Über China wacht eine ganze Reihe von Gottheiten. Wer das Geheimnis des Pantheon lüften will und ein paar der bekanntesten Wesen erkennt, hat viel mehr von seinem Besuch in China.

Buddhas und Bodhisattvas

Zukunftsbuddha (Mile Fo oder Maitreya)
Dieser fröhliche dreinblickende, oft goldene, Buddha begrüsst die Besucher am Tempeleingang. Die Buddhisten glauben, dass es Buddhas gibt, die der Vergangenheit angehören und andere, die ihrer Wiedergeburt entgegensehen.
Mile Fo ist ein Bodhisattva, der sich auf Erden manifestierten wird. In China ist Mile Fo seine dickbäuchige Inkarnation (nach dem Urbild des Mönchs Chang Dingzi).

Historischer Buddha (Shakyumuni)
Die Haupthalle eines jeden Tempels enthält eine Trinität von goldenen Buddhas, wobei die Figur in der Mitte der historische Buddha ist. Sie repräsentiert Gatama Siddharta, den Gründer des Buddhismus, vor seinem Eingang ins Nirvana. Shakyumuni wird auch oft im Lotossitz dargestellt.

Bodhisattva
Halbirdische Wesen, Anwärter künftiger Buddhaschaft, die noch nichts ins Nirvana eingegangen sind, um anderen Menschen helfen zu können. Am bekanntesten sind in China Guanyin, die Göttin der Barmherzigkeit, und Maitreya vor seiner Buddhaschaft.

Avalokiteshvara oder Guanyin als Götter der Barmherzigkeit
Avalokiteshvara blickt auf das Leid der Welt herab und wird in China oft als die Göttin Guanyin dargestellt. Als Herrscherin über die Insel Putuoshan manifestiert sie sich im Dalai Lama. In Tempelanlagen blickt sie im Haupttempel hinten oft gen Norden. Manchmal ist ihr auch ein eigener Tempel geweiht.

Wenshu (Manjushri)
Dieser Bodhisattva trägt ein Schwert und manchmal ein Buch, reitet auf einem Löwen und steht für die Weisheit. Er herrscht über den buddhistischen Berg Wutai und erscheint oft als Trinität mit Puxian und dem historischen Buddha.

Bodidharma (Damo)
Der indische Mönch wird meist mit buschigen Augenbrauen und einem dicken Bart dargestellt. Er ist der Schutzpatron des Zen-Buddhismus, sein spirituelles Zuhause ist das Kloster Shaolin.

Luohan (Arhat)
Die Luohan sind erleuchtete Mönche, die vom Kreislauf der Wiedergeburten befreit sind, sie entsprechen etwa den Jüngern im Christentum. Sie bilden meist Gruppen zu 9, 16 oder 18 (gelegentlich auch 500).

Weituo
Der Krieger verteidigt den buddhistischen Glauben und stehen oft hinter dem Zukunftsbuddhas am Tempeleingang.

Die Vier Himmelskönige
Sie treten paarweise zu beiden Seiten des Zukunftsbuddhas und von Weitu auf. Sie tragen eine Rüstung und haben ein Musikinstrument.

Taoistische Götter und Göttinen

Die Drei Reinen (San Qing)
Diese Dreiergruppe in taoistischen Tempeln besteht aus Laotse, dem Jadekaiser sowie dem gelben Kaiser, Daojun.

Laotse
Er wurde im 4. Oder 3. Jahrhundert v. Chr. Geboren und begrüsste die Philosophie des Taoismus. Oft wird er als Gott auf einem Ochsen reitend dargestellt, in der Hand ein Buch, sein Dao De Jing.

Jadekaiser (Yuhuang)
Er ist der höchste Gott des Taoismus und herrscht über Himmel und Erde. Oft wird er mit einem schwarzen Bart auf einem Drachen-Thron dargestellt.

Die Acht Unsterblichen
Sie werden oft gezeigt, wie sie das Meer in einem Boot überqueren. Im Ostmeer liegen nämlich die Inseln der Unsterblichkeit, das Gegenstück zum christlichen Paradies.

Himmelskaiserin (Tianhou)
Sie regiert vor allem an der Südküste und ist die Beschützerin der Seefahrer und Fischer. Viele Tempel in Hongkong sind ihr geweiht.

