Die Geheimwissenschaft Fengshui, auf Mandarin wörtlich Wind-Wasser, ist eine alte Tradition, die bis zu den Ursprüngen der chinesischen Zivilisation zurückreicht. So ist es für manchen erstaunlich, dass Fengshui auf das moderne, technokratische Hongkong einen solchen Einfluss hatte.
Trotz aller Innovationen ist in Hongkong der Aberglauben allenthalben präsent. Die Hongkong-Chinesen scheinen dafür anfälliger zu sein als ihr Verwandten auf dem Festland. So versucht man mit allen Mitteln, die Zahl vier (sei) zu vermeiden, denn sie unterscheidet sich vom Wort für Tod (sei) nur durch die Tonhöhe.
Die Zahl acht (baat) hingegen ist günstig und wird mit Glück und Gesundheit assoziiert. Kaum ein Chinese möchte in meinem Haus mit Blick auf einen Friedhof wohnen.
Das Faible fürs Okkulate kommt auch in der Filmindustrie zum Ausdruck, in der es vor Geistern und Vampiren nur so wimmelt. Auch die Geomatik (Orakel aus Erdformationen) zeugt von diesem Hand zum Mystischen.

Was ist aber Fengshui genau?
Einfach ausgedrückt, versteht man darunter die Auffassung, das Leben und Schicksal von den physischen Gegebenheiten um einen herum bestimmt werden. Der Mensch ist mit seiner Umwelt durch das „qi“ verbunden: Energie.
Das Fengshui versucht nun, diese Energien zu harmonisieren. Die Beziehung wird auch als „dao“ (Weg) bezeichnet, und alles, was diesen Weg zu ebnen hilft, kann nur von Vorteil sein.
Fengshui kommt bei der Wahl des Ortes zum Einsatz, wo ein Haus gebaut werden soll, bei der Inneneinrichtung und bei Gräbern, die in Hongkong zum Meer hin ausgerichtet sind. Der Fengshui-Experte oder Geomatiker hält nach Stellen mit „ling“ Ausschau, mit Spiritualität. Ling ist eine Art elementare Form von „qi“. Tempel werden in der Regel mit großer Umsicht situiert und mit „ling“ erfüllt. Das „qi“ kann mit Hilfe von bestimmten Merkmalen in der Landschaft oder Umgebung beeinflusst werden, die als Energieadern fungieren. Manche Orte sind deshalb günstiger und positiver als andere, weil sie eben „qi“ kanalisieren und so unsere physische und spirituelle Existenz verbessern. Solche Stellen sind in der Regel offen, luftig, erhöht gelegen und hüglig. Sie sind grün durch Pflanzenbewuchs und befinden sich in der Nähe von Wasser, einem Fluss, See, Teich oder Wasserfall. Trotz des komplexen Vokabulars lässt sich Fengshui oft einfach mit gesundem Menschenverstand erklären.
Auf den Hügeln leben zwei mythische Tiere, der grüne Drache (im Osten) und der Weiße Tiger (im Westen), die „qi“-Energie liefern. Ein Haus sollte deshalb im Idealfall zwischen beiden liegen, nie auf einem Hügelkamm.
Dunkle, dumpfe, nasskalte Orte, wo das „qi“ größtenteils fehlt, gilt es zu meiden. Locker luftiger Boden ist steinigem vorzuziehen.
Die Harmonie ist nicht minder wichtig. Yin (das weibliche, dunkle, kalte, ruhige, schattenhafte und zum Mond gehörige Element) sollte mit Yang (männlich, leicht, warm, laut, strahlend, zur Sonne gehörig) in Einklang stehen um die optimale Energie zu erzielen. Überschuss auf der einen oder anderen Seite ist zu vermeiden.
Ein weiteres Beziehungssystem, das es zu beachten gilt, ist wu xing (fünf Elemente).
Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser schaffen und zerstören sich zyklisch gegenseitig. Welche Bewandtnis sie im Fengshui haben, lässt sich am besten an den Farben ablesen, die mit den Elementen einhergehen. Holz ist grün, Feuer rot, Erde gelb, Metall golden und Wasser schwarz. Soll ein Element betont werden, wird die jeweilige Farbe akzentuiert. Ein geübter Geomatiker kann so Disharmonien mit einem Blick feststellen.
Bei der Tempelarchitektur kommen die fünf Elemente im verwendeten Baumaterial zum Ausdruck. Der Wong-Tai-Sin-Tempel in Kowloon ist ein gutes Beispiel.
In Hongkong nimmt man Fengshui sehr ernst, schließlich ist der Erfolg eines Unternehmens von seiner Lage abhängig. Gehen die Geschäfte schlecht, kann ein Fengshui-Experte das Büro so umgestalten, dass Glück und Geld ins Haus kommen.

