Keine andere Nation hat sich so sehr der Koch- und Esskultur verschrieben wie die chinesische. Extravaganzen wie Haifischflossen und Schwalbennester gehören ebenso dazu wie die einfache, aber schmackhafte Nudelsuppe.

Esskultur und Sitten beim Essen
In China gilt die Gastfreundschaft als hohe Pflicht und Tugend. Die Chinesen leben sehr sparsam aber für Gäste würden sie ihr letztes Huhn schlachten oder auch ihren letzten Reis opfern. Wenn in China gegessen wird tun Chinesen das nie alleine. Je mehr Leute miteinander essen, desto größer ist dann auch die Auswahl der Gerichte von denen sich dann jeder bedienen kann. Wenn sich Chinesen untereinander besuchen, oder sich mit Verwandten, Freunden oder Bekannten verabredet schließt dies immer eine Bewirtung mit Essen und Trinken ein. Wenn das Essen mit Verwandten oder Freunden zu Hause stattfindet, kommen die Gäste meistens schon frühzeitig um noch bei den Essensvorbereitungen zu helfen.
Beim Essen lassen sich die Chinesen zeit, plaudern zwischen den zwei Gängen oder rauchen, denn das gemeinsame Essen dient auch dem reinen Vergnügen. Ein Essen findet nie in schweigsamer Runde statt. Je nach dem Anlass wird in der fröhlichen Runde geplaudert, gelacht oder auch mal diskutiert. Auch finden wichtige Besprechungen immer beim Essen statt, denn es heißt die besten Geschäfte würden nicht in einem Konferenzraum sondern am Esstisch entstehen. In China gilt ein gemeinsames Essen als verführerisches Mittel um Beziehen zu knüpfen, zu pflegen oder auch zu verbessern.
Ein traditionelles Festmahl in China kann beispielsweise aus 4 Vorspeisen, 6 Hauptgängen und einer Suppe bestehen. Die Suppe soll am ende des Mahls die Lücken im Magen auffüllen. In China wird die Suppe geschlürft, was keineswegs als unmanierlich gilt, sondern gehört in China zu der gut bewahrten Esskultur.

In China sitzt man nicht gerne an langen, unübersichtlichen Tafeln. Man sitzt in China mit Vorliebe Auge in Auge gerne um einen runden Esstisch herum. Das ist so üblich und man sitzt auch in größeren Gesellschaften mit bis zu fünfzehn Personen um solch einen Tisch. In der Mitte dieses Tisches steht eine runde Drehplatte, die sogenannte „faule Susanne“. Auf ihr werden alle Speisen sichtbar und somit leicht zugänglich angerichtet. Durch drehen dieser Platte kann sich jeder Gast von jedem Gericht bedienen.
Ehrengäste sitzen immer links und rechts neben dem Gastgeber. Dieser ist immer bemüht, mehr Essen anzubieten, als die Gäste verspeisen können. Wenn die Gäste die gesamten Speisen aufessen würden, wäre dies ein Symbol dafür, dass der Gastgeber zu wenig Essen aufgeboten hätte, was zu einem Gesichtsverlust des Gastgebers führt. Das bedeutet das er seinen Ruf verliert.
Aber nicht nur das Essen ist in China wichtig, sondern auch der gleichzeitige Genuss von Alkohol. Teil der Kultur ist es sein Glas in einem Zug zu leeren.

Das Essen in China
Kulinarisch teilt sich China in vier Regionen auf:
Norden, Osten, Süden und Westen

Die Stadt Peking und Schantung sind dabei typisch für die Küche des Nordens, die salzig ist und auf Weizenprodukten basiert.
Mit Schweinefleisch gefüllte Bällchen werden in Soja und Reisessig getaucht. Sehr beliebt sind auch Nudeln und gedämpftes Brot aber am bekanntesten ist die Pekingente: Entenfleisch, Pflaumensoße und Zwiebeln werden in hauchdünne Pfannkuchen gerollt.

Die Kantonküche im Süden zeichnet sich durch Gebratenes, Gekochtes und Gedämpftes aus. In Restaurants wird in Wägelchen „dim sum“ herumgefahren. Das sind gefüllte Teigtaschen, die man in verschiedene Soßen eintunkt.  Die Küche von Chaozhou ist eher süss und es werden viele Meeresfrüchte verwendet.

Im Osten wird das Essen von Shanghai geprägt, wo man in Suppen und Meeresfrüchten schwelgt. Die Gerichte sind oft sehr ölig. Hier wird beispielsweise „siulong bao“ gegessen. Das sind gekochte Fleischstückchen im Teig.