Kriegsgott (Guandi)
Er wird mit einem roten Gesicht dargestellt, trägt einem schwarzen Bart und eine Rüstung und bewahrt den Frieden.

Taoistische Türgötter
Sie sollen, wie in buddhistischen Tempeln auch, böse Geister abhalten, zum Beispiel der Grüne Drache und der Weiße Tiger.

Die Hauptstadt der Provinz Zhejiang, etwa 180 km südlich von Shanghai an der Mündung des Qiantan Jiang gelegen, liefert China vor allem das Idealbild einer Stadt in lieblicher Landschaft. Den Westsee mit seinen Dämmen ließen die Pekinger gleich zweimal in ihren Gartenpalästen nachbauen. Hangzhou ist seit alters ein Ort mit gehobener Lebensart.
Um die Stadt rankt sich ein bedeutender Sagen- und Legendenschatz, jedoch bietet Hangzhou wenig an historischen Bauten. Aus der 150-jähringen Glanzzeit unter der südlichen Song Dynastie (1127 – 1279) blieb nichts erhalten.
Das heutige Hangzhou hat Teil am anhaltenden Boom des Shanghaier Großraums, der auch hier Hochhäuser entstehen lassen hat, die aus der Westsee-Perspektive als ärgerlich und töricht gelten müssen. Wenn man ein romantisches Ortsbild erwarten würde wäre das ein Fehler. Es gilt dennoch: Wer Hangzhou versäumt, versäumt auch ein wesentliches Stück Chinas.

Der Westsee
Für die Chinesen ist der Westsee ein himmlischer, archetypischer See, ein Prototyp und Paradebeispiel. Für jeden Chinesen ist es ein Muss einmal an diesem See gewesen zu sein.
Der im Schnitt etwa 1,5 Meter tiefe See mit etwa 15 km Umfang ist das berühmteste aller Stadtgewässer in China. Der See wird im Norden vom Weißen Damm durchschnitten, der erstmals in der Tang-Zeit angelegt wurde. Der Westsee führt von der Stadtpromenade am Nordostufer über die „Gebrochene Brücke“ zur Insel Gu Shan.
Auch wenn schon viel Schönheit des Sees duch den Tourismus zerstört wurde, sind doch noch einige Charmante Ecken verblieben. Es gibt weidenumsäumte Ufer, Promenaden, Teehäuser, Pagoden, Inseln, Lotos, alles umrahmt von sanften Hügeln.
Wer einmal den See umrunden möchte, benötigt dazu einen halben Tag. Wer sich auch den Sehenswürdigkeiten (betrachtet man am besten von einem der zu mietenden Boote aus) ausführlicher widmen möchte braucht natürlich länger.

Drachenbrunnen
Die Stadt Drachenbrunnen im Südwesten des Westsees ist für ihren exquisiten Tee bekannt. Hier heraus zu fahren ist vielleicht nicht das wahre Vergnügen, denn alles ist auf Touristen-Dollars abgestellt. Dennoch ist die Landschaft hübsch anzusehen.

Apotheke Hu Qingyu Tang
Die wohlerhaltene pharmazeutische Manufaktur( 1974 gegründet ) in der Hangzhouer Altstadt beherbergt heute ein Apothekermuseum. Das schönste Ausstellungsobjekt ist das reich mit Schnitzereien verzierte Gebäude selbst. Im prächtigen traditionell gestalteten Verkaufsraum kann man zusehen wie chinesische Medikamente gemischt werden.

Das Seidenmuseum
Hier bekommt man Mode aus zwei Jahrtausenden zu sehen. Seidenreste aus der östlichen Han-, Jacken aus der Song-Dynastie, feinster Satin und Roben aus der späteren Kaiserzeit. Prunkstück ist eine goldglänzende Hofrobe des Qianlong Kaisers. Auch über Seidenraupen, Seidenweberei und Brauchtum erfährt man hier sehr viel.

Der Yuefei Tempel
Der Tempel des Generals Yue Fei am Nordwestufer erzählt die Geschichte des tapferen Generals der Song-Dynastie, der hier begraben liegt. Der Meisterstratege, Patriot und Erfinder einer Variante der chinesischen Kampfkunst, wurde ins Gefängnis geworfen und trotz seiner erfolgreichen Aktionen gegen die Übergriffe der Nördlichen Jurchen hingerichtet. Er wurde posthum rehabilitiert und später in den Status eines Helden und Halbgottes erhoben. Auch die Kommunisten würdigten ihn als beispielhaften Patrioten.
In der Tempelanlage gibt es die Statuen des knienden Qin Hui zu sehen, der Mann der den Verrat an Yue Fei beging, seiner Frau und zwei verräterischer Beamten.

