boden verborgen.

Der Schacht III
Im vollständig freigelegten Schacht 3 stehen 68 Soldaten und eine Quadriga (Viergespann). Bei den Figuren handelt es sich offensichtlich um Offiziere höheren Rangs, weil sie aufwändiger gekleidet sind als das Fußvolk in Schacht I. Vermutlich handelt es sich um den Kommandostab dieser Armee des Jenseits.
An den Wänden sind ferner exzellente und interessante Fotos zu sehen, die während der Ausgrabungsarbeiten in den 70er Jahren aufgenommen wurden.

Die kämpfenden Mönche des Shaolin Tempels sind ein Synonym für das chinesische „gongfu“. Von morgens bis abends sind die Mönche hier mit der buddhistischen Lehre und dem Kampfgeist beschäftigt. Die Spiritualität hier hat schon die Phantasie vieler angeregt und auch den Stoff für so manchen Film geliefert.

Der Shaolin Tempel liegt im Songshan Gebirge zwischen Luoyang und Zhengzhou und wurde im 5. Jh von einem Mönch mit dem Namen Ba Tuo gegründet, einem Experten in Sachen Kampfkunst. Einer seiner beiden Schüler, Seng Chou, konnte mit einem einzigen Satz auf das Dach des Hauses springen.

Hodhidharma, der indische Mönch auf den die buddhistische Zen (Chan) –Sekte zurückgeht, kam 527 zu Besuch. Er entwickelte für die Mönche eine Reihe von Körperübungen, die sie nach den langen Sitzperioden der Meditation ausführen sollten. Der Grundstein für „wushu“, die Kampfkunst, war gelegt.

Im Gegensatz zu Karate, Teakwondo oder Kickboxen vermittelt die Variante hier Spiritualität und einen Lebensstil.

Der Tempel zeigte sich künstlerischen und etwas extravaganten Mönchen gegenüber offen, die in anderen Klöstern abgelehnt wurden.

Er avancierte auch zum Zufluchtsort für Hunderte von Soldaten. Militärs und Banditen die oft in Kampfsportarten ausgebildet waren. Sie alle trugen dazu bei, den Tempel vor drohenden Überfällen zu schützen. Gleichzeitig stieg er in der kaiserlichen Gunst und gelangte zu Wohlstand.

Die Mönche des Shaolin Klosters wurden oft gebeten, für den Hof zu kämpfen und es wurde eine Armee von Mönchsoldaten ins Leben gerufen. Während der Ming Dynastie hatten die Mönche ihren großen Ruhm erreicht, unter der Qing Dynastie ging es dann bergab. Der Tempel wurde zigmal geplündert und niedergebrannt, auch von den Roten Garden in den 70er Jahren.

Heute kommen Tausende von Möchtegern Mönchen ins Kloster, um dort einen Schnellkurs in Selbstverteidigung zu besuchen. Der Verwaltung war bald klar, dass man damit gut Geld machen konnte und der Tempel öffnete sich den Massen.

Und so hat so mancher Bodyguard hier diese todbringende Kunst studiert.

Rund um den Tempel sind die Kampfsportschulen wie Pilze aus dem Boden geschossen. Viele Fremde machen einen Kurs in der Hoffnung, zum zweiten David Carradine zu werden, dem Star der Fernsehserie Kung Fu.

Jedes Jahr pilgern Tausende von „gongfu Fans“ zum Shaolin Tempel. Einige erweisen Bodhidharma ihre Ehre, andere lassen sich eher von Bruce Lee oder Jet Li leiten und wieder andere sind einfach nur neugierig. Hinter dem Blitzlichtgewitter der Fotoapparate  und den Souvenirläden steht jedoch ein herrliches Bauwerk. Und bis heute ist der Shaolin Tempel die Heimat fernöstlicher Kampfkunst.

Der Tempel

Im Haupthof wimmelt es nur so vor Stellen, die alle vom weltweiten Einfluss des Shaolin Tempels zeugen. Im Haupttempel sind drei goldene Buddhas sowie ein Bildnis von Damo zu sehen. Damo war zwar ein bisschen durch einen Samtvorhang rechts verdeckt, doch kann man ihn an seinem Bart und den indischen Zügen erkennen.

