UNAIDS

Aids in China

Die Geschichte von HIV / AIDS in China

Im Jahre 1985 wurde Aids das erste Mal in Peking, China gemeldet. Solch eine Epidemie kann man mit vier verschiedenen Phasen beschreiben:

Aids Phase I ging von 1985 bis 1988

Die erste Phase die gekennzeichnet war durch nur eine kleine Anzahl von Fällen trat in Küstenstädten auf. Es waren hauptsächlich Chinesen und Ausländer infiziert die auf der Reise nach Übersee waren.

Im Jahre 1986 sollten laut dem Gesundheitsministerium alle ausländischen Studenten auf Aids getestet werde die sich mehr als ein Jahr im Ausland befunden haben.

Die in China studierenden Menschen sollten eine Bescheinigung von ihrem Herkunftsland mitführen die bezeugen könnte dass sie nicht mit dem HIV Virus infiziert sind.

Im Jahre 1987 wurde ein Programm für die Kontrolle und Prävention von Aids ganz neue eingerichtet. Außerdem wurde auch ein nationaler Ausschuss für Aids gegründet.

Der Minister für öffentliche Gesundheit hat sich 1987 mit einer Rede an die jungen Frauen Chinas gerichtet in der er eine Warnung aussprach. Die Frauen sollten wissen das sexuelle Beziehung mit Ausländern eine große Aids Gefahr bedeuten. Sie könnten sich infizieren und das wiederum könnte zu einer Aids Epidemie in ihrem Land führen. Außerdem hat er seiner Rede noch hinzugefügt das gerade Homosexualität und auch „anormale Sexualität“ die Gründe wären und somit auch Ursache dafür wären die zur Ausbreitung des HIV Virus führen. Deshalb stehen die Chancen sehr schlecht Aids einzuführen.

Aids Phase II ging von 1989 bis 1993

Phase zwei hat im Oktober 1989 begonnen. In dieser Phase wurden 147 Drogenkonsumenten mit HIV infiziert. Alle befanden sich im Süden von Yunnan und niemand wusste zu diesem Zeitpunkt erst ob diese Anzahl an Menschen die ersten Anzeichen für eine Epidemie waren oder ob es ein isolierter Ausbruch war der dort passiert war. Ende des Jahres 1989 stand fest das 152 Chinesen und 42 Ausländer die Menschen waren die sich Infizierten hatten. Aids wurde damals noch als die „liebevolle Kapitalismus Krankheit“ bezeichnet. Das kam daher weil man glaubte dass sowohl Drogenabhängigkeit und auch Aids die Folgen daraus seien weil man Kontakt zum Westen hatte.

Aids Phase III ging von 1994 bis 2000

In der Provinz mit Namen Yunnan wurde im späten Sommer des Jahres 1994 eine große Ausbreitung eines HIV Virus verzeichnet. Unter Drogenkonsumenten und auch unter kommerziellen Plasma Spendern wurde eine beachtlich große Anzahl an Infizierten Menschen bekannt. Sie kamen alle aus verschiedenen Regionen.

China hat bis zum Anfang des Jahres 1996 von 116 Fällen berichtet in denen Menschen mit HIV infiziert wurden. Eine amtliche Statistik gab im August des Jahres 1996 bekannt das es 134 Fälle von Aids und über 4600 Fälle von HIV Infizierten gegeben hat.

Nach dem Jahr 1998 wurden aus allen Gemeinden und Regionen, sogar aus allen 31 Provinzen Chinas Infektionen mit HIV gemeldet. Die Menschen die Drogen konsumierten waren immer noch für 65 bis 70 Prozent an einer Übertragung durch den Erreger verantwortlich. Es wurde auch mit erschrecken festgestellt das die Übertragung durch heterosexuelle um ganze 8 % gestiegen ist.

Der Staatsrat hat Ende des Jahres 1998 einen langfristigen Plan für eine Besteuerung aber vor allem einen Plan für die Aids Prävention veröffentlicht. In diesem Plan wurden viele konkrete Ziele aufgeführt wie man die HIV-Übertragung am besten stoppen könnte. Anhand dieses Plans soll es möglich sein bis zum Jahr 2010 die Infektionen auf 1,5 Millionen einzudämmen. Auf jeden Fall wird der Plan laut den Chinesischen Verantwortlichen die Kontrolle über die Ausbreitung von Aids bringen.