Quelle des laufenden Tigers
Diese Quelle ist ebenso mysteriös wie berühmt und befindet sich nur etwas außerhalb von Hangzhou. Ihr Name entstand dadurch das der Entdecker dieser Quelle einem Tigerpaar in den Wald gefolgt ist und dabei auf den Teich mit seinem klaren Wasser aufmerksam wurde. Unerklärlicherweise hat das Wasser hier eine besonders hohe Oberflächenspannung. Wer Feingefühl und Geduld hat dem wird es gelingen eine Geldmünze auf dem Wasser schwimmen zu lassen.

Die Sechs Harmonien Pagode
Am Stadtrand von Hangzhou befindet sich eine 60 Meter hohe Pagode. Sie steht direkt am Ufer des Qiantang und wurde im Jahr 970 gebaut. Damals diente sie als Leuchtturm und sollte die Bewohner der Stadt vor den jährlichen Fluten schützen.
Die Pagode wurde aber bei einer Springflut im 12. Jh zerstört aber umgehend wieder neu aufgebaut. Heute trägt die Pagode eine schöne Holzverkleidung aus dem Jahr 1900. Bis heute ist es für Touristen möglich sieben Stockwerke der Pagode über eine Wendeltreppe zu besichtigen. Die Pagode wurde übrigens nach den sechs Paramitas des Buddhismus zum Erreichen der Buddhanatur benannt.

Der Enkel Dschingis Khan machte Peking erstmals zum Zentrum eines ganz China umfassenden Großreichs. Er selbst wurde der erste Kaiser der von ihm ausgerufenen mongolischen Yuan Dynastie. Im Jahr 1280 vollendete er die Eroberung Chinas, nachdem er die Südliche Song Dynastie vernichtet hatte. Zweimal scheiterte er mit dem Versuch, auch Japan zu erobern. Unter Khubilai herrschte in weiten Teilen Asien Frieden, so dass Handelsbeziehungen über die Seidenstraße gediehen, vor allem mit Persien. Mehrfach kamen auch italienische Kaufleute, darunter als junger Mann Marco Polo. Khubilai Khan zeigte Toleranz gegenüber dem Buddhismus und dem Christentum. In seine Zeit fällt die Ankunft des Johannes von Montecorvino, des ersten katholischen Erzbischofs von Peking. Khubilai Khan starb ebendort im Jahr 1295.