Im hinteren Bereich des Klosters liegt der „Im Schnee stehende Pavillon“, wo sich der Mönch Huihe den Arm abgeschnitten hat, um besser mit dem Wesen des Chan bzw Zen Buddhismus in Kommunikation treten zu können. In der „Wenshu Halle“ daneben ist ein Stein untergebracht, dessen Oberfläche die Gestalt eines Bodhisattvas (nach höchster Erkenntnis strebende Wesen aus dem Mahayana Buddhismus) hat.

Der „Pilu Pavillon“ dahinter weist viele Wandmalereien auf. Beeindruckender sind jedoch die Fußabdrücke, welche die Legionen kämpfender Mönche hinterlassen haben.

Der „Guanyin Tempel“ rechts lässt die berühmten Fresken mit Mönchen beim Kampfsport sehen.

In der „Chuipu Halle“ sind Figuren in verschiedenen Meditationshaltung und Kampfesposen ausgestellt. Verschiedene Kampfsportarten werden gezeigt, darunter die martialische „Luohan Faust“ benannt nach dem bekannten Luohan aus der buddhistischen Mythologie.

Leider betteln heute manche Mönche die Touristen an, der Großteil pflegt allerdings weiter diszipliniert die asketische Kampfeskunst, selbst wenn der Kommerz im Tempel blüht.

Der berühmte Pagodenwald (Ta Lin) befindet sich 200 Meter den Berg hinauf, auf der Eintrittskarte ist ein Lageplan. Jede der kleinen Pagoden erinnert an einen der ehrenswerten Mönche, die hier beerdigt sind.

Da es am Wochenende im Shaolin Kloster extrem voll ist, empfiehlt es sich an einem Wochentag zu kommen.

Der größte „Dichterfürst“ der Tang Zeit setzte mit seinem Schaffen Maßstäbe für Jahrhunderte. Seine wundervolle Poesie wird bis heute auswendig gelernt. Li Bai wurde im Jahr 699, zur Zeit der größten Westausdehnung Chinas, vermutlich im heutigen Kirgistan als Sohn eines Chinesischen Kaufmanns geboren, wuchs jedoch in Sichuan auf. 742 kam er wegen seines unerhörten Talents an den Kaiserhof, wo er aber nicht lange blieb. Die meiste Zeit führte er das unstete Wanderleben eines genialen Bohemiens. 762 starb er, angeblich als er stockbetrunken das Spiegelbild des Mondes im Wasser umarmen wollte. Se non è vero, è ben trovato. („Wenn man dem Esel den Kopf wäscht, vergeudet man Zeit und Seife.“)

Die Stadt Lhasa ist Hauptstadt der Autonomen Region Tibet (ART) und ebenfalls das kulturelle und religiöse Zentrum der Provinz. Lhasa wird auch „das Dach der Welt“ genannt, da die Stadt auf einer Höhe von über 3500 Metern, auf dem fruchtbarsten Landstrich des Hochplateaus von Tibet, liegt. In Lhasa findet man weder Industriegebiete noch übervolle Strassen oder mit Musik lärmende Geschäfte, obwohl es etwa 150.000 Einwohner in Lhasa gibt. Somit ist die Stadt die bevölkerungsreichste der Provinz und auch größtenteils noch unverändert geblieben so wie noch vor vielen Jahrzehnten.
Der Potala Palast blickt auf die Stadt herab, die von den Han-Chinesen gestürmt, jedoch nicht geplündert werden konnte. Auch die zauberhaften Tore und unzähligen Tempel von Lhasa, allem voran der legendäre Jokhangtempel führen ins geheimnisvolle Reich des tibetischen Buddhismus.

Der Potala Palast
Das wirklich auffälligste und prächtigste Bauwerk in Tibet ist wohl der Potala Palast. Wie eine gewaltige Burg thront der Palast auf dem Roten Berg und beherrscht so das Stadtbild von Lhasa. Einst war er mal die Winterresidenz des Dalai Lama und gilt heute als das Symbol für Lhasa.
Seinen Namen hat der Palast vom Berg Potalaka, dem heiligen Zuhause des Bodhisattvas der Gnade, Avalokiteshvara, der in China als Göttin Guanyin verehrt wird.
Der Potala-Palast besteht aus zwei Teilen, dem Weißen Palast (1645 – 1653 erbaut) und dem Roten Palast (1690 – 1693 erbaut).
Der äußere, weitläufigere Teil, der Weiße Palast, diente dem Dalai Lama als Residenz im Winter sowie als Regierungssitz.
Der Rote Palast im Innern ist ein herrliches Reich aus Tempeln und spirituellen Gebäuden.
Die gewaltigen Mauern, die den labyrinthartigen Palast mit seinen tausend Räumen umgeben, sind an den Südecken mit Wachtürmen bewehrt.
Der Grundstein zum Palast wurde im 7. Jh gelegt, doch sind aus diesem Tagen nur noch wenige Strukturen erhalten. Unter dem 5. Dalai Lama erfuhr das Gebäude im 17.Jh einige bedeutende Umbauten, in der Zeit nämlich, als  Lhasa wieder die Hauptstadt von Tibet wurde. Im 18. Jh wurde die Anlage erweitert und im 20. Jh grundlegend renoviert. Die Wirren der Kulturrevolution überstand der Palast dann weitgehend unbeschadet.

