Die durch das Sichuan Erdbeben beschädigten Gebäude in der Stadt Dujiangyan werden repariert! Bis spätestens September 2010 sollen alle arbeiten abgeschlossen sein. Die Regierung hat für den wiederaufbau der Stadt 950.000.000 Yuan bereitgestellt. Aus ganz China helfen unzählige Wissenschaftler und Arbeiter beim wiederaufbau.
Die im Nordwesten der Stadt Chengdu liegende Stadt Dujiangyan liegt etwa 17,5 Meilen entfernt vom damaligen Epizentrum des Erdbebens, welches am 12. Mai 2008 die verheerenden Zerstörungen anrichtete.
Dujiangyan ist aufgrund seines Dujiangyan Damms welcher aus der Qin Dynastie stammt, sowie den Erwang Tempel und Fulong Tempel sehr bekannt und kann damit auf eine über 2000 Jahre zurückreichende Geschichte blicken.
Bereits 6 Tage nach dem Erdbeben konnten Wissenschaftler einen Bericht vorlegen welcher die Schäden dokumentierte und bereits im Juni begann das Wiederherstellungsprojekt.
Geschätzte 400 Mitarbeiter aus dem Amt für den Schutz des kulturellen Erbes von China aus den Provinzen Fujian und Guangxi nahmen an den Maßnahmen teil. Die Bauleiter kommen aus dem Cultural Heritage Protection Research Center des Pekinger Tsinghua Urban Planning and Design Institutes.
In der ersten Phase des Bauprojektes werden alle Fundamente der bereits existierenden Gebäude verstärkt. In der zweiten Phase werden dann alle eingestürzten Gebäude wieder repariert werden. Der Erwang Tempel wurde zur Hälfte wieder hergestellt, wohingegen der Fulong Tempel bereits komplett restauriert wurde.
Um die Stadt gemäß ihrem Ursprung zu restaurieren werden weitestgehend nur Natürliche und Originalmaterialien genutzt. So wurde der Anstrich der Gebäude nicht mit normaler Chemischer Farbe gemacht, sondern es wurde ein kostspieligerer Anstrich aus den einheimischen Bäumen genutzt, der zudem auch schwieriger war anzubringen. Dafür aber wird der Glanz der Gebäude für längere Zeit erhalten bleiben.

In der Chinesische Geschichte und auch heutzutage noch ist die Stadt Xian eine der wichtigsten Städte in China. Die Ehrwürdige, ewige Stadt Xian zählt zum Besten, was China zu bieten hat, und kann auf mythologische Ursprünge zurückblicken. Einige Wissenschaftler behaupten sogar, dass die Stadt schon blühte, als die chinesische Zivilisation gerade begonnen hatte. Die Seidenstrasse nahm hier ihren Anfang, und so brachten Abgesandte aus dem Ausland einen Hauch vom Islam ins Land.
Während der Tang Dynastie war die Stadt die wichtigste Station der Seidenstrasse und über mehr als 1000 Jahr lang war Xian sogar die Hauptstadt für 12 Dynastien.
Wegen dieser langen Geschichte gibt es in Xian heute noch viele Kunstdenkmäler, alte Ruinen und Tempel, kaiserliche Mausoleen und Gartenanlagen. Auch kann man viele Türme und Lauben, Pavillons, Gedenkbögen und Steingravuren in Xian besichtigen. Heute ist Xian die Hauptstadt der Provinz Shanxi und eines der wichtigsten Industrie- und Wissenschaftszentren Chinas.

Die Stadtmauer
Eines der ältesten militärischen Befestigungen der Welt ist die Stadtmauer. Sie ist mit 12 km die vollständigste erhaltene Stadtmauer Chinas und wurde während der Ming Dynastie (1368 – 1644) erbaut. Der Baubeginn war im Jahre 1370, dem 3. Jahr der Regierungsperiode Hongwus. Das Bauende war im Jahr 1378. Die Stadtmauer ist etwa 12 meter hoch, 5-12 Meter breit und umschließt die Stadt Xian rechteckig. Die Basis der Mauer ist sogar 15 bis 18 Meter breit.