Die Hauptstadt der Provinz Zhejiang, etwa 180 km südlich von Shanghai an der Mündung des Qiantan Jiang gelegen, liefert China vor allem das Idealbild einer Stadt in lieblicher Landschaft. Den Westsee mit seinen Dämmen ließen die Pekinger gleich zweimal in ihren Gartenpalästen nachbauen. Hangzhou ist seit alters ein Ort mit gehobener Lebensart.
Um die Stadt rankt sich ein bedeutender Sagen- und Legendenschatz, jedoch bietet Hangzhou wenig an historischen Bauten. Aus der 150-jähringen Glanzzeit unter der südlichen Song Dynastie (1127 – 1279) blieb nichts erhalten.
Das heutige Hangzhou hat Teil am anhaltenden Boom des Shanghaier Großraums, der auch hier Hochhäuser entstehen lassen hat, die aus der Westsee-Perspektive als ärgerlich und töricht gelten müssen. Wenn man ein romantisches Ortsbild erwarten würde wäre das ein Fehler. Es gilt dennoch: Wer Hangzhou versäumt, versäumt auch ein wesentliches Stück Chinas.

Der Westsee
Für die Chinesen ist der Westsee ein himmlischer, archetypischer See, ein Prototyp und Paradebeispiel. Für jeden Chinesen ist es ein Muss einmal an diesem See gewesen zu sein.
Der im Schnitt etwa 1,5 Meter tiefe See mit etwa 15 km Umfang ist das berühmteste aller Stadtgewässer in China. Der See wird im Norden vom Weißen Damm durchschnitten, der erstmals in der Tang-Zeit angelegt wurde. Der Westsee führt von der Stadtpromenade am Nordostufer über die „Gebrochene Brücke“ zur Insel Gu Shan.
Auch wenn schon viel Schönheit des Sees duch den Tourismus zerstört wurde, sind doch noch einige Charmante Ecken verblieben. Es gibt weidenumsäumte Ufer, Promenaden, Teehäuser, Pagoden, Inseln, Lotos, alles umrahmt von sanften Hügeln.
Wer einmal den See umrunden möchte, benötigt dazu einen halben Tag. Wer sich auch den Sehenswürdigkeiten (betrachtet man am besten von einem der zu mietenden Boote aus) ausführlicher widmen möchte braucht natürlich länger.

Drachenbrunnen
Die Stadt Drachenbrunnen im Südwesten des Westsees ist für ihren exquisiten Tee bekannt. Hier heraus zu fahren ist vielleicht nicht das wahre Vergnügen, denn alles ist auf Touristen-Dollars abgestellt. Dennoch ist die Landschaft hübsch anzusehen.

Apotheke Hu Qingyu Tang
Die wohlerhaltene pharmazeutische Manufaktur( 1974 gegründet ) in der Hangzhouer Altstadt beherbergt heute ein Apothekermuseum. Das schönste Ausstellungsobjekt ist das reich mit Schnitzereien verzierte Gebäude selbst. Im prächtigen traditionell gestalteten Verkaufsraum kann man zusehen wie chinesische Medikamente gemischt werden.

Das Seidenmuseum
Hier bekommt man Mode aus zwei Jahrtausenden zu sehen. Seidenreste aus der östlichen Han-, Jacken aus der Song-Dynastie, feinster Satin und Roben aus der späteren Kaiserzeit. Prunkstück ist eine goldglänzende Hofrobe des Qianlong Kaisers. Auch über Seidenraupen, Seidenweberei und Brauchtum erfährt man hier sehr viel.

Der Yuefei Tempel
Der Tempel des Generals Yue Fei am Nordwestufer erzählt die Geschichte des tapferen Generals der Song-Dynastie, der hier begraben liegt. Der Meisterstratege, Patriot und Erfinder einer Variante der chinesischen Kampfkunst, wurde ins Gefängnis geworfen und trotz seiner erfolgreichen Aktionen gegen die Übergriffe der Nördlichen Jurchen hingerichtet. Er wurde posthum rehabilitiert und später in den Status eines Helden und Halbgottes erhoben. Auch die Kommunisten würdigten ihn als beispielhaften Patrioten.
In der Tempelanlage gibt es die Statuen des knienden Qin Hui zu sehen, der Mann der den Verrat an Yue Fei beging, seiner Frau und zwei verräterischer Beamten.

Quelle des laufenden Tigers
Diese Quelle ist ebenso mysteriös wie berühmt und befindet sich nur etwas außerhalb von Hangzhou. Ihr Name entstand dadurch das der Entdecker dieser Quelle einem Tigerpaar in den Wald gefolgt ist und dabei auf den Teich mit seinem klaren Wasser aufmerksam wurde. Unerklärlicherweise hat das Wasser hier eine besonders hohe Oberflächenspannung. Wer Feingefühl und Geduld hat dem wird es gelingen eine Geldmünze auf dem Wasser schwimmen zu lassen.