Der Jokhangtempel
Eines der ältesten Gebäude in Lhasa ist der labyrinthartige Jokhangtempel, der heiligste in Tibet. Der Tempel entstand 647 nach den strengen Prinzipien der Geomatik und wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach verschönt und restauriert.
Die Kulturrevolution fügte ihm größten Schaden zu. Heute quillt der von Kerzen erhellte Tempel vor Kunstwerken beinahe über.
Er gliedert sich in ein inneres und ein äußeres Heiligtum. Den rechteckigen inneren Jokhang umgibt ein heiliger Ritualweg, Nangkor, mit Gebetsrädern. Der innere Jokhang selbst besteht aus Kapellen und Hallen, es gibt überaus wertvolle Schriften in mehreren Stockwerken. Seine goldenen Dächer kann man besichtigen.

Sichuan, Tibet Plateau und Barkhor
Weitere Kapellen und Hallen umgeben den äußeren Jokhang. Am Rand der Barkhor, ein heiliger Umwandlungsweg für Pilger, liegt hier, die den Tempel im Uhrzeigersinn umrunden. Man findet hier auch viele Marktbuden, wo man ein Gebetsrad oder einen doppelten „dorje“, eine Art Zepter, erstehen kann und natürlich die üblichen Händler und Schlepper sind hier auch zu finden.

Der Norbulingka Palast
Dieser Palast und sein Park war die ehemalige Sommerresidenz des Dalai Lama. Der Palast liegt in der westlichen Vorstadt von Lhasa und etwa 1,5 km vom Potala Palast entfernt. Norbulingka bedeutet auf Tibetisch „der Schatzgarten“. Der Park hat eine Fläche von mehr als 350.000 m². Auf dem Gelände des Parks befinden sich mehrere Paläste, eine Oper, heilende Quellen, viele Pavillons, Regierungsgebäude und ein Zoo. Genau wie auch der Potala Palast wurde er im Laufe der Zeit erweitert.

Der Ramoche Tempel
Das zweitwichtigste religiöse Gebäude in Tibet ist der Ramoche Tempel und ist in der Altstadt von Lhasa zu finden. Der Tempel war damals der Aufenthaltsort der Jowo Shakayamuni. Jokhang und Ramoche tauschten damals aus Sicherheitsgründen ihre heiligsten Statuen. Somit sieht man heute im Ramoche Tempel die „Jowo Mikyö Dorje“ (vergoldete Bronzestatue). Es gibt aber noch viele weitere und sehr wertvolle Statuen und Figuren im Tempel zu sehen.
Als der Tempel damals abbrannte, wurde er wieder neu aufgebaut, von den Mongolen wieder zerstört. In den 80er Jahren wurde der Ramoche Tempel komplett renoviert und ist bis heute noch im sehr guten Zustand.

Das Drepung Kloster
Im 15. Jh wurde das Drepung Kloster etwa 8 km nördlich von Lhasa gegründet.
Einst lebten in diesem größten Kloster der Welt 10.000 Mönche. Die Anlage überstand die Flammen des Bürgerkriegs, Mongoleneinfälle und die Kulturrevolution. Heute sind hier allerdings nur noch etwa 500 Mönche zu Hause. Die Anlage besteht aus vielen Hallen und Kapellen, darunter die Versammlungshalle mit einem goldenen Dach. Am heiligsten ist der Jampa Tongdroi Lhakhang mit einem 15 Meter großen Maitreya-Buddha.
Erbaut hatten die Anlage die Anhänger der Gelbmützensekte im typisch tibetischen Stil. Es war das Zentrum der Sekte.