Die Terrakottaarmee
Die größte archäologische Entdeckung und somit auch das kulturhistorischste Relikt des 20. Jh. ist die Terrakottaarmee. Diese Armee war vor 2200 Jahren eine Grabbeigabe des Ersten Chinesischen Kaisers Qin Shihuangdi. Schon in den anfängen seiner Herrschaft ließ er sich eine gigantische Grabanlage schaffen, die von einer Armee aus Tonsoldaten für alle Zeit bewacht werden sollte. In dieser unterirdischen Anlage können Touristen etwa 8000 lebensgroße Soldaten aus Terrakotta, mehr als 500 Tonpferde, über 150 aus holz gefertigte Kriegswagen und Waffen aus Bronze bestaunen. Im Jahr 1974 wurden diese Figuren aus Ton von eine Bauern entdeckt und werden als das 8. Weltwunder bezeichnet.

Die große Wildganspagode
Dieser Tempel stellt einen markanten Meilenstein in Xian dar und liegt südlich der Stadt. Die Pagode wurde ursprüngliche vom Kaiser Gao Zong im Jahr 648 v. Chr zu Ehren seiner Mutter, der Kaiserin Wende, gebaut. In der Tang Dynastie war dieser Tempel in Changan (so hieß Xian damals) der berühmteste Tempel. Im Haupttempel kann man sehen wie drei Buddhastatuen von 18 Luohan (erleuchtete Mönche) flankiert.
Der berühmte Mönch Xuan Zang (602-664) der Schriften aus Indien sammelte stand dem Tempel vor. Die große Wildganspagode wurde errichtet, um die Hunderte von buddhistischen Schiffen aufzubewahren und zum Schutz für die 657 Bände buddhistischer Schriften. In der Tang Zeit wurde sie unter der Regierung der Kaisering Wu Zetian der damaligen Mode entsprechend als viereckige Steinpagode umgebaut und hat sieben Stockwerke.

Die kleine Wildganspagode
In dieser kleinen Wildganspagode, an der Youyi Yil, ein Stück südlich der Stadtmauer, gibt es weniger zu sehen. Sie wurde im 8. Jh gegründet. Ursprünglich hatte die Pagode 15 Stockwerke. Die beiden oberen fielen aber einem Erdbeben zum Opfer und auch ein Stück vom Dach des eleganten Gebäudes stürzte dabei ein. Man kann auf die Pagode hinaufsteigen um einen tollen Blick über die Stadt zu genießen. Aber Achtung… sie ist über 40 Meter hoch!

Das Banpo Museum
Im Jahr 1953 wurden am östlichen Stadtrand die Spuren eines Dorfes der neolithischen Yangshao-Kultur entdeckt. Das ist eine Vorstufe der chinesischen Kultur. Auf einer Fläche von über 4000 qm großen und zum größtenteils überdachten Stätte kann man die Grundrisse von etwa 100 Wohnhäusern und Töpferwerkstätten zu sehen.

Huaqing Chi / Thermalquellen
Etwa 30 km östlich von Xian gelegen, in einem großen Park am nördlichen Fuß des Huanshan Gebirges findet man das Huaging Bad. Diese Thermalquellen enthalten viele Mineralien und seltene Elemente die heilend bei vielen Krankheiten wirken. Es war schon damals im Altertum ein besonders beliebtes Ausflugsziel für die chinesischen Kaiser. Besonders der Kaiser Xuan Zhong ging im Winter oft mit seiner Konkubine Yang hier her. Auch heute noch kann man in dem 43 °C heißen Mineralwasser baden.

Der Glocken/Trommelturm
Eines der bekanntesten und besterhaltensten Türme in China ist der Glockenturm.
Er wurde 1384 im Yingxiang Tempel gebaut. Glocken und Trommel verkündeten damals die Tages- und Nachtzeiten. Seit dem Jahr 1582 steht der Glockenturm im Zentrum der Stadt. Die Hauptstrassen führen von den Stadttoren auf ihn zu. Auf dem Turm oben hängt noch die große Glocke und an jedem Tag gibt es dort mehrmals täglich klassische chinesische Musikkonzert. Am Westlichen Ende eines neu angelegten Platzes steht der älter Trommelturm.