Die Sechs Harmonien Pagode
Am Stadtrand von Hangzhou befindet sich eine 60 Meter hohe Pagode. Sie steht direkt am Ufer des Qiantang und wurde im Jahr 970 gebaut. Damals diente sie als Leuchtturm und sollte die Bewohner der Stadt vor den jährlichen Fluten schützen.
Die Pagode wurde aber bei einer Springflut im 12. Jh zerstört aber umgehend wieder neu aufgebaut. Heute trägt die Pagode eine schöne Holzverkleidung aus dem Jahr 1900. Bis heute ist es für Touristen möglich sieben Stockwerke der Pagode über eine Wendeltreppe zu besichtigen. Die Pagode wurde übrigens nach den sechs Paramitas des Buddhismus zum Erreichen der Buddhanatur benannt.

Keine andere Nation hat sich so sehr der Koch- und Esskultur verschrieben wie die chinesische. Extravaganzen wie Haifischflossen und Schwalbennester gehören ebenso dazu wie die einfache, aber schmackhafte Nudelsuppe.

Esskultur und Sitten beim Essen
In China gilt die Gastfreundschaft als hohe Pflicht und Tugend. Die Chinesen leben sehr sparsam aber für Gäste würden sie ihr letztes Huhn schlachten oder auch ihren letzten Reis opfern. Wenn in China gegessen wird tun Chinesen das nie alleine. Je mehr Leute miteinander essen, desto größer ist dann auch die Auswahl der Gerichte von denen sich dann jeder bedienen kann. Wenn sich Chinesen untereinander besuchen, oder sich mit Verwandten, Freunden oder Bekannten verabredet schließt dies immer eine Bewirtung mit Essen und Trinken ein. Wenn das Essen mit Verwandten oder Freunden zu Hause stattfindet, kommen die Gäste meistens schon frühzeitig um noch bei den Essensvorbereitungen zu helfen.
Beim Essen lassen sich die Chinesen zeit, plaudern zwischen den zwei Gängen oder rauchen, denn das gemeinsame Essen dient auch dem reinen Vergnügen. Ein Essen findet nie in schweigsamer Runde statt. Je nach dem Anlass wird in der fröhlichen Runde geplaudert, gelacht oder auch mal diskutiert. Auch finden wichtige Besprechungen immer beim Essen statt, denn es heißt die besten Geschäfte würden nicht in einem Konferenzraum sondern am Esstisch entstehen. In China gilt ein gemeinsames Essen als verführerisches Mittel um Beziehen zu knüpfen, zu pflegen oder auch zu verbessern.
Ein traditionelles Festmahl in China kann beispielsweise aus 4 Vorspeisen, 6 Hauptgängen und einer Suppe bestehen. Die Suppe soll am ende des Mahls die Lücken im Magen auffüllen. In China wird die Suppe geschlürft, was keineswegs als unmanierlich gilt, sondern gehört in China zu der gut bewahrten Esskultur.

In China sitzt man nicht gerne an langen, unübersichtlichen Tafeln. Man sitzt in China mit Vorliebe Auge in Auge gerne um einen runden Esstisch herum. Das ist so üblich und man sitzt auch in größeren Gesellschaften mit bis zu fünfzehn Personen um solch einen Tisch. In der Mitte dieses Tisches steht eine runde Drehplatte, die sogenannte „faule Susanne“. Auf ihr werden alle Speisen sichtbar und somit leicht zugänglich angerichtet. Durch drehen dieser Platte kann sich jeder Gast von jedem Gericht bedienen.
Ehrengäste sitzen immer links und rechts neben dem Gastgeber. Dieser ist immer bemüht, mehr Essen anzubieten, als die Gäste verspeisen können. Wenn die Gäste die gesamten Speisen aufessen würden, wäre dies ein Symbol dafür, dass der Gastgeber zu wenig Essen aufgeboten hätte, was zu einem Gesichtsverlust des Gastgebers führt. Das bedeutet das er seinen Ruf verliert.
Aber nicht nur das Essen ist in China wichtig, sondern auch der gleichzeitige Genuss von Alkohol. Teil der Kultur ist es sein Glas in einem Zug zu leeren.

Das Essen in China
Kulinarisch teilt sich China in vier Regionen auf:
Norden, Osten, Süden und Westen

Die Stadt Peking und Schantung sind dabei typisch für die Küche des Nordens, die salzig ist und auf Weizenprodukten basiert.
Mit Schweinefleisch gefüllte Bällchen werden in Soja und Reisessig getaucht. Sehr beliebt sind auch Nudeln und gedämpftes Brot aber am bekanntesten ist die Pekingente: Entenfleisch, Pflaumensoße und Zwiebeln werden in hauchdünne Pfannkuchen gerollt.