Für die Chinesen ist die Tang Dynastie am ruhmreichsten. Li Yuan gelang es nämlich, China wieder seinen Einfluss in Korea und Zentralasien zu sichern. Der Beamtenapparat entwickelte sich unter der Schutzherrschaft des Neo Konfuzianismus, einer Philosophie, die durch Taoismus und Buddhismus ausgelöscht worden war. So wurde das klassische konfuzianische Prüfungswesen zur Berufung von Staatsdienern wieder eingeführt.
Um Fehler der früheren Dynastien zu vermeiden, bezog man die Bauern durch ein System der Landverteilung in die Politik ein. Unter der früheren Tang kam es zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung, der sich günstig auf das Gewerbe und die Handelsbeziehungen mit dem Ausland auswirkte. Die Dynastie übte auch großen Einfluss auf Zentralasien aus und baute die Kontakte zu Tibet aus. Die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu Japan führten dazu, dass die Japaner schließlich die chinesischen Schriftzeichen übernahmen.
Fruchtbare Kontakte mit anderen Kulturen an der Seidenstraße wurden durch eine tolerante Politik gegenüber Ausländern begünstigt, was eine kosmopolitische Einstellung entstehen ließ. Mehrere Religionen, darunter das Neorianische Christentum, Manichäismus und der Islam, hielten in China Einzug, doch keine kam zu solcher Blüte wie der Buddhismus.
Die berüchtigtste Kaiserin der chinesischen Geschichte, Wu Zetian (auch Wu Hou) regierte in dieser Dynastie. Sie war zunächst nur die Geliebte des Kaisers, kam durch Lug und Trug 698 jedoch an die Macht, bis man sie dann 705 zum Abdanken zwang.
Unter ihrer Herrschaft erblühte der Buddhismus, vor allem wohl wegen ihres Faibles für buddhistische Mönche. Die Geschichte dieser Frau ist faszinierend.
Ein Wahrsager am Hof warnte den Kaiser, keine Dame namens Wu in den Palast zu lassen, denn sie würde die Tang Dynastie zerstören. Wu Zetian war über den Versuch, sie auszuschalten, außer sich, schließlich gelang es ihr aber doch, auf den Thron zu kommen.
Die Regentschaft von Xuangzong (712 – 756) wird oft als das goldene Zeitalter der Tang bezeichnet. Die Dynastie war allerdings durch eine Niederlage in der Schlacht gegen die Araber im Jahr 751 geschwächt sowie durch die Revolte von An Lushan, einem türkischen General.
Der Aufstand wurde zwar erfolgreich niedergeschlagen, ging aber trotzdem auf Kosten der staatlichen Kontrolle.
Die Tang Dynastie geriet dann unter den Einfluss von Eunuchen, mehrere Kaiser wurden vergiftet.
Der Buddhismus erlebte eine Zeit der Unterdrückung, die Wirtschaft lag am Boden und die absolut ausgebeuteten Bauern probten wieder den Aufstand. Die Tang Dynastie wurde durch Rebellionen geschwächt, und China fiel in die Hände von Kriegsherren.
Die Tang Kultur stellt in der chinesischen Geschichte einen Höhepunkt dar, besonders während der Herrschaft von Xuangzong. Seine Poesie blieb unübertroffen; auch die Dichter Li Bai und Du Fu erlangten Ruhm. Han Yu ist vor allem für seine hervorragende Prosa bekannt. Der Buchdruck in China reichte in die Zeit der Tang Dynastie zurück. Damals entstand auch das erste gedruckte Buch der Welt, das Diamant Sutra, das in den Grotten von Dunhuang entdeckt wurde. In dieser Epoche erreichte die buddhistische Kunst ihren Höhepunkt, allerdings wurden viele Werke  durch antibuddhistische Repressionen zerstört. Eine Auswahl an Statuen ist in den Dunhuang  und Longmen Grotten jedoch erhalten geblieben.
Auch die Malerei entwickelte sich und ebnete so der erfolgreichen Song Dynastie den Weg.

Die Stadt Lhasa ist Hauptstadt der Autonomen Region Tibet (ART) und ebenfalls das kulturelle und religiöse Zentrum der Provinz. Lhasa wird auch „das Dach der Welt“ genannt, da die Stadt auf einer Höhe von über 3500 Metern, auf dem fruchtbarsten Landstrich des Hochplateaus von Tibet, liegt. In Lhasa findet man weder Industriegebiete noch übervolle Strassen oder mit Musik lärmende Geschäfte, obwohl es etwa 150.000 Einwohner in Lhasa gibt. Somit ist die Stadt die bevölkerungsreichste der Provinz und auch größtenteils noch unverändert geblieben so wie noch vor vielen Jahrzehnten.
Der Potala Palast blickt auf die Stadt herab, die von den Han-Chinesen gestürmt, jedoch nicht geplündert werden konnte. Auch die zauberhaften Tore und unzähligen Tempel von Lhasa, allem voran der legendäre Jokhangtempel führen ins geheimnisvolle Reich des tibetischen Buddhismus.

Der Potala Palast
Das wirklich auffälligste und prächtigste Bauwerk in Tibet ist wohl der Potala Palast. Wie eine gewaltige Burg thront der Palast auf dem Roten Berg und beherrscht so das Stadtbild von Lhasa. Einst war er mal die Winterresidenz des Dalai Lama und gilt heute als das Symbol für Lhasa.
Seinen Namen hat der Palast vom Berg Potalaka, dem heiligen Zuhause des Bodhisattvas der Gnade, Avalokiteshvara, der in China als Göttin Guanyin verehrt wird.
Der Potala-Palast besteht aus zwei Teilen, dem Weißen Palast (1645 – 1653 erbaut) und dem Roten Palast (1690 – 1693 erbaut).
Der äußere, weitläufigere Teil, der Weiße Palast, diente dem Dalai Lama als Residenz im Winter sowie als Regierungssitz.
Der Rote Palast im Innern ist ein herrliches Reich aus Tempeln und spirituellen Gebäuden.
Die gewaltigen Mauern, die den labyrinthartigen Palast mit seinen tausend Räumen umgeben, sind an den Südecken mit Wachtürmen bewehrt.
Der Grundstein zum Palast wurde im 7. Jh gelegt, doch sind aus diesem Tagen nur noch wenige Strukturen erhalten. Unter dem 5. Dalai Lama erfuhr das Gebäude im 17.Jh einige bedeutende Umbauten, in der Zeit nämlich, als  Lhasa wieder die Hauptstadt von Tibet wurde. Im 18. Jh wurde die Anlage erweitert und im 20. Jh grundlegend renoviert. Die Wirren der Kulturrevolution überstand der Palast dann weitgehend unbeschadet.