Sichuan ist das Zentrum der westchinesischen Küche, die Unmengen an scharfen Gerichten zu bieten hat. Von einem Kraut namens „chuancai“ wird einem sogar der Mund taub. Zu den bekannten Gerichten gehören hier „suancai yu“, eine Suppe mit einegelegtem Gemüse und Fisch, oder „shuizhu roupian“, Schweinefleischstücke die in einem Meer aus Chili und Kohlblättern gekocht werden.
Auch das Essen aus Henan und Hubei ist für seine Schärfe bekannt.

Getränke in China
Zum Essen trinken die Chinesen Wein, Bier oder auch einen starken, klaren Schnaps namens „baijiu“. Wörtlich übersetzt bedeutet das „Weißwein“. Der bekannteste dieser Schnäpse stammt aus Maotai. Der Stärkste Schnaps heißt „Erguotou“ und hat 65 Prozent.
Tee wird dagegen überall in China getrunken und vor allem auch zum essen. In China gibt es viele Teesorten wie beispielsweise den Chrysanthemen-Tee, den westlichen Tee, den grünen Tee, und den herrlichen Acht-Schätze-Tee, eine Mischung aus Blumenblüten und Knospen, der mit Kandiszucker gesüßt wird.
Kaffee hat in China keine Tradition. In den meisten Restaurants steht er zwar auf der Speisekarte, aber meist wird einem dann nur ein Instantkaffee vorgesetzt. Die Chinesen nehmen auch gerne eine Schale kochend heißes Wasser.
Fruchtsäfte sind in China weit verbreitet und Mineralwasser bekommt man überall im ganzen Land.

Erneut müssen etwa 300.000 Menschen nahe dem Drei-Schluchten-Damms umgesiedelt werden, damit wären es dann knapp 1,438 Millionen Menschen die für den Damm ihre Häuser verlassen müssen. Der Staudamm welcher gleichzeitig das größte Wasserkraftwerk der Welt ist gehört zum Plan des Landes saubere und vor allem billige Energie zu erzeugen, als auch Hochwasser und Dürre zu verhindern.

Im Jahr 1992 wurde mit dem Bau des Wasserkraftwerkes begonnen und nach gut 14 Jahren im Jahr 2008 fertig gestellt, sodass es nun seid rund 2 Jahren in der Lage ist Strom zu erzeugen. In der ersten Phase der Umsiedlung wurden bereits weitgehend alle Chinesen der Provinz Hubei und Chongqing umgesiedelt heißt es in einem Regierungsbericht.

„Ein Ökogelände beziehungsweise eine Pufferzone, das neben dem Stausee gebaut werden soll, um die Wasserqualität des Jangtse-Stausees zu verbessern und die Verschmutzungen durch die in der Nähe lebenden Menschen zu reduzieren, wartet noch auf die Genehmigung“ heißt es laut dem städtischen Kongress Abgeordneten Hu Jiahai. „Darüber hinaus müssen die Menschen auch diejenigen Regionen verlassen, die von Erdrutschen bedroht sind, die auf Grund des andauernd steigenden und fallenden Wasserspiegels von 145 Meter bis 175 Meter auftreten, was bei der Stromproduktion notwendig ist.“ Heißt es weiterhin von Hu Jiahai. Neben den folgenden 300.000 Chinesen die noch umsiedeln müssen, ist es theoretisch Möglich dass nach der geologischen Untersuchung noch weitere Umsiedlungen stattfinden müssen.

Nun besteht jedoch das Problem der Überbevölkerung der Gebiete Rund um den Staudamm. Einer Untersuchung nach zufolge leben bereits jetzt etwa 2,1 Mal so viele Menschen dort als der dem Landesweiten Durchschnitt entspricht. Durch diese starke Überbevölkerung fehlt auch leider weitere Fläche zur industriellen Nutzung. Aus diesem Grund mussten bereits sehr viele Menschen erneut in andere Nachbarprovinzen umziehen.
Aber nicht nur wegen des Platzmangels für den Stausee des Wasserkraftwerkes, sondern auch wegen der steigenden Gefahr weiterer Bedrohungen durch Naturkatastrophen, alleine dafür mussten weitere 53.000 Menschen umgesiedelt werden.
Die Jiusan Gesellschaft hat auf einer Tagung des Chongqinger Komitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes vorgeschlagen einen neuen Weg zu schaffen die Gefahren zu verhindern oder mildern soll. „Dem gegenwärtigen Mechanismus fehlt es an Voraussicht und einer Zielsetzung. Er behandelt eher die Folgen, als dass er den Gefahren vorbeugt“ hieß es laut Chen Hongkai, einem Mitglied der Körperschaft.