Die Kantonküche im Süden zeichnet sich durch Gebratenes, Gekochtes und Gedämpftes aus. In Restaurants wird in Wägelchen „dim sum“ herumgefahren. Das sind gefüllte Teigtaschen, die man in verschiedene Soßen eintunkt.  Die Küche von Chaozhou ist eher süss und es werden viele Meeresfrüchte verwendet.

Im Osten wird das Essen von Shanghai geprägt, wo man in Suppen und Meeresfrüchten schwelgt. Die Gerichte sind oft sehr ölig. Hier wird beispielsweise „siulong bao“ gegessen. Das sind gekochte Fleischstückchen im Teig.

Sichuan ist das Zentrum der westchinesischen Küche, die Unmengen an scharfen Gerichten zu bieten hat. Von einem Kraut namens „chuancai“ wird einem sogar der Mund taub. Zu den bekannten Gerichten gehören hier „suancai yu“, eine Suppe mit einegelegtem Gemüse und Fisch, oder „shuizhu roupian“, Schweinefleischstücke die in einem Meer aus Chili und Kohlblättern gekocht werden.
Auch das Essen aus Henan und Hubei ist für seine Schärfe bekannt.

Getränke in China
Zum Essen trinken die Chinesen Wein, Bier oder auch einen starken, klaren Schnaps namens „baijiu“. Wörtlich übersetzt bedeutet das „Weißwein“. Der bekannteste dieser Schnäpse stammt aus Maotai. Der Stärkste Schnaps heißt „Erguotou“ und hat 65 Prozent.
Tee wird dagegen überall in China getrunken und vor allem auch zum essen. In China gibt es viele Teesorten wie beispielsweise den Chrysanthemen-Tee, den westlichen Tee, den grünen Tee, und den herrlichen Acht-Schätze-Tee, eine Mischung aus Blumenblüten und Knospen, der mit Kandiszucker gesüßt wird.
Kaffee hat in China keine Tradition. In den meisten Restaurants steht er zwar auf der Speisekarte, aber meist wird einem dann nur ein Instantkaffee vorgesetzt. Die Chinesen nehmen auch gerne eine Schale kochend heißes Wasser.
Fruchtsäfte sind in China weit verbreitet und Mineralwasser bekommt man überall im ganzen Land.

Dem neuen Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, kurz OECD, nach zu folge sollten die Bemühungen der chinesischen Regierung deutlich mehr gewürdigt werden. Der Einkommensunterschied zwischen den Armen und Reichen des Landes verkleinerte sich in den vergangenen Jahren deutlich stärker als angenommen.

Im Bericht wird einerseits angedeutet, dass die Bemühungen um eines der schwierigsten sozialen Probleme, die Armut, weltweit immer mehr anerkannt würde. Dennoch stellen einige Experten den Bericht in Frage. Nach deren Meinung müsste die Regierung noch weit mehr an dem Problem arbeiten, um den Unterschied zwischen Arm und Reich zu reduzieren.

Weiter heißt es in dem Bericht, dass die steigenden Sozialinvestitionen für die Einwohner in eher ländlichen Gebieten und Provinzen, sowie die steigende Abwanderung der Bürger in die Städte dazu beisteuerten, die Ungleichheit im Land zu mindern. Dadurch das immer mehr Bewohner ländlicher Gebiete zur Arbeitssuche in die Stadt abwandern würde, sich ihr Einkommen dramatisch erhöht.

Ein Lehrbeauftragter am Institut für Bevölkerungs- und Arbeitwirtschaft erklärte wie es möglich war das man in der Vergangenheit kaum möglich war den Abfall der Ungleichheit in China der vergangenen Jahre zu messen. Der Einkommensunterschied ist sowohl von internationalen Organisationen als auch Regierungsforschern schlichtweg unterschätzt worden, weil man die Bewohner der ländlichen Gegenden, welche in die Städte gezogen sind, nicht mit einberechnet habe.

Seit dem Jahr 2004 gibt es in den Städten eine deutliche Knappheit an Arbeitskräften. Durch diese Knappheit hat sich der Lohn von rund 30 – 60 Euro auf immerhin 120 – 150 Euro gesteigert. Durch diesen Wandel hat China zweifellos einen gewaltigen Schritt in den vergangenen Jahren gemacht um den Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen und sie aus der Armut zu holen. Wobei es keine Ebene der sozialen Schicht geben wird, die dabei benachteiligt wird, oder nicht an den Erfolgen dieser Entwicklung teilhaben kann.