Der Jokhangtempel
Eines der ältesten Gebäude in Lhasa ist der labyrinthartige Jokhangtempel, der heiligste in Tibet. Der Tempel entstand 647 nach den strengen Prinzipien der Geomatik und wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach verschönt und restauriert.
Die Kulturrevolution fügte ihm größten Schaden zu. Heute quillt der von Kerzen erhellte Tempel vor Kunstwerken beinahe über.
Er gliedert sich in ein inneres und ein äußeres Heiligtum. Den rechteckigen inneren Jokhang umgibt ein heiliger Ritualweg, Nangkor, mit Gebetsrädern. Der innere Jokhang selbst besteht aus Kapellen und Hallen, es gibt überaus wertvolle Schriften in mehreren Stockwerken. Seine goldenen Dächer kann man besichtigen.

Sichuan, Tibet Plateau und Barkhor
Weitere Kapellen und Hallen umgeben den äußeren Jokhang. Am Rand der Barkhor, ein heiliger Umwandlungsweg für Pilger, liegt hier, die den Tempel im Uhrzeigersinn umrunden. Man findet hier auch viele Marktbuden, wo man ein Gebetsrad oder einen doppelten „dorje“, eine Art Zepter, erstehen kann und natürlich die üblichen Händler und Schlepper sind hier auch zu finden.

Der Norbulingka Palast
Dieser Palast und sein Park war die ehemalige Sommerresidenz des Dalai Lama. Der Palast liegt in der westlichen Vorstadt von Lhasa und etwa 1,5 km vom Potala Palast entfernt. Norbulingka bedeutet auf Tibetisch „der Schatzgarten“. Der Park hat eine Fläche von mehr als 350.000 m². Auf dem Gelände des Parks befinden sich mehrere Paläste, eine Oper, heilende Quellen, viele Pavillons, Regierungsgebäude und ein Zoo. Genau wie auch der Potala Palast wurde er im Laufe der Zeit erweitert.

Der Ramoche Tempel
Das zweitwichtigste religiöse Gebäude in Tibet ist der Ramoche Tempel und ist in der Altstadt von Lhasa zu finden. Der Tempel war damals der Aufenthaltsort der Jowo Shakayamuni. Jokhang und Ramoche tauschten damals aus Sicherheitsgründen ihre heiligsten Statuen. Somit sieht man heute im Ramoche Tempel die „Jowo Mikyö Dorje“ (vergoldete Bronzestatue). Es gibt aber noch viele weitere und sehr wertvolle Statuen und Figuren im Tempel zu sehen.
Als der Tempel damals abbrannte, wurde er wieder neu aufgebaut, von den Mongolen wieder zerstört. In den 80er Jahren wurde der Ramoche Tempel komplett renoviert und ist bis heute noch im sehr guten Zustand.

Das Drepung Kloster
Im 15. Jh wurde das Drepung Kloster etwa 8 km nördlich von Lhasa gegründet.
Einst lebten in diesem größten Kloster der Welt 10.000 Mönche. Die Anlage überstand die Flammen des Bürgerkriegs, Mongoleneinfälle und die Kulturrevolution. Heute sind hier allerdings nur noch etwa 500 Mönche zu Hause. Die Anlage besteht aus vielen Hallen und Kapellen, darunter die Versammlungshalle mit einem goldenen Dach. Am heiligsten ist der Jampa Tongdroi Lhakhang mit einem 15 Meter großen Maitreya-Buddha.
Erbaut hatten die Anlage die Anhänger der Gelbmützensekte im typisch tibetischen Stil. Es war das Zentrum der Sekte.