Aids Phase IV ging von 2001 bis heute

Im Juni des Jahres 2001 wurde der “Chinesische Aktionsplan zur Enthaltung, Verhütung und Kontrolle von HIV / AIDS (2001-2005)” veröffentlicht. Dies war auch gleichzeitig der Anfang der letzten Phase. In diesem Plan wurde festgelegt, das Blut für eine Anwendung in Kliniken immer einem HIV-Test unterzogen werden muss.

Nach Schätzungen der Regierung im August des Jahres 2001 gab es etwa 750.000 HIV- Infizierte gab. Etwa 7 % dieser Infizierten haben sich durch verunreinigtes Blut angesteckt. Im Jahr 2003 gab es für China verstärkt Hilfe aus Übersee die die Regierung Chinas erbeten hatte. In vielen Teilen des Landes wurden diese Hilfen in den Jahren 2004/2005 umgesetzt. Viele Menschen in China überraschte dies sogar denn sie haben seit dem mehr Unterstützung bekommen und zwar durch die Erhöhung einer Schadensminimierung. Vor allem bei Kondombenutzern und auch bei den Drogenkonsumenten und anderen gefährdeten Gruppen wurde diese Hilfe besonders zum Einsatz gebracht.

Aids Betroffene in China

In China sind etwa 640.000 Menschen an Aids erkrankt oder mit dem HIV-Virus infiziert. Das wurde in einer Statistik im Januar 2006 veröffentlicht. Es gibt jedoch inoffiziell mehr als 200.000 betroffene und infizierte. Bei etwa 74000 Menschen ist der Virus sogar bereits ausgebrochen und es gab auch mehr als 60000 neu infizierte im Jahr 2005. Leider ist die Tendenz steigend und eine weitere Ausbreitung von Aids ist noch zu groß. Schätzungen von Gesundheitsministerien sagen, dass die Anzahl von HIV- Trägern zwischen 850000 und etwa 1,2 Millionen liegt. Nach dieser Studie konnte herausgefunden werden, dass 50,2 % der Menschen durch sexuellen Kontakt infiziert werden und bei Drogenkonsumenten liegt die Zahl bei 45,7 %.

Ansteckung durch Homosexuelle

Nach Schätzungen sind in China etwa 2 – 37% aller Homosexuellen von dem AIDS-Virus betroffen. Bei häufig wechselnden Geschlechtspartner und wenn dabei dann nicht immer Kondome benutzen werden sind diese Zahlen kein Wunder.

In China gilt das Thema Homosexualität immer noch als ein öffentliches Tabu. Außerdem wurde dieses Thema bis vor kurzem auch noch als offizielle „Krankheit“ eingeordnet. Menschen in China die Homosexuell sind leben meistens am Rande der Gesellschaft oder sind sogar gezwungen im Geheimen zu leben. Auch haben diese Menschen sehr mit Diskriminierung zu kämpfen und leiden sehr darunter. Die Risikogruppe der Homosexuellen steht in China unter großen sozialen Druck eine Familie zu gründen oder auch zu heiraten und es ist schwer für die Gesundheitsministerien diese Randgruppe zu erreichen.

Ansteckung durch Drogenabhängigen

In China gibt es etwa 68 % Drogenabhängige die sich vor allem durch unreine Spritzen mit dem Virus infiziert haben. Noch größere Probleme haben allerdings Drogenbenutzer die sich den Stoff intravenös zuführen, denn das ist in China absolut illegal. Auch Drogenabhängige in China sind deshalb schwer zu erreichen und es tauchen immer wieder Konflikte auf. Besonders die Sicherheitsbehörden und die „Health Workers“ haben unterschiedliche Ansichten. Die Sicherheitsbehörden bezeichnen die Drogenabhängigen als Kriminelle die unbedingt für ihre Taten bestraft werden müssten. Auf der anderen Seite werden die Drogenabhängigen von den „Health Workers“ als krank bezeichnet und deshalb auf Hilfe angewiesen seien. Allerdings kann man sagen das sich über die Hälfte der Drogenabhängigen in China sich durch das so genannte „Spritzen Teilen“ angesteckt haben.