Vor ca. 7000 Jahren, um das Jahr 5000 v.Chr siedeln sich die ersten hoch entwickelten Stämme und Völker der neolithischen Kultur in der großen Ebene an. Bevorzugt an Flüssen lassen sich Kulturen wie die Yangshao, Xinle, Majiabang und einige andere an.

Um ca. 3000 v.Chr zu Beginn der Bronzezeit sind fast alle Ur-Volker verschwunden. Es haben sich Neue gebildet wie die Sanxingdui  (12-11 Jhr v.Chr.) die in der heutigen Provinz Sichuan lebten oder die Erlitou die im west. Henan lebten, eine Identifikation mit der Xia- Dynastie hält man im Moment für fraglich.

In der Blütezeit der Bronzezeit beginnt in China auch die Zeit der Dynastien. Die erste heute bekannte Dynastie ist die Shang- Dynastie. Das Volk existierte vom 16-11 Jhr. v. Chr. Aus ihr Stammen die ersten Schriftlichen Überlieferungen auf Knochen geschrieben der chinesischen Kultur.
Ab diesem Zeitpunkt ist die chinesische Geschichte sehr genau dokumentiert und man kann mit Sicherheit sagen, dass die Dynastie der Shang im Jahre 1045 v. Chr. Von  den Zhous abgelöst worden sind. Unter der Herrschaft der Zhou entwickelten sich die Schrift und die Kultur weiter, von nun an wurde auf Stein und Bronze geschrieben. Es entstanden die ersten Bücher. Man begann auch mit dem Himmelskult. Der Kaiser war der Sohn des Himmels, er hatte die Macht vom Himmel verliehen bekommen. Die Zhou Dynastie wird in die westliche 1045-771 v.Chr und in die östliche 771-256v. Chr. aufgeteilt.

Nun zerfiel das Chinesische Kernland in mehre kleinere Reiche, es begann die Zeit der „Wandernden Philosophen“ (722-481 v.Chr.), die heute Frühling- und Herbst (Chunqiu)-Zeit genannt wird.
Konfuzius war eine der Persönlichkeiten der Periode. Es begann der Weg zur Hockkultur mit der Ausformung der Grundzüge politischen Denkens.

Im Jahr 403 beginnt die Zeit der Streitenden Reiche auf Chinesisch (Zhanguo-Zeit). Es herrscht die Zhou- Dynastie. Durch Kriege und Zusammenschlüsse kommt es schließlich zu einem ersten Einheitsreich unter der Zhou-Dynastie. Zudem wird das Handels und Verkehrswesen ausgebaut.
221 v. Chr. folgt eine kurze Machtzeit der Qin- Dynastie, die nur 14 Jahre dauert. Trotz dieser kurzen Herrschaft, machte die Kultur einen gewaltigen Sprung. Der Buchdruck wurde erfunden und die Schrift vereinheitlicht. Jede Provinz besaß teilweise eine andere Schrift, Auswirkungen sind noch heute zu spüren, jede Region spricht einen anderen Dialekt
Nun folgt die Han- Zeit, in der die Konsolidierung des Kaisertums und Sicherung des zentralistischen Staatsmodells stattfindet. Es gibt aber auch Konflikte mit nomadischen Völkern die später auch als Mongolen und Hunnen bekannt werden.
Diese Zeit ist in drei Epochen aufgeteilt, die westliche Han- Zeit von 206v.Chr-8n.Chr., zwischen den Jahren 9-23n.Chr übernimmt Wang Mang die Macht und gründet die Xin- Dynastie. Diese zerbricht nach seinem Tod, und die so genannte östliche Han- Dynastie übernimmt wieder die Macht. 220 endet die fast 500 Jahre Regentschaft der Han-Dynastie.

Zwischen 220-589 versinkt China im totalen Chaos. Das Reich zerbricht in verschiedene Teile, doch gelingt  der Jin- Dynastie eine zwischenzeitliche Reichseinigung über den größten Teil des alten Han- Reiches. Als auch diese Dynastie untergeht spaltet sich das Riesenreich erneut, dieses mal in zwei Teile. Es gibt fünf parallel Dynastien bevor die Sui eine Reichseinigung im Jahr 581 herbeiführen. Ihre Herrschaft dauert bis 618.