Ansteckungen durch Prostituierte

Durch eine Umfrage der UN-Aids Experten Rehnstrom und Meng ist in China die Sexindustrie in den letzten Jahren mehr als explodiert und weitet sich immer weiter aus. Laut der Experten gibt es in China über 5 Millionen Prostituierte. Diese benutzen aber leider nur sehr selten Kondome und deshalb überrascht es nicht das viele Prostituierte sich anstecken. Die Anzahl derer die Kondome benutzen liegt nur bei etwa 25 % aller Prostituierten. Eine erschreckend niedrige Zahl.

Ansteckungen durch Transfusionen in China

Es wird geschätzt dass es in China rund 56.000 Infizierte gibt. Im Jahr 2002 waren es noch mehr als 200.000 Menschen. Somit ist erkennbar das es einen deutlichen Rückgang an Transfusionsopfern gibt. In vielen zentralen Gebieten von China fielen viele Menschen aufgrund einer Bluttransfusion den Virus zum Opfer und auch Chinesische Bauern wurden mit dem Virus infiziert gerade auch in der Provinz Henan.

Wenn man gutes Plasma im Spenderblut eines Menschen gefunden hatte wurde dies dem Blut direkt entzogen und danach wurde es direkt gemischt. Somit konnte es den Spendern injiziert werden und es war möglich große Mengen Blut an Menschen zu spenden.

Prognose für die Zukunft über Aids in China

Es wird geschätzt dass bis zu diesem Jahr die Zahl der Aids-Infizierten bei etwa 11 Millionen liegen wird. Das sagen Auswertungen der Aids-Experten. In China ist die Aids immer noch ein Tabu Thema und das macht die Aufklärung der Menschen nicht einfacher. Vielen bleiben die Informationen zu dem gefährlichen Virus immer noch verborgen denn wenn man die Epidemie versucht geheim zu halten, in diesen Gebieten gedeiht sie am besten. Laut den Experten versucht die Regierung Chinas immer noch vieles unter den Teppich zu kehren was Aufklärungsarbeit und Hilfe für Infizierte angeht und hält Opfer in vielen Gebieten geheim um ihr Land China als attraktives Land für die ganze Welt dastehen zu lassen.

UNAIDS im Allgemeinen

Im Jahr 1996 entstand aus dem Global Program on HIV/AIDS der Weltgesundheitsorganisation die UNAIDS. Der Hauptsitz der UNAIDS liegt direkt in Genf, jedoch arbeitet die UNAIDS noch in mehr als 80 weiteren Ländern aktiv am Schutz gegen AIDS. Der aktuelle Direktor der UNAIDS ist Michel Sidibé, welcher sich zuvor bereits über 14 Jahre lang bei der UNICEF beschäftigte und dort beim Kinderhilfswerk tätig war.
Die UNAIDS bringt zweimal im Jahr den „Globalen HIV/AIDS Bericht“ heraus und unterstützt die Welt-AIDS-Konferenz

Die fünf Hauptaufgaben von UNAIDS für eine weltweite AIDS Vorsorge
- Mobilmachung der Regierung und anderen Interessengemeinschaften um gegen AIDS vorzugehen
- Strategien ausarbeiten, wie man Flächendeckend Informationen rund um das Thema AIDS verbreiten kann
-  Die Verfolgung, Überwachung und Bewertung der Epidemie, UNAIDS ist die weltweit führende Quelle für AIDS-epidemiologische Datensätze und weitere Analysen
- Die Zivile Bevölkerung immer wieder auf das Thema aufmerksam machen und durch sie weitere Partnerschaften finden
- Beschaffung von finanziellen Mitteln, Arbeitskräften und technischem Gerät um eine Effektive Vorsorge zu garantieren

Die UNAIDS gehört ganz klar zu den wichtigsten Programmen der Vereinten Nationen und gleichzeitig absolut führendes Gremium für jegliches globales Handeln zum errichten eines weltweiten Konsenses zur Bekämpfung der HIV/AIDS Epidemie. Die UNAIDS ist für jede Organisation die sich dem Kampf gegen AIDS angeschlossen hat der erste Anlaufpunkt zum Aufbau von Netzwerken rund um den Austausch von Wissen und Erfahrungen.
Im Jahr 2008 hat Deutschland die UNAIDS mit etwa 1,75 Millionen Euro unterstützt.