Im Jahr 618 übernahm die Tang- Dynastie die Macht in China. Reichsvereinigung wurde fortgeführt und stark vorangetrieben. Auch den Frauen wurden mehr Rechte zugesprochen, sie durften sich scheiden lassen oder Kampfkünste erlernen. In dieser Zeit kam auch die erste Frau an die Macht. In der Mitte des 8. Jahrhunderts kam es zu Unruhen, die auch unter dem Namen „die Rebellion des An Lushan“. Diese hatte langwierige Folgen, die zur Stärkung der regionalen Militärgouverneure und zur Schwächung des Kaisers führten.

Im Endeffekt führte es dazu, dass das Chinesische Kaiserreich 907 auseinander brach, es gab ein großes Reich in Nordchina,  was von einander ablösenden Dynastien beherrscht wurden, in dieser Zeit kamen auch noch einmal alte Adelsfamilien an die Mach wie die Han oder die Zhou. Es gab aber noch mehrer Teilreiche im Süden. Nach dieser so genannten Wudai- Zeit.
Es folgten im aufgeteilten China eine Menge Dynastien, die es aber nie schafften das Reich wiederzuvereinigen.
1271 wird China von den Mongolen erobert. China wird ein Teil im Mongolischen Weltreich. Schon in früherer Zeit wurde China von den Mongolen heimgesucht, zum Schutz wurde eine erste Mauer gebaut, die aber nichts nützte. Diese Yuan- Dynastie wurde 1368 blutig vom Chinesischen Volk gestürzt. Die neuen Herrscher waren die Ming-Dynastie. Der dritte Kaiser der Ming- Dynastie Hung Le kam ca. 1400 an die Macht. Vorher war er Oberbefehlshaber der Armee. Stürzte aber seinen Bruder zündete dessen Hauptstadt an und brachte seine Minister, Familie und Anhänger um. Er verlegte seinen Amtssitz Nanching (südliche Hauptstadt) nach Beijing (Peking= die nördliche Hauptstadt). Dort verstärkte und erweiterte die Chinesische Mauer und begann mit dem Bau der Verbotenen Stadt. Bis heute ist die Verbotene Stadt der größte Palast der Welt und einer symbolträchtigsten Plätze Chinas. Der letzte Ming- Kaiser begann 1644 Selbstmord. Am Ende hatte er noch einen Eunuchen (Beamten der Verbotenen Stadt) an der Seite von jemals mehr als 70.000.
1644 beginnt die letzte Dynastie, die der Mandschu, am Ende wurde der Kaiser von den Kolonialmächten gelenkt, der Boxeraufstand kann die Kaiser auch nicht mehr retten. 1912 wird der letzte dreijährige Kaiser gestürzt, er verbringt sein Leben erst im Gefängnis und später wird er Gärtner im Stadtpark von Beijing.
Es wird die Republik China gegründet, die 1949 nach langen Bürgerkrieg von Mao Zedong gestürzt wird. Und heute auf Taiwan weiter existiert. 1949 ruft Mao Zedong auf dem Platz des Himmlischen Frieden vom Eingangstor der Verbotenen Stadt die Volksrepublik China aus. Es folgt mit der Kulturrevolution, ein dunkles Kapitel in der chinesischen Geschichte. Nach Maos Tod 1979 öffnet die Kommunistische Partei China für den Westen, Sonderwirtschaftszone werden eingerichtet, die China zu dem Wohlstand verhelfen den es heute hat.

China hat eine 7000 Jahre alte Geschichte, es gab Dynastien und Kaiser. Heute ist China eine Weltmacht, die es eigentlich schon seit Jahrtausend ist.
Als in Europa noch tiefstes Mittelalter war, besaßen die Chinesen schon Papiergeld, riesige Schiffe, ausgeklügelte Bautechniken und Raketen, sie waren bekannt für ihren Wohlstand und ihre Macht. China ist heute mit 1,3 Milliarden Menschen eines der größten Länder der Welt.